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Deichbrand 2014- Der 1. Tag

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Wanhöden, 17.07.2014 - Immer Donnerstags geht es los: Blechlawinen rollen ins sonst so idyllische Wanhöden bei Nordholz.

Es ist wieder Deichbrand-Festival und Donnerstag ist wie immer Warm-Up-Tag. Bei knapp 30 Grad eigentlich überflüssig. „Welcome to Rock-City“ prangt es von einem riesen Banner über dem Eingang. Staus sind normal, wenn 40.000 zu einem Veranstaltungsort kommen wollen.

Das große Verkehrschaos wie letztes Jahr blieb aber aus, als sich damals am Donnerstag lange Autoschlangen knapp 5 Kilometer bis nach Altenwalde stauten. Mag es daran liegen, das dieses Jahr in Niedersachsen noch keine Ferien sind und sich die Anreise auf mehrere Tage verteilte, weil viele Donnerstag noch nicht anreisen konnten. Vor der Eröffnung der Campingplätze standen die Besucher jedenfalls Schlange.

Das Füürpüüster-Zelt hatte gegen 17:00 Uhr geöffnet und füllte sich nur mäßig. Viele waren wohl noch mit Zelt aufbauen oder Getränkekauf beschäftigt oder vertilgten schon das erste kühle Bier. Es war bereits sehr warm und stickig in dem riesigen Zelt.

La Contianza“ eröffnet das Festival. Die erste Band, die wir fotografierten war „The Intersphere“, sie spielten eine Mischung aus Progressive, Indie und Alternative Rock. Gefolgt von Blackmail, einer deutschen Independent-Band. Die legten recht druckvoll los. Man merkt es ihnen an, dass sie live mit viel Freude und Routine zur Sache gehen

Mit Faun, eine deutsche Pagan-Folk-Gruppe aus Gräfelfing bei München kamen mittelalterliche Klänge ins Zelt, welches sich nun schon gut halb gefüllt hatte und sich somit auch immer mehr aufheizte. Um ihrer Naturverbundenheit Ausdruck zu verleihen, hat die Gruppe Faun für ihre Musik den Begriff „Paganfolk“ geprägt. Mittelalter-Rock auf alten Instrumenten, gerade die Abwechslung macht ja Deichbrand aus.

Härter wurde es mit dem ersten Headliner bei Deichbrand 2014 - „Die Apokalyptischen Reiter“, eine deutsche Metal-Band aus Weimar ihrem aktuellen Album „Tief. Tiefer“ im Gepäck.

 

Dieses integrieren sie auch gleich gelungen in ihr Set, ausgewogenen gemischt mit den alten Songs. Der Sprung über die Genregrenzen hinaus ist gelungen, wie man am Publikum deutlich erkennen konnte.

Viele probierten auch schon mal das Riesenrad aus, dass das erste Mal auf dem Deichbrand-Festival steht. Auch neu ist „Monkey Island, eine 11 Meter hohe Hüftburg von Pizza.de.

Besucher konnten dort ihren Spaß haben und wurden von vielen Mitarbeitern animiert. Etliche als Affen verkleidete Animateure toben mit den Festivalbesuchern herum. Wir trafen Steffen Berster, den Chef vor Ort. Er erklärte uns, wieso er Affen mit einem Pizza.de T-Shirt „betreut“.

Vor einigen Jahren hatte die Firma einen Event, bei der plötzlich drei Herren in Affenkostümen dazu gesellten und mit den anwesenden Besuchern herumtollten. So war die Idee gewonnen, dies als Werbestrategie zu nutzen. Später wurde noch die Hüftburg-Monkey Island entwickelt, in der man viel Spaß haben kann. Beim Verlassen der Location kann sich jeder der will, eine Banane und eine Affenmaske mitnehmen.

Es spielten noch einige weitere Bands wie z.B. Caliban, eine der wichtigsten Vertreter des deutschen Metalcore oder Always wanted War. Gegen Mitternacht war das Palastzelt und auch der Festivalplatz gut gefüllt. Am Freitag wird der Infield-Bereich geöffnet.