Durchgeknallte Rapper mit Wortwitz

Zur Bildergalerie

Nordholz-Wanhöden, 20.07.2018 – Ab 14:00 Uhr wurden auch die beiden großen Open-Air Bühnen „Fire Stage“ und „Water Stage“ des Deichbrand Festivals bei bestem Sommerwetter bespielt. Den Anfang auf der „Water Stage“ machten die britischen Indie-Rocker The Subways, gefolgt von dem „freundlichen Dealer von nebenan“ SSIO und dem Hip-Hop-Duo 257ers aus Essen-Kupferdreh. „Wer uns ernst nimmt, ist wirklich nicht mehr zu retten“ finden sie selbst. Leider etwas zu früh im Programm, denn sie forderten Lach- und Tanzmuskeln, denn wer es durchgeknallt mag, der ist bei den 257ers richtig. Die Rap-Parts teilten sich Daniel „Shneezin“ Schneider und Mike Rohleder. Mit Wortwitz wurde hier endlos gereimt und jedes noch so trashige Musikgenre oder deutsche Liedgut als kleine Hommage umgedichtet.

Auf der „Fire Stage“ gab es zunächst Girlpower und Dancehall aus Hamburg. Über Alice Martin und Maike Mohr alias CHEFBOSS hatten wir bereits von der letztjährigen N-JOY Starshow in Hannover berichtet.

Weiterer Acts auf den großen Bühnen waren die drei Genre-Grenzgänger von OK Kid, die derzeit an einem neuen Album arbeiten, weshalb sie auf dem Deichbrand ihre einzige Festivalshow für dieses Jahr spielen. Die Schottin Amy Macdonald haben wir schon oft fotografiert, ihre Songs klingen live wie vom Band und viel Action gibt es auf den Bühnen auch nicht. Die Musiker spielen ihr Set professionell ab – das war´s. Die schwedischen Alternativ-Rocker The Hives, sind da schon sehenswerter. Bei einem riesigen Moshpit zwischendurch wurde es so staubig, dass man kaum noch Luft bekam.

 

Es folgen anschließend auf den großen Bühnen „Neuanfänger“ Clueso der vom Sschmalzigen zwischendurch ins rappende Fach wechselte und Deutschrapper Casper in quietschgelber Marken-Regenjacke. Für uns ganz neu war die australische Rockband Wolfmother mit ihrem Stoner Rock.

Ihr Mix aus klassischem Hard Rock à la Led Zeppelin oder Black Sabbath mit modernem Stoner Rock macht sie live unwiderstehlich.

Im Palastzelt ging der Poetry Slam in die erste Runde. Danach folgte Hip-Hop von Neonschwarz, Nothing but Thieves um Frontmann Conor Mason, Giant Rocks, FIVA X JRBB, der Kreuzberger Rap-Newcomer UFO361 und Bausa, den wir dieses Jahr auch schon erleben durften. Daher haben wir uns diesen Auftritt nicht angeschaut.