Anti-Flag beim Deichbrand Festival 2013

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Cuxhaven/Wanhöden (wk) Sommerzeit ist Festivalzeit. Der Wettergott hatte sich für das verregnete und stürmische Vorjahr entschuldigt, in dem eine zerrissene Fire-Stage und Schlammlöcher zu beklagen war. 38.000 Fans waren dieses Jahr bei strahlendem Sonnenschein rundum zufrieden.

Bereits seit 20 Jahren erhebt die amerikanische Punkband Anti-Flag aus Pittsburgh ihre Stimme gegen Ungerechtigkeit, Politiker und das kapitalistische System.

Anti-Flag befanden sich zur Zeit auf großer "European Summer - 20 Jahre Anti-Flag" Tour durch Europa und machen dabei unter anderem in Deutschland, Schweiz, Belgien und Tschechien halt. Am Festivalfreitag wurden Anti-Flag auf dem Deichbrand Festival mit Sirenen eingeführt.

Pat Thetic und Justin Sane sind Freunde seit früher Jugend. Der Name Anti-Flag bezieht sich auf eine Gruppe von Punks, die Ende der Achtziger die Szene Pittsburghs unsicher machten. Sie trugen die amerikanische Flagge als Zeichen ihrer Gruppe und verprügelten alle, die nicht in das Weltbild der Gang passten. Anti-Flag sehen sich dazu in Opposition.

Gleichzeitig macht der Name von Anfang an klar, dass Anti-Flag eine politische Band ist, die eine Meinung vertritt und ihre Hörer zum Nachdenken anregen will.

Statements und finanzielle Unterstützung von Gruppen, die Missstände in der Politik und der Wirtschaft anprangern, haben sich „Anti-Flag“ auf Ihre Flaggen geschrieben. Weiterhin engagieren sie sich für Organisationen wie PETA und Greenpeace.

 

Der Punkrock kommt dabei nicht zu kurz und heizte auch an diesem Abend ein wo er nur konnte. Massiv und gewaltig knallte die Band ihre Riffs in Richtung Zuschauer und regte die Masse mit Punk-typischen Sounds zum mitmachen an. Da wurde doch gleich das Deichbrand Rockfestival zum Höllenfeuer. Kaum waren die ersten Klänge gespielt wurde auch schon zum Circle Pit aufgerufen, der vorne von einer großen Masse gerne direkt in die Tat umgesetzt wurde.

Die Set-Liste war bunt gemischt von ganz alten Songs wie "Die for the government" über "This is the end (for you my friend)" bis zu Songs des aktuellen Albums "The General Strike" und Klassiker á la "Police Brutality". Trotz diverser eigener Songs wusste auch das Cover zum The Clash Hit "Should I stay or should I go" durchaus zu gefallen.

Insgesamt konnte Anti-Flag mit ihrer Bühnenpräsenz zu überzeugen - da war jede Menge Energie vorhanden. Leider wurden die Liedtexte nur ins Mikro gebrüllt. Auch wurden keine Ansagen, sondern Anschreier gemacht.