Wacken Open Air 2026 – Staub statt Schlamm

Rieke Holm

Wacken, 29./30.07.2026 – Rund 85.000 Besucher aus aller Welt waren in diesem Jahr wieder auf dem beliebten Holy Ground. Einige von ihnen reisten bereits am Sonntag zuvor an und sorgten mindestens 10 Kilometern vor dem Ortsschild bereits für einen immensen Stau auf den Straßen. Mit einem Line-up aus etablierten Größen, interessanten Newcomern und zahlreichen Geheimtipps bot das Festival einmal mehr ein abwechslungsreiches Spektakel. 

Während im vergangenen Jahr noch der Schlamm Thema war, zeigte sich das Wetter in diesem Jahr von seiner genau anderen Seite. Statt tiefem Morast waren es nun trockene Böden, hohe Temperaturen und vor allem jede Menge Staub, die das Bild prägten. Bereits am Mittwoch erreichte das Thermometer hochsommerliche Temperaturen und verlieh dem Gelände ein leichtes Wüstenflair. 

Impressionen © Nordevents

DER MITTWOCH: STAUBIGER AUFTAKT 

War früher der Mittwoch noch ein inoffizieller Festivaltag, an dem man gemütlich ankommen konnte, so lässt er inzwischen musikalisch als erster Festivaltag keine Wünsche offen. Bands wie Broken by the Scream und Thundermother sorgten auf der Louder-Stage für ordentlich Stimmung bevor dann Lovebites auf der Faster-Stage offiziell das Infield eröffnete. 

Für ordentlich Action im Infield sorgte das DJ-Unit Electric Bassboy. Sie zeigten, dass Metal und elektronische Musik längst kein Widerspruch mehr sind. Mit modernen Remixen bekannter Rock- und Metalklassiker verliehen sie zahlreichen Tracks einen komplett neuen Anstrich. Ihrem Namen machten sie dabei alle Ehre, ein heftiger Bass hallte über das Gelände. 

Für den krönenden Abschluss am Mittwoch sorgten dann Hämatom. Sie sorgten für eine energiegeladene Show und verwandelten das eh schon volle Infield in eine krasse Party. Besonders überraschend war dabei eine Rock-Cover-Version des Songs „Kids“ von Marteria. Natürlich durfte aber auch „Es regnet Bier“ auf der Setlist nicht fehlen. Währenddessen sorgte auf der Wackinger-Stage Unzucht für ordentlich lautstarke.

Unzucht © Nordevents

DER Donnerstag

Auch der Donnerstag begann zunächst mit hochsommerlichen Temperaturen. Die Sonne brannte abermals auf den Holy Ground herab. Gegen Abend drehte sich dann der Wind und es wurde deutlich kühler und vereinzelt kam es sogar zu dem oder anderen Regenschauer. Das bisschen Niederschlag reichte zwar nicht aus, um dem staubtrockenen Boden nachhaltig zu ändern, jedoch stellte der kühle für viele Metalheads eine willkommene kleine Abkühlung dar. 

Musikalisch begeisterte der Donnerstag mit sehr großen Namen. Im Infield standen mit Europe und Def Leppard gleich zwei absolute legenden auf den Hauptbühnen. 

Etwas familiärer aber mit Sicherheit nicht weniger ausgelassen ging es auf der Wackinger Stage zu. Kupfergold sorgte definitiv für eine der stimmungsvollsten Partys an dem Tag. Durch jede Menge Folk, Rock und Humor entstand vor und auf der Bühne in Windeseile eine wilde Party. Unmengen an Crowdsurfer liefen sich auf Händen Richtung Bühne geleiten. 

Kupfergold © Nordevents

GELUNGENER AUFTAKT

Die ersten beiden Festivaltage heizten den rund 85.000 Besuchern bereits ordentlich ein. Zwischen Hitze, Staub und Regen entstand vor und abseits der Bühnen bereits eine feierfreudige Stimmung und machte Lust auf die zwei noch folgenden Tage, die auch viele weitere Highlights versprachen.

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