Johannes Oerding begeisterte SAIL Besucher

Wolfgang Karg

Bremerhaven– 15.08.2025 – Es war das erste Mal, dass der Willy-Brandt-Platz, auf dem 4 Open-Air-Konzerte zur SAIL stattfinden, mit fast 7000 Zuschauern restlos ausverkauft war. Es hatte einen guten Grund, Johannes Oerding – der im nächsten Jahr das Volksparkstadion mit 40.000 Zuschauern füllen will- hatte eingeladen.

Aus dem Niederrhein kommend hat er nicht viel mit Schiffen an „seinem“ Hut, er ist aber gerne auf Schiffen unterwegs, solange er noch den Hafen sieht. Übrigens Hut: Er hatte die Zuschauer aufgefordert, doch mal mit Hut zu kommen. Etliche folgten dem Aufruf.

Vor dem Konzert gab es wahrscheinlich zum Bühnenritual wieder einen Ramazotti. Es rührt aus früheren Zeit her, als es auf einem Konzert keine Getränke, nur eine halb geleerte Flasche Ramazotti gab.

Aber zunächst kam pünktlich um 19:30 Uhr die Charly Klauser auf die Bühne, die man an ihren blau gefärbten Haaren erkennt. Die Multiinstrumentalistin (Violine, Schlagzeug, Gitarre, Piano, Percussion u. v. m.) arbeitete bereits als Backgroundsängerin, Instrumentalistin und Songwriterin für große Namen wie Peter Maffay, Sasha, Tim Bendzko, Alvaro Soler, Sasha, Rage oder in der Show-Band von Carolin Kebekus (“PussyTerror TV”). Sie ist ein Kind einer aus Kasachstan zugezogenen Musiker-Familie.

Charly Klauser © Nordevents

Sie wirbelte auf der Bühne herum, ging immer wieder auf den Bühnenausläufer nach vorne oder klatschte Zuschauer ab. Das Konzert von Oerding schaute sie sich aus dem Bühnengraben an.

Johannes Oerding zog die Massen an

Auf den LED-Leinwänden wurde eine Kiss-Cam angekündigt. Nach Erfahrungen mit dem besagten Coldplay-Konzert mit dem Zusatz: Wer nicht auf der Leinwand zu sehen sein wollte, solle sich diskret ein Getränk holen gehen. Und dann kam -gut eine halbe Stunde verspätet (lag es am Ramazotti?) Johannes Oerding auf die Bühne. Mit seinen vier „Jungs“ arbeitet er schon seit 20 Jahren zusammen. Nicht nur Johannes, sondern seine eigene Bühnensecurity und alle drumherum waren äußerst sympathisch. Noch nie wurden wir beim Verlassen des Fotograbens von dem Tourmanager mit „vielen Dank dafür“ entlassen.

Bereits beim ersten Song stieg Ording von der Bühne herab und begrüßte einige Zuschauer mit Handschlag. Nach dem dritten Song bat er sogar alle Fotografen auf die Bühne (unseren herzlichen Dank dafür), um von oben ein Foto von ihm vor der schönen Kulisse zu fertigen.

Immer wieder ging Johannes ins Publikum, später enterte er sogar die DAR MŁODZIEŻY am Kai neben dem Willy-Brandt-Platz, wo weitere Zuschauer das Konzert verfolgten. Auch den kleinen Marlon, der sich wünschte, mit ihm „An guten Tagen“ singen zu dürfen–nahm er auf die Bühne. Songs wie „Kreise“ wurden vom textsicheren Publikum mitgesungen und sorgten für Gänsehaut. Kurz unterbrach er sein Konzert, ein Fan ärztliche Hilfe durch Sanitäter benötigte.

Johannes Oerding © Nordevents

Seit 2014 -damals noch ohne Hut- begleiten wir ihn fotografisch, und wenn einer den Erfolg verdient hat, dann ist er es. Er verbreitet ein gewisses Gemeinschaftsgefühl und ist auf der Bühne ein absoluter Profi. Ein Star zum Anfassen sozusagen.

Und so gingen die Konzertbesucher nach rund zwei Stunden zufrieden nach Hause.


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