Silbermond mit ihrer "Himmel auf" Tour in der ÖVB-Halle Bremen

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Bremen – Es war ein rundum gelungenes "Silbermond"-Konzert. Als Vorgruppe waren Tom Lüneburger, mit dem die Frontfrau das Lied „We are one“ veröffentlicht hat, sowie die lokale Newcomerband als zweite Vorgruppe gut gewählt. In jeder Stadt lassen die Musiker eine andere lokale Band im Vorprogramm auftreten. In Bremen ist die Wahl auf „Casting Louis“ aus Achim gefallen. Beide Vorgruppen gegeisterten durch Stimme und musikalisches Können. Die Bremer Stadthalle war mit rund 6000 Zuschauern gut gefüllt und bestens gelaunt.

Dann beginnt das Konzert mit einer spektakulären Videoprojektion auf einem durchsichtigen Vorhang vor der großen Bühne, dahinter erkennt man die Silhouetten der vier Bandmitglieder. Als dann der Vorhang fällt, jubelt die Menge. „Schönen guten Abend, Bremen! Schön, dass Ihr da seid!“, begrüßt Frontfrau Stefanie Kloß das Publikum.

Anlässlich ihres vierten Studioalbums „Himmel auf“ tourt „Silbermond“ seit Ende November durch 19 deutsche Städte. Zum ersten Mal tritt die Band dabei in großen Hallen auf, die mehrere tausend Leute fassen. Umso bemerkenswerter, dass es der sympathischen Band trotzdem gelingt, eine intime Atmosphäre zu schaffen und ihren Fans ganz nah zu sein. Das liegt natürlich auch an der persönlichen Ausstrahlung der Bandmitglieder ohne Staralüren. Mal spielen die Musiker auf einem Podest in der Mitte des Publikums und erzählt persönliches von ihr und der Beziehung zur Mutter.

 

Dann tauchen der Gitarrist Thomas Stolle und der Bassist Johannes Stolle mit ihren Instrumenten plötzlich oben in den seitlichen Zuschauerrängen auf, während Stefanie Kloß ins Publikum springt und sich von ihren Fans auf Händen zurück zur großen Bühne tragen lässt.

Die Sängerin stand plötzlich im Werder-Trikot vor dem Publikum. Sie hat noch eine Wettschuld von ihrem Geheimkonzert auf der Norderneyfähre (wir berichteten in unserer Page davon) einzulösen. Es hielt vor dem Konzert im Sommer nämlich ein Werder-Bus auf der Fähre und die Bundesligaspieler stiegen aus, die auf Norderney ihr Trainingslager hatten. Die 28-jährige Frontfrau bekam ein Werder-Trikot geschenkt, dafür mußte sie bei ihrem Auftritt in der ÖVB-Arena das Werderlied singen. Ganz allein muss sie allerdings nicht singen, denn die vielen tausend Zuschauer unterstützen die sichtlich nervöse Kloß, die von einem Spickzettel ablas, lauthals.

„Silbermond“ spielt einige Songs vom neuen Album, aber auch altbekannte Lieder wie „Symphonie“, „Durch die Nacht“ oder „Irgendwas bleibt“ waren mit dabei. Ihre Bühnenshow für die „Himmel-auf“-Tour mit großen flexiblem Videoleinwänden hat die Band offensichtlich gut durchdacht und auf die Inhalte der Lieder bestens abgepasst. Eine rund 50-köpfige Crew reist mit der Band und sorgt für Licht, Ton und Bühnenaufbauten. Mit fünf Trucks und drei Bussen geht es quer durch Deutschland.

Der grandiose Auftritt geht nach zwei Stunden schließlich mit mehreren Zugaben zu Ende. Und als Stefanie Kloß zum letzten Lied, „Krieger des Lichts“, das Publikum bittet, auf ihr Kommando einen leuchtenden Gegenstand hochzuhalten war das ein schöner Abschluss eines gelungenen Konzertes. (Aka)