Match – die neue Artistenshow im GOP

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Bremen-(Aka) Aus Kanada kommt die neue, junge und energiereiche Show Match in die Bremer Überseestadt. Die Freude, das Leuchten in den Augen und der Stolz auf seine gerade erst entstandene Künstlerfamilie ist dem Regisseur Anthony Venisse auf der Pressepremiere anzumerken.

Betont er doch, dass es ohne diesen Zusammenhalt der kleinen Einheit von 9 individuellen Künstlern die Show nicht funktionieren kann. Es ist eine gegenseitige Unterstützung, wie z.B. kleine Hilfestellung hinter der Bühne oder auch die Absicherung eines Akrobaten auf der Bühne.

Anthony Venisse haben viele Bremer schon in der letzten Show Plüfolie ins Herz geschlossen, doch da stand er noch als sympathischer Clown zusammen mit seiner „trampeligen“ Schwester auf der Bühne. Zusammen mit Kreativdirektor Werner Buss stellte er in Montreal hochwertige Artistendarbietungen auf die Beine, darunter auch wieder Preisträger z. B. die Silbermedaille beim Festival SOLyCIRCO, Camille Tremblay für ihre Handstandakrobatik.

Angekündigt wurde ein „Schnick-Schnack-Schnuck“ der Artisten, also ein MATCH, das sollte ein Wettkampf und Vergleichen der Künstler werden. Dies wurde aber erst im zweiten Teil der Show ein wenig deutlicher. Durch die Show moderierte ein Clown, welcher zuletzt direkt in New York City auf er Bühne stand, Dimitri Hatton. Er gibt hier auf der GOP Bühne in Bremen sein Deutschlanddebüt.

Dieses beginnt er großartig als Dirigent mit Maestroattitüde der Bremer Philaharmonikern. Sein Kampf mit dem Mikrofonständer und Entschuldigungen bei Nils, dem Tontechniker, beanspruchten die Lachmuskeln der Zuschauer. Und das zwei Leitern im Haushalt sehr gefährlich sein können, wissen auch die Fensterputzer unter uns. 8 Artisten, 6 muskulöse junge Herren, sowie 2 durchtrainierte junge Frauen treten zu einem waghalsigen, aber auch anmutigen und emotionalen Wettkampf an. Sie kommen aus Kanada, der Schweiz und Frankreich.

Ein Hauch von Vergleich und Wettkampf liegt bei Pierre-Antoine Chastang und Mathieu Cloutier in der Luft, die sich mit dem Cyr in immer schneller drehenden Kreisen einen Wettkampf liefern, wer wohl am dichtesten mit der Nase über dem Bühnenboden rotiert. Mathieu gibt in einer späteren Nummer auch noch ein brilliantes Gitarrensolo zu Besten – im zweiten Teil der Show präsentiert er eine rasante Diabolojonglage. Erstaunlich – wollte der Kanadier doch eigentlich Hockey-Profi werden.

An den Strapaten brilliert diesmal ein muskulöser junger Mann, Jérome Sordillon, die Schwerkraft scheint es bei ihm nicht zu geben. Er schreitet mühelos in der Waagerechten zur Bühnendecke empor – um sich dann atemberaubend wieder bis zum Boden hinabfallen zu lassen. Verdienterweise bekam er für diese Darbietung 2014 in Paris die Bronzemedaille beim Cirque de Demain.

 

Der Kleinste der Artisten mit geschätzten 1,50 m Größe, William Jutras, entwickelte sich schnell zum Publikumsliebling. So gab er in seiner Hula Hoop Nummer überzeugend den kleinen Despoten, der von vier Muskelmänner nach bester, höfischer Rokkokomanier umtänzelt wurde. Im zweiten Teil der Show wurde er von seinem Partner Mathias Reymond bei den Ikarischen Spielen durch die Luft geschleudert, gedreht und mit den Füßen wieder aufgefangen. Dies zeigte ein Höchstmaß an Präzision und ein eingespieltes Team.

Félix Pouliot erinnert ein wenig an Michael Jackson während seiner hochakrobatischen Darbietung an der Vertikalstange, mehr als einmal lässt er sich mit rasender Geschwindigkeit, aber sehr lässig bis kurz vor dem Bühnenboden fallen, man sieht den Staub am Boden aufwirbeln, aber Pouliot zuckt nicht einmal mit den Wimpern. Im Zuschauerraum können einige Gäste die Spannung nicht ertragen, sie schauen nicht zur Bühne.

Ein besonderes Pianostück im Handstand gespielt von Camille Tremblay verzauberte das Bremer Publikum, wie einfach ist da doch eine „normale Klaviersstunde“.

Der Höhepunkt des Match-Showabends ist aber das Duo eMotion – Morgane Tisserand und Pierre-Antoine Chastang. Die beiden jungen Artisten zeigen ihr großes Können bei einer scheinbar schwerelosen, atemberaubenden Trapeznummer. Sie wird nur unterbrochen durch eine berührende Balletteinlage am Boden, nur um danach wieder unter den GOP-Varieté-Bühnenhimmel zu steigen. Absolutes Vertrauen gehört für diese Bühnenprofis dazu, sind sie oft nur durch eine Hand und einen Fuß miteinander verbunden, dies in für den Laien schwindelerregender Höhe an einem Trapez, zum großen Teil ohne Sicherung. - ein einzigartiger Tanz mit Anmut und Weltklasse.

Die Show „Match“ wird noch bis zum 10. Mai 2015 gespielt. Unter anderem sind auch spezielle Osterarrangements vorgesehen. Wie immer können sie alle Termine, Ticketinformationen usw. auf der Internetseite des GOP Bremen einsehen. Gerne hilft ihnen auch das freundliche und sympathische Team vor Ort weiter. Bei einem netten Spaziergang an der Schlachte ist man nur ein paar Schritte vom GOP. Bremen in der Überseestadt entfernt.