Großes Starterfeld beim Dobrock Turnier

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Wingst, 21.08.2015- Vom 20.- 23. August fand das 108. Dobrock-Reitturnier statt. Mit über 700 Reitern und 1.300 Pferden war das Teilnehmerfeld größer als im letzten Jahr. Da Pferde aller Zuchtgebiete für die Springprüfungen zugelassen sind, kamen viele der besten Springtalente Deutschlands zum Einsatz.

Anfänglich mussten noch alle Pferdetransporter mit großem Maschineneinsatz auf das aufgeweichte Gelände gezogen werden, da es die Tage vorher viel geregnet hatte.

Die Zuschauerresonanz war bereits am Freitag sehr groß, lag es auch am tollen Sommerwetter, was sich immer mehr einstellte und auch das ganze Wochenende so bleiben sollte. Bis zu den beiden Springen unter Flutlicht füllte sich das Areal um den Springplatz immer mehr. Wenig Beachtung fanden die Dressurprüfungen im Viereck, die im hinteren Bereich des Areals durchgeführt wurden.

Zwischendurch präsentierte sich die 24-er Quadrille der Unterelbeschen Reiterei. Generalbundesanwältin Prof. Monika Harms und Henry Böhack, Präsident des Vereins für Pferderennen auf dem Duhner Watt und ließen es sich nicht nehmen, ein paar Runden mitzufahren. Das Voltigierteam RFV Fredenbeck mit Mitgliedern im Alter von 12 bis 26 Jahren zeigte Höchstleistungen auf dem Pferd.

 

Die Akrobaten auf ihrem Pferd Wizaro gehören zur absoluten deutschen Spitzenklasse. Mit Athletik und Eleganz wußten die Akrobaten aus dem Kreis Stade zu begeistern. In einer Woche fahren sie zu den deutschen Meisterschaften.

26 Amazonen zeigten in einer S*-Springprüfung hochklassigen Springsport. Elf Paare blieben fehlerfrei und zogen ins Stechen ein, das die 25-jährige Carolina Sandoval aus Equador mit ihrem neunjährigen Hengst Siberius für sich mit einem Nullfehlerritt in 50,36 Sekunden entscheiden konnte. Mehr als eine halbe Sekunde war sie schneller als die Zweitplazierte. Eine Reiterin wurde von ihrem Pferd direkt vor der Barriere abgeworfen, blieb aber unverletzt.

Höhepunkt des Abends und Markenzeichen des Tuniers war wieder einmal das Mächtigkeitsspringen bei Flutlicht. Es begann mit gut halbstündiger Verzögerung. Neun Reiter stellten sich der besonderen Herausforderung, bei der ein Mauer-Hindernis von anfänglichen 1,60 Metern übersprungen werden musste. Es gab drei Sieger im vierten Stechen, die die Mauer bei 1,90 Metern Höhe ohne Probleme übersprangen: Jasper Kools mit Elvedo, Frederic Tillmann mit Lathago und Jan-Oliver Tödtmann mit Vacation teilten sich das Preisgeld.

Als das Publikum kurz vor Mitternacht den Heimweg antrat, hatte es einen guten Mix aus Show und Pferdesport gesehen. Auch an den Folgetagen gab es anwechslungsreiche Springprüfungen zu sehen. Unsere Bildergalerie gibt einen Eindruck vom Freitag des Turnieres wieder.