VORCHECKING: Frische und unabhängige CD-Kritiken zu aktuellen Alben
FJØRT - „Couleur“
Die drei Herren haben wieder einmal ein sehr gelungenes Album produziert. Alles in allem ist dieses Album ein weiterer Beweis dafür, dass deutscher Post-Hardcore noch immer präsent und schwerst aktiv ist.
TIM NEUHAUS- „Pose I + II“
Auf seinem dritten Album hat der Hagener Multiinstrumentalist fast jedes Instrument selbst eingespielt. Ein gefühlvolles, tiefgründiges Album voll sanfter, aber auch schräger Töne.
Fortuna Ehrenfeld - „Hey Sexy“
Martin Bechler ist nicht nur ein außerordentliches kompositorisches Talent, sondern auch einer der eindrucksvollsten deutschen Texter, der in letzter Zeit von sich reden machte. Ein melancholisch anmutendes Album, genau richtig für regnerische Tage voller Wehmut.
Rummelsnuff- "Rummelsnuff & Asbach"
Der gewaltige Muskelprotz von einem Rummelsnuff hat mich persönlich vor dieser Rezension nur peripher tangiert, doch das hat sich definitiv geändert. Das Album hat mich auf Grund der sehr guten Lyrics und der generellen Aufmachung und Stilistik der Künstler von Anfang an in seinen Bann gezogen. Die Texte könnten als Gedichte veröffentlicht werden.
Cold Reading - „Sojourner“
Gregor: "Schon lange habe ich keine „Emo“-Band gehört die mir so gut gefallen hat. Für meinen Geschmack ist es sehr gut gemachter Emo-Indie-Rock, jedoch nichts was ich täglich hören könnte. Daher gibt es von mir 6 von 10 Punkten."
Roddy Woomble (of Idlewild) – „The Deluder“
Das Album ist sehr schön strukturiert und löst nicht nur Melancholie sondern auch eine gewisse Art der Zufriedenheit beim Hörer aus. Der Idlewild-Frontmann zeigt hier, dass er sein Handwerk in den vier Jahren nicht verlernt hat. Definitiv ein musikalisch sehr hochwertiges Album, jedoch nicht jeder vertieft sich gerne in solch schwermütige Materie.
Pale | Seas: ‚Stargazing For Beginners‘
Dieses Album weist eine durchaus hohe Qualität auf. Dem ungeduldigen Hörer mag das Klagerlebnis schon nach kurzer Zeit eher eintönig erscheinen. Durchaus empfehlenswert besonders als Gesamtkonzept betrachtet, musikalisch nicht der ganz große Wurf.
Kevin Devine - „We Are Who We`ve Always Been“
Wundervolle Melodien, tiefgründige Texte, unaufdringliche Hits. Eine wundervolle Platte, die jedem ans Herz gelegt werden kann, der Musik mag, zu der man seine Gedanken schweifen lassen kann.
Nordic Giants: Amplify Human Vibration
Die Nordic Giants beeindrucken auf den Bühnen der Welt mit ihren cineastischen Künsten, können aber durchaus auch nur mit ihrer Musik beeindruckendes leisten. Nicht zu empfehlen für Menschen die motivierende, schnelle, basslastige Musik bevorzugen.
MAKTHAVERSKAN - III
Der Bandname macht neugierig. Die Platte hätte richtig gut sein können. In geringen Dosen, sprich einzelnen Songs, ist die Platte auch gut genießbar, in ihrer Gesamtheit leider von allem zuviel des Guten und es wird anstrengend.