VORCHECKING: Frische und unabhängige CD-Kritiken zu aktuellen Alben
THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA: "Sometimes the world ain`t enough“
Ich hatte noch kein Album der Band in der Hand bei welchem mir nicht mindestens ein Song gefallen hätte. Diesmal ist es “Speedwagon”, welcher schon öfters in meinem Auto in Dauerschleife lief. Ich bin immer wieder von der Flexibilität von D`Angelo überrascht. Meinen größten Respekt dafür!
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THE RUBENS: "Lo La Ru"
Rhythmisch hier und da etwas mager, dafür melodisch gesehen sehr fein und durchdacht. The Rubens haben sich zwar stilistisch nicht sehr verändert, doch zeigen sich die kleinen Veränderungen als sehr vielversprechend. Die Kooperation ist ein wirklich herzberührendes Duett, welches eine schöne neue Seite der Band zeigt. Rock bei der Genrebezeichnung sollten sie weglassen.
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IN MY DAYS: "Dream Out Loud"
Ein Album, das besten modernen deutschen Pop bietet und somit gewisslich ein erbauliches Werk für jeden Freund dieses Genres darstellt. Dennoch muss natürlich angemerkt werden, dass dem besonders anspruchsvollem Hörer die Musik manchesmal – wie es bei Populärmusik ja schon immer der Fall war – etwas zu beliebig, zu seicht oder gar zu konturlos erscheinen mag.
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RIVER WHYESS: "Kindness, A Rebel
Ein hervorragendes Album, das sowohl von musikalischer Experimentierfreude und Spaß am Musizieren selbst, aber auch von tiefer Nachdenklichkeit zeugt. Die Musik ist einnehmend, sowohl in ihrer sanften Schlichtheit, als auch in den etwas unorthodoxeren Momenten. Die Texte sind durchdacht, kritisch, niemals übertrieben oder in irgendeine Richtung politisch motiviert.
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GRANADA: "Ge Bitte"
Es handelt sich in meinen Augen um eine weitere Pop-Band aus Österreich, welche mit Mundart-Charme punkten will und in Wahrheit altbekannte Ryhtmen und Melodien wieder aufwärmt. Die vorhin erwähnte Tiefsinnigkeit, welche dem Austropop meist eigen ist, wird hier durch Leichtfüßigkeit ersetzt. Trotz alle den Kritikpunkten ist das Album dennoch gut produziert,
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PETAL: "Magic Gone"
Kiley Lotz ist das einzig permanente Mitglied der Band, die sich ansonsten aus wechselnden Musikern zusammensetzt. Ein angenehmes, unaufdringliches und doch nahegehendes Album. Poppig und doch auch rockig, mit unzähligen Post-Punk Elementen und interessanten Texten. Die New York Times feiert Lotz als eine der aktuell „besten Songwriterinnen der Rockmusik“.
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THE ALARM: "Equals"
‚Equals‘ ist eine beeindruckende Kollektion von elf Songs, die eine Art der Rückbesinnung auf alte Werte und eine Reflexion der schweren Zeit darstellen, welche Mike und seine Frau in den letzten Jahren durchmachen mussten. Bewegend und ergreifend wirkt dieses Album oft, manchmal aber unterhält es auch einfach nur und versüßt dem Hörer die Zeit.
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MILLIARDEN: "Berlin"
Mit Milliarden verhält es sich ein wenig wie mit Berlin selbst, man wäre gerne arm aber sexy, im Endeffekt ist man durch viele Baustellen eher weniger sexy als man gerne wäre. Keine Baustelle ist der Gesang von Ben Hartmann, seine raue Stimme klingt teilweise ähnlich wie Rio Reiser. Kleine Baustellen liefern Melodie und Texte, sie klingen mir manchmal zu beliebig.
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ASYLUMS: "Alien Human Emotions"
Atmosphärischer Dichte, vehementer Rasanz, kantigen Riffs, aber auch ruhigen Tönen. Zuweilen von schmutzigem Klang, dann wieder nahezu lieblich, bietet ‚Alien Human Emotions‘ eine Fülle an musikalischer Abwechslung, und ist im Ganzen genommen ein sehr solides Beispiel für die besten Seiten des Alternative Genres der momentanen Zeit.
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ABAY: "Love and Distortion"
Fesselnde Melodien, interessante Klangfolgen und über allem eine geradezu ekstatisch anmutende, zuweilen nachgerade engelhafte Stimme, die gleichsam zu klagen und zu frohlocken scheint, zu flehen und zu trösten. Dieses Album ist gewisslich etwas Besonderes, vielleicht nicht unbedingt das Richtige für jede Stimmung, doch unzweifelhaft des mehrmaligen Hörens wert.
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