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Hamburg - Tanzende Türme

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Die tanzenden Türme sind zwei Hochhäuser mit geknickter Fassadenkonstruktion, die am östlichen Eingang zur Reeperbahn stehen. Das Gebäude wurde 2012 fertiggestellt und bietet unter anderem zwei interessante Lokalitäten, die wir hier erwähnen wollen.

Direkt unter den Türmen befinden sich ausreichend Parkmöglichkeiten. Zum „Nachttarif“ verteuert sich der Preis um das Doppelte.

In der 23. und 24. Etage und damit etwa 105 Meter über Elbniveau wurde im Oktober 2013 Hamburgs höchstes Restaurant namens "Clouds" mit Bar und 235 m² Dachterrasse für insgesamt bis zu 350 Gäste eröffnet. Das gehobene Restaurant bietet einen einmaligen Blick über Hamburgs Innenstadt. An kälteren Tagen wird die Dachterrasse durch Strahler beheizt und Decken liegen auf bequemen Ledersesseln bereit. Auch die Toilettenbenutzung mit freiem Blick auf die Stadt ist ein Erlebnis.

Zum anderen Ende des Komplexes: In den Keller. Dort befindet sich der Mojo-Club. Der Weg dort hin hat 46 Stufen. Die Räume liegen tief unter der Erde. In den Bürgersteig neben den tanzenden Türmen sind zwei riesige Betondeckel eingelassen die hydraulisch hochgeklappt werden und dann den Eingang zum Club freigeben.

Ist man erst mal unten, stellt sich dem Erstbesucher die Frage: Wo geht es weiter? Unverputzte Betonwände, Hinweisschilder gibt es nicht, dafür viele Türen. Alles in retrofuturistischem Design.

 

Eine weitere, gut versteckte Treppe hinab gelangt man auf den 800-Leute-Saal. Über zwei Etagen erstreckt sich der eindrucksvolle, große runde Saal, der einen schwimmend gelagerten Boden aus geölten Multiplexplatten, eine große 70 Quadratmeter Bühne und für Zuschauer eine geschwungene Empore bietet. Der Klang ist basslastig und warm, es gibt weder Leuchtreklamen noch grelle Lichtquellen, zwei Barbereiche sind unauffällig in Nischen untergebracht. Auch hier gibt es keine Schilder oder Logos, sogar die Etiketten der Getränkeflaschen kann man in den dunklen Nischen kaum sehen. Nichts soll von der Musik ablenken.

Leider kann es während des Abends sehr warm werden. Das Belüftungssystem sollte verbessert werden. Und auch hier das Thema Toiletten: Da bei Konzerten immer bei den Frauen eine Schlange und bei den Herren die Kabinen leer stehen, gibt es Unisex-Toiletten.