Lalelu feiert Jubiäum

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Cuxhaven, 25.01.2016 – Lalelu ist nun schon seit über 20 Jahren unterwegs und führt ihre a Cappella-Comedy auf. Es hat nichts mit dem Schlaflied Lalelu zu tun, es ist ein Mix aus Gesang und Komik, Show und Parodie, Pop und Klassik. Damit begeisterten sie auch an diesem Abend das bis auf den letzten Platz ausverkaufte Stadttheater Cuxhaven zum fünften Mal. Sie feierten auch hier ihre mittlerweile schon lang andauernde 20. Geburtstagsparty.

Aktuelle Besetzung ist derzeit Jan Melzer, Frank Valet, die in Finnland geborene Sanna Nyman und Tobias Hanf. 1994 wurde die Gruppe von Tobi und Jan mit zwei Kommilitonen an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater die Band gegründet. Seit der Gründung sind bereits 12 abendfüllende Programme entstanden.

Ob Enrique Iglesias, Herbert Grönemeyer, Angela Merkel, AC/ DC oder Jogi Löw: LaLeLu ist nichts zu hoch, kein Niveau zu niedrig und kein Ton zu schwer. Ein einzigartiger Mix aus Gesang und Komik, Show und Parodie, Pop, Rap und Klassik und dem Besten aus ihren Programmen wurde dem Cuxhavener Publikum geboten.

Jedes der vier aktuellen Mitglieder beherrscht ein Instrument – Valet Schlagzeug, Nyman Geige, Melzer Saxofon und Hanf Querflöte.

Zunächst betraten die Vier als Mönche verkleidet die Bühne und performten ihr erstes Lied. Schon bei Glenn Millers „Pennsylvania 6 500“ wurde jazzig klar, welches Potential in der Vierertruppe steckt. Kontrabass, Schlagzeug, Trompete und Gitarre wurden durch Stimmbandakobatik ersetzt. Dann durfte Melzer (mit Wollmütze und Spiegelsonnenbrille) als Enrique Iglesias auch beim Jubiläum auf die Bühne schleichen und sein Lied „Ich kann auch nicht fahren, Babe“ vortragen.

Frank erklärte, das hinter dem schwarzen Bühnenvorhang ein Jubiläumsmahl aufgebaut wurde und alle Zuschauer nach der Show eingeladen werden, daran teil zu haben. „Wer es noch nicht weiß, hinter dem Vorhang befindet sich ein Kronsaal“ flunkerte er.

Vorbereitet wurde das Mahl von ihrer spanischen Köchin, die sich als sächsiche Mandy (Sanne) entpuppte. Im neuen Lied "Bratwurst Buletten und Bier (bringen die Liebe zu Dir)" schwärmte sie vom spanischen Kochkurs.

 

Zwischendurch mal ein Lied über den fliegenden Grünkernbratling und ein Lied vom Siebenbürgener Ureinwohner mit der abgedunkelten Oberlippenwarze (Maffay) „Und es war Sommer“. Solo setzte Tobias Hanf mit linguistisch-semantisch-verbalen Betrachtungen noch comedy-mäßig einen drauf. Beim Liebeslied in rotem Licht, „When I fall in love“, wurden alle Stimmkontraste des Quartetts ausgereizt.

Es folgte die Geschichte des Florian Clüver, ein Star aus den Achtzigern, der sein Comeback feierte. Um ihm seinen ersten Auftritt zu erleichtern, wurden in der 1. Reihe Blumen, BHs und Unterhosen verteilt, die die Zuschauer ihm überreichen sollten. Frank: „Und nicht vergessen, erst die Rose, dann die Hose!“ Und so bekam der mit Lederhose bekleiderte „Clüver“ zunächst die Rosen und dann wurde ihm nach seinem Playback-Lied die Unterwäsche zugeworfen.

Und Hanf lässt mit seiner variablen Bassstimme und seinen 20 Parodien von Prominenten zum Thema "20 Jahre LaLeLu" so manchen Solokünstler alt aussehen und brachte die Besucher schon vor dem Finale zum Trampeln. Auch gab es wieder die Percussion-Nummer auf vier Rollkoffern, eine Parodie auf die Show "Stomp". Dieses auch in Erinnerung, dass sie mit der wichtigen Liebe zur Musik bei gut 120 Auftritten jährlich aus dem Koffer leben.

Wer bis jetzt noch kein LaLeLu-Fan war, dürfte es spätestens nach dem zweiten Teil der Jubiläums-Show geworden sein. Das letzte Lied "Umbala" war eine afrikanische Weise und gehört seit Jahren zum Repertoire der Truppe.Der Saal kochte, lachte und das Quartett bekam lang anhaltenden Applaus für das fast dreistündigen Best-of aus zwei Jahrzehnten.