Interview mit Lauri Ylönen von THE RASMUS

Gregor Eder

Von Gregor Eder

Die aus Finnland stammende Rockband The Rasmus hat sich über die 30 Jahren ihres Bestehens einen gewaltig guten Ruf aufgebaut. Am 12.09.2025 durften sich die Fans der Band über das neue und somit 11. Studioalbum der Band freuen. Genannt wurde es „Weirdo“ und dankenswerterweise durfte ich via Mail ein paar Fragen an Sänger Lauri Ylönen stellen.

Zum Start wollte ich von Sänger und Frontmann Lauri direkt folgendes wissen: „Wie würdest du einen „Weirdo“ beschreiben und wird man aus deiner Sicht zu einem?“

„Als ich aufgewachsen bin, war der Begriff eine Beleidigung, welche ich sehr oft gehört habe. Damals zog ich mir gerne etwas eigene Vintage-Kleidung an, schminkte mich und hatte auch verschiedene komische Frisuren. Ich behielt meinen Stil bei, auch wenn die Kommentare der Anderen oft nicht einfach hinzunehmen waren. Später traf ich auf andere „Weirdos“ wie mich, freundete mich mit ihnen an und schlussendlich gründeten wir The Rasmus.

Die Band gab mir Selbstbewusstsein und nun, 30 Jahre später, möchte ich den Begriff „Weirdo“ in ein anderes Licht rücken und daraus etwas Positives machen. Es ist einfach wesentlich cooler seinen eigenen Stil zu haben, als so zu sein wie alle Anderen und in der Masse unterzugehen.“ erklärte Lauri.

Lauri sieht sich also selbst als Weirdo, aber im positiven Sinne. Meine nächste Frage war anscheinend etwas zu simpel für Lauri, doch vorenthalten möchte ich sie euch trotzdem nicht: „Im Presseschreiben wird erwähnt, dass das neue Album eine ähnliche Message bringt wie das allererste Album. Was würdest du sagen, sind die größten Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede, hinsichtlich der beiden Alben?“

Lauri antwortete simpel: „Es ist eben so, wie ich es schon öfters gesagt habe. Das Wort verfolgt mich schon mein ganzes Leben und daher habe ich schon in vielen Songs über die Jahre darüber geschrieben.“

© Nordevents.net


Erklärt zwar, inwiefern sich das Thema durch die Geschichte von The Rasmus zieht, jedoch nicht ganz, was jetzt die direkten Unterschiede zwischen den Alben sind. Um wieder etwas direkt auf das Album einzugehen, stellte ich folgende Frage: „Ihr habt ja diesmal mit Niko Vilhelm und Lee Jenings zusammengearbeitet. Warum habt ihr euch dafür entschieden, die Beiden mit einzubinden und wie war die Arbeit an den gemeinsamen Songs?“

„Niko ist ein guter Freund von uns aus Finnland. Ich mag sein Band Blind Channel und speziell seinen Gesang. Ich dachte mir, dass seine Stimme bestens zu dem Song passen würde und schlussendlich tat sie das auch. In Finnland kennt jeder jeden, speziell in der Musikindustrie.

Im Frühling waren auf Tour mit Lee Jenning`s Band The Funeral Portrait in den USA. Unsere „Vibes“ passten bestens zusammen und wir stellten auch fest, dass wir ein ähnliches Publikum ansprechen. Sie werden uns auch auf unserer Europatour begleiten.“ meinte Lauri.

Hinsichtlich der Stimme von Niko kann ich nur zustimmen und ich finde es auch schön, dass The Rasmus mit The Funerl Portrait die richtigen Kollegen zum Touren gefunden haben.

Meine nächste Frage bezog sich etwas mehr auf das Songwriting, beziehungsweise die generelle Herangehensweise der Band an ihre Musik: „Was ist eure Formel, um eure Musik frisch zu halten, aber euren Grundkern nicht zu verlieren?“

„Später traf ich auf andere „Weirdos“ wie mich, freundete mich mit ihnen an und schlussendlich gründeten wir The Rasmus.“

Lauri Ylönen (The Rasmus)

Lauri antwortete: „Es kommt alles tief aus meiner Seele. Ich gehe neue Dinge immer aus meinen Gefühlen heraus an und verlasse mich auf meine Intuition. Aus Finnland zu sein hat meine musikalische Identität geprägt und auch schaue aus meiner eigenen Perspektive auf die Welt. Meine große Passion ist es, Songs zu schreiben und auch immer besser darin zu werden.“

Die kommende Tour wurde ja schon angesprochen und die folgende Frage bezog sich auch direkt darauf: „Worauf freust du dich schon am meisten, wenn du an die kommende Tour denkst und hast du irgendeine lustige Tour-Story für uns?“

Eine Tour-Geschichte bekamen wir leider nicht geliefert, aber dafür folgende Antwort: „Neben dem Spielen genieße ich es einfach Tourist zu sein und neue Kulturen und Traditionen kennenlernen zu dürfen. Es ist wesentlich einfacher zu verstehen, wie die Welt funktioniert, wenn man seine Augen für solche Sachen öffnet.“

Wie gewohnt stellte ich meine berühmte letzte Frage: „Hast du irgendeine direkte Message an die Leute da draußen?“

„Kommt und seht euch die neuen The Rasmus auf der Weirdo-Tour an und „stay weird!“ lautete Lauris Antwort.

Das ist ja einmal eine klare Message! Ich kann euch auch nur empfehlen euch einmal The Rasmus live zu geben und die interessante Mischung aus Rock und Pop zu genießen. Falls ihr noch etwas mehr über „Weirdo wissen wollt, dann findet ihr unsere –> Rezension dazu hier:

Abschließend möchte ich mich noch einmal bei Lauri für die Beantwortung der Fragen bedanken!


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