Auf Klassentreffen

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Cuxhaven, 19.09.2015- Nachdem „Das Klassentreffen“ am Anfang des Jahres in den Hapag-Hallen Premiere hatte, gab es in diesem Jahr bereits die zweite Ausgabe. Diesmal in der Kleinkunstbühne Cuxhaven, die sich unserer Meinung nach für solche Events sehr gut eignet. Die Bühnenausleuchtung war leider unter fotografischen Aspekten insbesondere beim zweiten Act recht schlecht.

Zwei Bands waren dieses Mal am Start, die Gothic Rock/Melodic Metal-Band Immortal Sin aus Cuxhaven und MessengeR aus Neunkirchen im Saarland (wichtig das große R am Schluss, da es noch eine weitere gleichnamige Band gibt).

Mit etwas Verspätung kam Immortal Sin auf die Bühne. Die 2006 gegründete Band ist in Cuxhaven nicht unbekannt, zumal sie bereits zweimal bei Deichbrand gespielt haben. 2015 traten sie auch beim Baltic Open Air auf. Sie waren als Lokalmatador die heimlichen Headliner des Abends.

Die 7 Künstler überzeugten mit Liedern wie „Tanz mit mir“ oder „ Dies Numerati Sunt“. Wer sich den Text nicht merken konnte, las ihn einfach vom Dekoltee von Ann-Christin Lischer ab, die im Wechsel mit Christian Schütt die gesanglichen Parts übernahm. Bassist Sven Kaltenborn sang solo zu „Headbangers Hymn“, ein Lied das in „Wacken beim Kacken“ entstand, so Schütt.

Viele Titel des aktuellen Albums Tiefenrausch wurden präsentiert. Mal ein Lied auf Plattdeutsch, mal eins im Wickingerstyle, die Band ist erfrischend vielfältig. In der 40minütigen Pause nach dem Gig blieb genug Zeit zu Konversation- schließlich war es ja ein Klassentreffen.

 

Die Weltraumpriraten von MessengeR enterten dann die Stage. Dr. H.P. Strauss kam mit langem Mantel und Augenklappe, Sänger Francis Blake war auch mal in Zwiegespräch mit seinem Totenkopf. Songs vom neuen Album „Starwolf“ waren auch dabei. Blake und Gitarrist Pyro Jack sprangen am Anfang ihres Auftrittes von der Bühne und mischten sich ins Publikum.


Deutscher Gothic-Rock: Immortal Sin

Die Band hatte bereits internationale Auftritte und war auch schon große Bühnen gewohnt, schade das viele Zuschauer nach dem Auftritt von Immortal Sin offensichtlich schon abgewandert waren.

Cuxhaven bleibt ein schwieriges Pflaster für engagierte Musikevents. Wir hätten uns mehr Publikumsinteresse an diesem guten Event gewünscht und hoffen, das die Konzertreihe weiterführt wird und zu einer weiteren musikalischen Bereicherung in Cuxhaven beträgt.