Museum für Völkerkunde Hamburg

Zur Bildergalerie

Hamburg- Das Museum für Völkerkunde wurde 1879 in Hamburg gegründet und zählt heute zu den größten Völkerkundemuseen in Europa. Das Gebäude in der Architektur des späten Jugendstils liegt an der Rothenbaumchaussee im Bezirk Eimsbüttel.

Indianische Tipis, ein traditionelles Haus der Maori und Goldschätze der Inka: Mithilfe der seit weit über einem Jahrhundert zusammengetragenen rund 600.000 Objekte und Dokumente werden im Museum für Völkerkunde Geschichten erzählt und fremde Lebenswelten gezeigt. Gesammelt werden aussagekräftige, kulturtypische Originale, wobei das Typische hauptsächlich durch die Qualitätskriterien der jeweiligen Kultur bestimmt wird. Das systematische Anlegen von Sammlungen gehörte schon von Beginn an zu den Grundaufgaben des Museums. Im Laufe der Geschichte sind so ganz unterschiedliche Sammlungen aus den verschiedensten Gegenden mit den unterschiedlichsten Zusammensetzungen und Hintergründen angelegt worden.

Über 90 Prozent des gesamten Museumsbestandes wie Objekte, Fotos, Filme und Tondokumente lagert in den für Besucher nicht erreichbaren Archiven.

Das Völkerkundemuseum versteht sich als „Dach für alle Kulturen“. Traditionell werden alljährlich wiederkehrende Feste gefeiert, etwa das japanische Mädchenfest oder das Lateinamerikafestival.

Auf rund 5.200 Quadratmetern Fläche werden immer wieder wechselnde Sonderausstellungen sowie für einen längeren Zeitraum konzipierte Dauerausstellungen gezeigt, darunter Sammlungen mit Kunstschätzen der Inka und Maya sowie aus der Alten Ägypter. Außerdem sind bedeutende Stücke der afrikanischen Kunst zu sehen sowie Exponate aus Bali und der Südsee. Insgesamt zwei Märkte präsentiert das Museum für Völkerkunde im Laufe eines Jahres.

 

So gibt es den Ostermarkt und den „Markt der Völker“ in der Vorweihnachtszeit. Regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen sind ebenfalls das portugiesische Kulturfestival „Arraial portugues“ im Juni oder das japanische Mädchenfest „Hina Matsuri“ im März.

Mit 103.000 Besuchern hatte das Museum für Völkerkunde im Jahr 2015 einen erheblichen Rückgang verzeichnen müssen, 2016 sank die Besucherzahl sogar erstmals unter 100.000. Die Dauerausstellung sind in wesentlichen Teilen von der Darstellung her nicht mehr zeitgemäß und dringend überholungsbedürftig. Essen kann man im Restaurant “Okzident” vor allem Speisen aus dem abendländischen Raum. Ganz in der Nähe gibt es eine Cafe-Bar.

Anfahrt: Bus: Linie 115, Haltestelle Hallerstraße, Linie 109, Haltestelle Böttgerstraße
U-Bahn: Linie U1, Haltestelle Hallerstraße
S-Bahn: Linien S11/S21/S31, Haltestelle Dammtor
Schnellbus 34

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr.