Reload Festival 2026: Hitze, Staub und ein grandioser erster Festivaltag

Christian Habeck

Sulingen, Donnerstag, 13. August 2026 – Nach dem Anreisetag öffnete am Donnerstag zum ersten Mal die komplette Bühnenlandschaft des Reload Festivals. Vier Bühnen liefen parallel, die Mainstage, die Plazastage, die Radio Bob Bühne und die Tentstage, und über den ganzen Tag verteilt reihte sich Konzert an Konzert. Es war noch heißer und noch staubiger als am Mittwoch, und trotzdem war die Stimmung grandios.

© Nordevents – Sandra Wohlgemuth, Christian Habeck

Anders als am Mittwoch war ab Donnerstag das ganze Gelände in Betrieb. Der Ticketcontainer öffnete jetzt schon um 9 Uhr morgens, ebenso das Info und Fundbüro. Wer wollte, konnte sich am Frühstückszelt zwischen 8 und 12 Uhr stärken, am Nachmittag gab es dort zwischen 15 und 17 Uhr Kaffee und Kuchen. Das Infield selbst war ab diesem Tag zum ersten Mal komplett geöffnet, mit allen vier Bühnen und der vollen Auswahl an Ständen.

Der Vormittag auf der Plazastage und der Radio Bob Bühne

Der Vormittag gehörte der Radio Bob Bühne. Um 10:15 Uhr eröffnete dort „Fit für’n Pit” mit Sima und Bero, um 13:30 Uhr folgte der WSGMN Podcast live auf der Bühne. Parallel dazu startete auf der Plazastage bereits das Mittagsprogramm, während die Sonne über dem Gelände schon zur Mittagszeit keinen Zweifel daran ließ, dass dieser Tag heißer werden würde als der Mittwoch.

Um 12 Uhr eröffneten Wrestlemaniacs die Plazastage, mit genau der Portion Chaos und Spaß, die ihr Name verspricht. Direkt im Anschluss, um 12:50 Uhr, folgte Vulvarine. Beide Auftritte gehörten zu den Sets, die am Donnerstag am stärksten in Erinnerung blieben, mitten am Mittag und bei bereits spürbarer Hitze. Dass so früh am Tag schon so viel Energie im Publikum steckte, war keine Selbstverständlichkeit, gerade weil viele Besucher zu diesem Zeitpunkt gerade erst vom Campingplatz aufs Gelände gekommen waren. Der Boden vor der Plazastage war zu diesem Zeitpunkt schon trocken und staubig, und mit jeder Bewegung im Publikum wirbelte der Staub sichtbar auf. Danach ging es auf der Plazastage weiter mit Allt um 13:50 Uhr, Self Deception um 14:50 Uhr und ZSK um 15:50 Uhr, bevor am späten Nachmittag die Mainstage übernahm.

© Nordevents

Der Nachmittag wird zur Mainstage

Um 16:35 Uhr eröffneten Stick To Your Guns die Mainstage und läuteten damit den ersten großen Bühnenblock des Tages ein. Kurz danach, um 17:20 Uhr, spielte Deafheaven auf der Plazastage, gefolgt von Orbit Culture um 18:05 Uhr auf der Mainstage. Beide Auftritte liefen fast nahtlos ineinander über, wer beide sehen wollte, musste vom einem Ende des Geländes zum anderen wechseln, und beide gehörten zu den Highlights des Nachmittags. Auf der Tentstage eröffnete um 19 Uhr From March To May den Abend an dieser Bühne.

Lamb Of God und der Abend

Um 18:50 Uhr übernahm Terror die Plazastage, um 19:35 Uhr folgte Thy Art Is Murder auf der Mainstage. Auf der Plazastage ging es um 20:25 Uhr mit Soulfly weiter, während sich das Gelände langsam auf den Abend zubewegte und die Hitze des Tages nur langsam nachließ.

Um 21:10 Uhr betrat Lamb Of God die Mainstage, bis 22:25 Uhr. Der Auftritt war einer der Höhepunkte des Abends, das Publikum dicht gedrängt bis vor den FOH, trotz Hitze und Staub mit voller Energie dabei. Ein langes Set einer der größten Bands des Line-ups, und genau der Moment, auf den viele Besucher schon den ganzen Tag über gewartet hatten. Parallel dazu spielte auf der Plazastage ab 22:30 Uhr Black Label Society.

Arch Enemy zum Abschluss

Um 23:30 Uhr schloss Arch Enemy die Mainstage und damit den ersten vollen Festivaltag ab, bis 1 Uhr nachts. Auch dieser Auftritt gehörte zu den Momenten, die den Donnerstag trugen, ein Headliner-Set, das die Hitze des Tages vergessen ließ und das Publikum bis zum letzten Ton auf der Fläche hielt. Auf der Plazastage lief zeitgleich ab 1:05 Uhr noch Perturbator, während auf der Tentstage ab 21:30 Uhr DJ Thenia AF bis in die frühen Morgenstunden auflegte und den Tag ausklingen ließ.

So ging der erste richtige Festivaltag des Reload 2026 zu Ende. Ein Programm über vier Bühnen, von frühmorgens bis in die Nacht, dazu Hitze und Staub, die im Verlauf des Tages spürbar zunahmen und den Donnerstag noch fordernder machten als den Anreisetag zuvor. Wer wie an diesem Donnerstag Wrestlemaniacs, Vulvarine, Deafheaven, Orbit Culture, Lamb Of God und Arch Enemy live erlebte, bekam trotz der Bedingungen einen Tag voller Highlights, und die Stimmung im Publikum blieb dabei über den ganzen Tag hinweg grandios.


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