Ein Eisbrecher bei 30 Grad

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Nordholz/Wanhöden, 18.07.2015 – Am Festivalsamstag bei Deichbrand kam die Sonne wieder rechtszeitig heraus, nachdem es nachts geregnet hatte. Schon früh um 12:00 Uhr der erste Auftritt: God damn auf der Waterstage. Nachdem Feine Sahne Fischfilet die Bühne rockten und auch die letzten Langschläfer aus ihren Zelten krochen, kam Taymir aus den Niederlanden.

Dann war Bayerntag bei Deichbrand: Zunächst Eisbrecher, gefolgt von Emil Bulls und Schandmaul, alle waren für diesen Festivaltag aus dem Süden der Republik angereist.

Eisbrecher aus München brachte die neue deutsche Härte ins zu dem Zeitpunkt noch nicht sonderlich gefüllte Infield. Im Vordergrund stand nach wie vor Alexander „Alexx“ Wesselskys tiefe, charismatische Stimme, die an Rammstein erinnert. Er und Jochen Seibert alias Noel Pix verließen 2003 die von ihm gegründete Band Megaherz, um als Eisbrecher weiter zu machen. 2009 und 2012 war Eisbrecher schon einmal bei Deichbrand, 2015 war das sechste Album „Schock“ veröffentlicht worden.

Sicherlich grundsätzlich eine sehr nette Idee im Palastzelt paralell den Poetry Slam stattfinden zu lassen, doch leider donnern Eisbrecher auf der Fire-Stage so laut aus den Boxen, dass man im Zelt nur in den vordersten Reihen die Slammer verstehen kann. Dies Problem hatten wir letztes Jahr schon mal angesprochen und man hatte Abhilfe versprochen. Offensichtlich stellt es doch kein allzu großes Problem für die Veranstalter dar.

Als letzter Song wurde "Miststück" gespielt, ein Titel, den Alexx damals für Megaherz komponiert hat.

 

Alexx ließ es sich auch nicht nehmen, den Auftritt von Schandmaul direkt aus dem Infield anzuschauen. Er tarnte sich mit einer bayrischen Trachtenmütze.

Setlist:
1. Volle Kraft Voraus
2. So oder so
3. Antikörper
4. Willkommen im Nichts
5. Fehler machen Leute
6. 1000 Narben
7. Amok
8. Leider
9. Prototyp
10. Rot wie die Liebe
11. Vergissmeinnicht
12. This Is Deutsch
13. Eiszeit
14. Verrückt
15. Miststück