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Mario Barth: „Männer sind schuld, sagen die Frauen“

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Mario Barth kam zum 18. Mal nach Bremen, natürlich nur wegen der schönen Frauen. An beiden Veranstaltungstagen war die Arena ausverkauft, ein eher ungewöhnliches Hallenbild, die Ränge waren bis unter die Hallenkuppel besetzt. Da es einen erschwinglichen Ticketpreis und somit keine nummerierten Plätze gab, standen die Fans bereits am ersten Tag gegen 17 Uhr bis zum Hauptbahnhof in der Warteschlange.

Mit einem großartigen Bühnenbild, der U-Bahnstation „Kennste-Kennste-Allee“, einer ausgefeilten Licht- und Pyrotechnik lief die Show gut 2 Stunden mit einem ausgewogenem Match Frauen versus Männer.

Man erkannte in Mario einen stillen Beobachter, der seine täglichen Erfahrungen in der Beziehungs- und Freundeswelt genial in Sketche umsetzte. Seine Gesichtsmimik und Körperhaltung trug ein übriges dazu bei, als Gast ganz bei ihm zu sein.

Befürchtungen nur zwei Stunden mit Kennste, Kennste, Weeste, Weeste zugedichtet zu werden, bestätigen sich nicht. Dies überließ der Comedian seinem Ansager „Dieter“ aus dem Off.

Im Gegenteil, Mario Barth wird wie ein guter Wein mit zunehmenden Alter immer pointierter und kann sich mit seinem Publikum voll identifizieren. Es bestand von Anfang bis Ende der Show eine herzliche Verbindung zu den Menschen in der Halle, besonders zu den „Mäuschen“ und den „Losern“, die doch schon nach einem Jahr mit ihren „Mäuschen“ zusammen in eine gemeinsame Wohnung ziehen! „Verloren......keine E....mehr in der Hose!“ so Mario.

Mario lebt nun auch schon seit 15 Jahren mit seiner Freundin „The Brain“ zusammen, sie hat schließlich ein Diplom und hat studiert, er ist ja „nur“ Realschüler, kann halt nur Plus, Minus und Geteilt! Also hat er auch „immer schuld“ und lebt so ungefährlicher, wenn er es ihr gegenüber zugibt. Bis auf Kopfschmerzen am Morgen. Mit der versteckten Kamera hat er herausgefunden, dass er beim nächtlichen Schnarchen doch immer einen Schlag auf den Kopf von ihr bekommt. Am Anfang der Beziehung war es noch ein zartes Wachrütteln.

Auch eine Trennung musste Mario leider bekannt geben, sein bester Kumpel und Chantalle hatten sich getrennt. Er lebt nun mit Babsi, für Mario Barbara (denn nur gute Freunde sagen Babsi) zusammen. Babsi ist alleinerziehende Mutter. Sie legt Wert auf antiautoritäre Erziehung ihres siebenjährigen Sohnes David. Er darf alle Entscheidungen alleine treffen, dies nutzt Mario dann während eines gemeinsamen Babysitter-Fernsehabends reichlich aus, der Kleine hat die Entscheidung getroffen, das Kettensägenmassaker "The Saw" zu schauen.

Es gab auch eine mafiöse Verschwörungstheorie von Mario, von der Bundesregierung gedeckt. "Achten sie doch mal auf Bahnhöfen in Deutschland auf eine zerrupfte, einbeinige Taube". Sie werden auf jedem Hauptbahnhof eine entdecken. Ihr ist ein Bein von dem Paten „Don Pute“ abgehackt worden. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, die Taube ist der Verräter.

 

Mario gab den armen Männer aber doch noch einige Hinweise zum Telefonverhalten mit ihren Partnerinnen, sowie einige kleine Gemeinheiten, um sich das Leben in einer längeren Partnerschaft dann doch schön zu machen.

Spätestens bei seinen Erzählungen über seine Erlebnisse im Krankenhaus und des erlittenen Narkosetraumatas, und der anschließenden schlechten Rekonvaleszenz dank „The Brain“, hatte er das volle Mitleid von den anwesenden Frauen und Männern.

Diese Stunden waren eine gelungene Paartherapie mit dem großartigen Therapeuten Mario. Die Quintessenz aus der Show, mit einer großen Prise Humor, Selbstironie und Reflektion verstehen sich Frauen und Männer in einer Beziehung ein Leben lang.

Tipp von Mario zum Schluss an die Männer: „Und wenn ihr jetzt grinsend nach Hause fahrt, und das Handy eurer Frau im Kofferraum klingelt, sofort rechts ran fahren, ihre Hand nehmen und sagen: „Es war meine Schuld! Ich habe die Handtasche in den Kofferraum gelegt!“ Nur so hat man eine zufriedene Frau.

Tosender Applaus und Pfiffe waren der Lohn für den 41-järigen Comedian, der an diesem Abend mit Sicherheit neue Fans dazu gewonnen hat. Er bedankte sich mit einer Pyroshow zum Abschied, Vorsicht in den ersten beiden Reihen war geboten, da diese sehr dicht an der Bühne waren! Auch der Sound war im vorderen Innenraum etwas zu laut, da dass man manchmal die Pointe nicht verstand.

Auch in diesem Jahr startet Mario Barth und sein Team einen neuen Weltrekord. Am Pfingstwochenende tritt er mit einer großen Stadionshow an zwei Tagen im Olympiastadion Berlin auf. Der erste Tag ist bereits ausverkauft. Für den zweiten Tag, 08.06.2014, gibt es noch wenige Restkarten.

Für die Bremer gibt es Zwei-für-Eine-Karten unter: www.mario-barth.de/bremen.

Der Weltrekordversuch, 100.000 Zuschauer innerhalb von 24 Stunden während einer Stadioncomedyshow, wird die die letzte Stadionshow von Mario Barth sein. „Denn wenn es am Schönsten ist, soll man Schluss machen“, so Mario Barth. (AKa)