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Frida Gold im Aladin Bremen

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Bremen – Zum Abschluß der Tour "Liebe ist meine Rebellion" kam Frida Gold am 12.04.2014 in die Aladin Music Hall nach Bremen-Hemelingen. Es war zuerst im Schlachthof angekündigt, wurde aber wegen der großen Nachfrage ins Aladin verlegt.

Der noch unbekannte Wahlberliner LIAM durfte im Rahmen der Tour von Frida Gold als Supportact auftreten. Er bot schöne Lieder, die etwas nach Coldplay klingen, aber in deutsch gesungen werden. Der Bekanntheitsgrad von LIAM ist noch relativ gering, darum bat er die Zuhörer seine Facebookseite zu liken, um die tausender Grenze zu knacken. Das konnte er bereits am Folgetag nach dem Konzert verbuchen. Das Debütalbum soll dieses Jahr erscheinen.

Nach längerer Umbauphase, irgendwie gab es wohl Probleme mit einem Laptop auf der Bühne, trat gegen 21:00 Uhr die Frontfrau Alina Süggeler von hinten auf das in Nebel getauchte Podest.

Mit powerhaltiger Musik legten die Band gleich los. Mit „Rausch der Gezeiten“ und „Himmelblau“ war sofort das Eis der Zuschauer gebrochen. Das Bühnenoutfit von Frida Gold war an den Streetstyle angelegt. Ein langärmliges Shirt und eine zu große, schlabbrige Lederhose, die sich nicht entscheiden konnte, ob sie doch lieber ein Rock sein wollte. Bei Deichbrand im letzten Jahr hatte sie noch ein knapperes Outfit gewählt. Auch sind seitdem die Haare gewachsen, zumindest auf einer Seite. Aber man war ja hauptsächlich wegen der Musik hier, sagten die etwas in der Minderheit anwesenden Männer. Dem wie immer charismatischem Auftreten der Künstlerin schadete das Outfit jedenfalls nicht.

Als dritter Song kam „Liebe ist meine Religion“, der Titelsong des aktuellen Albums. Die Fans sangen eifrig mit, was den weiteren Verlauf des Konzerts auch bestimmte. Viele Fans waren sehr textsicher.

 

In Textpassagen zwischen den Songs erklärte Alina die Entstehung der einzelnen Lieder. Der Gitarrist mit dem unverwechselbaren Gesicht, Andreas "Andi" Weizel, begab sich unter dem Schutz der Security direkt mitten in die Zuschauermenge.

Von der Bühne aus kommend bahnte sich Alina ebenfalls ihren Weg durch die Fans. Beide performten dann ohne den Rest der Band „ Ich atme“. Der minutenlange Zuschauerchor antwortete nach Alinas „Ich atme“ mit „weiter, weiter, weiter“. Als Alina wieder auf der Bühne stand, bedankte sie sich für das Mitsingen.


Hits wie „6 Billionen“, „Wovon wir träumen“, „Im nächsten Leben“ oder „Zeig mir wie du tanzt“ waren ebenfalls auf der Setlist. Egal wie viel gesprungen wurde, ihr Atemvolumen schien davon keine Notiz zu nehmen. Die hohe Professionalität der 28-jährigen Bochumer Künstlerin merkte man gesanglich insbesondere in den ruhigen Passagen.

Nach anderthalb Stunden wurden noch drei Zugaben gegeben. Und wieder sang und tanzte das Publikum mit.