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The Australian Pink Floyd Show 2013

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Hamburg- The Australian Pink Floyd Show ist eine Coverband, die Songs der Rockgruppe Pink Floyd von der Frühzeit mit Syd Barrett bis zu den letzten Alben nachspielt. Sie wurde 1988 in Adelaide, Australien gegründet.

Nach dem Tod des Pink-Floyd Mitbegründers Richard Wright im Jahre 2008 spielte die Grruppe kein gemeinsames Konzert mehr. Wer nicht auf die Musik verzichten mochte, konnte die weltweit erfolgreichste Pink-Floyd-Tribute-Band in Hamburg erleben, sie lockt immer mehr nostalgische Fans in immer größere Hallen.

Ganz fokussiert saß das Publikum in der fast ausverkauften o2 World Hamburg und lauschte den sphärischen Songs von Pink Floyd. Die Show ist in mehrfacher Hinsicht kein normales Rockkonzert. Das liegt vor allem an den Artrock-Monumenten von Pink Floyd, denen der geneigte Hörer von jeher seine ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen lässt und nicht wild umhertanzt oder mitklatscht. Und da die Halle komplett bestuhlt war, fiel tanzen sowieso aus Platzgründen schwer.

Es ging nie um die kreativen Köpfe Roger Waters und David Gilmour, selbst bei den Originalen nicht, die meist wie Spielzeugfiguren unter ihren monströsen Bühneninszenierungen wirkten. Das machen sich die Australier zunutze. Sie lassen sich von ihrem eigenen Licht in den Schatten stellen, von Lasergittern, Videos auf einer umstrahlten runden Leinwand und aufblasbaren Riesenpuppen. Im Fokus standen an diesem Abend mit „The Dark Side Of The Moon“, „Wish You Were Here“ und „The Division Bell“ gleich drei Pink Floyd-Alben. Man konnte sich die sehenswerte Shown ansehen oder einfach nur die Augen schließen, um Songs wie „Wish you were here“, „Comfortably numb“, Hey You“, „Shine on you crazy Diamond“ oder „Set the Controls for the Heart of the Sun“ auf sich wirken zu lassen.

Und die hörten sich an, wie von den großen Meistern selbst gespielt. Wie alle Songs wurde auch dieser vom Sound her der jeweiligen Entstehungszeit angepasst. Das machte die Illusion noch perfekter. Deshalb stellt sich auch nicht die Frage, warum die Australier nicht einfach eigene Songs im Geiste Pink Floyds schreiben. Es ist das Schicksal aller Coverbands. Auch der Guten.

Und erst als man die Augen wieder aufmachte und statt der obligatorischen fliegenden Schweine der Originalband ein übergroßes, lilafarbenes Känguru auf der Bühne steht, dann wird man daran erinnert, das eine Coverband auf der Bühne spielt.

 

Immer wieder Videosequenzen auf der runden Leinwand, auch bei "Another Brick in the Wall“. Sound und Licht waren tatsächlich so, wie man es von einem Pink Floyd Konzert kennt und drei hübsche Sängerinnen waren auch dabei.

Mit unbeirrbarer Akribie bei ihrem Streben, den Sound von Pink Floyd so perfekt wie möglich zu reproduzieren, gelang den Australiern das scheinbar Unmögliche: Die wahrhaftige Auferstehung der großartigsten Rockmusik, die jemals geschrieben wurde.

Die Qualität ihres Tuns sprach sich bis zu Pink Floyd-Gitarrist und -Sänger David Gilmour herum, der THE AUSTRALIAN PINK FLOYD SHOW bei einem ihrer Konzerte in England einen Besuch abstattete und die Band anschließend einlud, auf der Party zu seinem 50. Geburtstag in London zu spielen.

Anschließend zeigte sich Gilmour verblüfft bis amüsiert, wie originalgetreu die australische Kopie wirkte: „Es ist seltsam, eine so akkurate Version deiner selbst auf einer Bühne zu erleben. Detailliert bis in die kleinste Note. Doch es gelingt ihnen auch noch, den eigenen Humor mit einfließen zu lassen. Wirklich sehr unterhaltsam.“

„Run Like Hell“ als einzige Zugabe erwies sich als kluge Wahl von virtuosen Musikern, die es wagten, eine Legende zu kopieren. Was jahrzehntelang verpönt war, beginnt sich langsam zu etablieren.

Die Band zum Geburtstag zu engagieren können wir uns nicht leisten, aber das Cover-Konzert dieser Truppe anschauen, wie es in 35 Ländern bereits mehr als 3 Millionen Zuschauer vor uns getan haben. Auch im nächsten Jahr werden sie Musiker wieder bei uns im Norden gastieren.