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Errorhead in der Musikhall

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Worpswede- Warum sollte man für einen Mann, der in Prag geboren wurde und Marcus Nepomuk Deml heißt, extra nach Worpswede fahren? Weil an diesem Abend Worpswede das Mekka für Gitarrenfreaks war.

Marcus Deml, Absolvent des renommierten Guitar Institute of Technologie Los Angeles, fiel zum ersten Mal unter dem Namen Errorhead 1998 als begnadeter Gitarrist auf. Und er spielte danach mit Saga, Nena, Simon Collins, das Rödelheim Hartreim Projekt, Snap, Rick Astley, Laith Al-Deen oder Grooveminister zusammen, die das Talent des Gitarristen zu schätzen wußten.

So tritt er auch dieses Jahr als Vorgruppe von Foreigner auf. Das amerikanische Magazin „Guitar Player" hat ihn vor einigen Jahren mit dem „Guitar Hero Award" ausgezeichnet und er gilt als einer der besten Gitarristen Deutschlands.

Leider war die Musikhall nicht ganz ausverkauft. Es wurde ja auch kein Mainstream gespielt. Aber immerhin war Errohead zum vierten Mal da, zur Open-Air Feier des 20 jährigen Bestehens der Musikhall am 26.07.2014 wird er wieder in Worpswede sein.

Einige Zuschauer, die die Gruppe schon kennen, waren erstaunt, einen neuen Sänger zu sehen. Andrew Gräser ist raus, Karsten Stiers drin. Errorhead begannen sowieso als reine Instrumental-Truppe, die mit dem Gitarren-Magier Deml, Basslegende Frank Itt und dem griechischen Schlagzeuger Zacky Tsoukas glänzend besetzt war, bis sie sich entschieden, mit einem Sänger aufzurüsten. Karsten Stiers war sichtlich aufgeregt, sein Gesang war anfangs zu leise ausgepegelt, so das er mit seiner Stimme nicht durchkam.

 
Nach einen Lied war der Missstand aber beseitigt und man kann die Gruppe nur zur Wahl des neuen Sängers beglückwünschen. Er gab alles, schwitze, schrie, kam in ungeahnte Höhen und war ständig in Bewegung.

An dem Abend wurden Titel ihres neuen Albums "Evolution" aber auch ältere Stücke gespielt. Man hörte amerikanisch geprägten harten Gitarrenrock mit Einschlüssen aus Blues, Funk und Pop. Deml holte alles aus seiner sichtlich abgenutzen Lieblingsgitarre heraus, so waren auch Laserkanonen ähnlich eines Videospieles, eine Polizeisirene oder „Freude schöner Götterfunken“ auf seinem Instrument zu hören.

Frank Itt spielte ein langes Bassolo, Zacky Tsoukas übertrumpfte ihn mit seinem Solo am Schlagzeug. Errorhead konnte an diesem Abend das Publikum voll überzeugen. Wer die Band noch nicht gesehen hat, kann es wie gesagt im Juli nachholen.