Always Amy – A Tribute to Amy Winehouse

Wolfgang Karg

Hamburg, 28. April 2026 – Es gibt Abende, die man nicht einfach besucht – man erlebt sie mit schwebender Melancholie, gemischt mit unbändigem Lebensfreude. Im Kaiserkeller, Hamburgs legendärer Musikstätte auf der Großen Freiheit 36, war ein solcher Abend.

ALWAYS AMY – A Tribute to Amy Winehouse“ ist die Würdigung eine der größten Sängerin unserer Zeit. Präsentiert wurden alle Amy-Hits live. Der Veranstalter COFO Entertainment hat für diese Tournee bewusst Spielstätten gewählt, die dem Geist der Musik entsprechen – und der Kaiserkeller ist dabei kein zufälliger Stopp. Der Musikclub befindet sich im Stadtteil St. Pauli, nahe der Reeperbahn, und wurde 1959 eröffnet – ein Ort, an dem einst die Beatles ihren Stil schliffen. Kein Konzertpalast, kein steriles Veranstaltungszentrum – sondern ein Raum, der Geschichte atmet und Musik fühlt.

ALWAYS AMY © Nordevents

Die Show präsentiert nicht nur alle großen Hits live, von „Rehab“ über „Back To Black“ bis hin zu „Valerie“ oder „Tears Dry On Their Own“, sondern feiert auch die Musik der 60er Jahre – eine Rückblende in jene Ära, die Amy Jade Winehouse selbst so tief liebte und die ihren unverwechselbaren Sound maßgeblich prägte. Das Versprechen der Produktion lautet: „Heart, Soul & Dancing Feet!“ und wer die vergangenen Auftritte kennt, weiß, dass dieses Versprechen nicht leichtfertig gegeben wird.

Die Frau, die Amy zurückbringt – und die Band dahinter

Im Mittelpunkt dieser Produktion steht eine Frau, die man einmal gesehen haben muss, um zu verstehen, worum es geht. Rachel Hiew ist eine professionelle Sängerin aus Nordlondon, die in denselben Straßen aufwuchs wie Amy Winehouse. Sie absolvierte ihre Ausbildung dort, trat im West End auf und nahm in den Abbey Road Studios auf, bevor sie nach Berlin zog, wo sie sich sofort als kraftvolle Frontfrau etablierte.

Wenn Rachel mit Beehive, schwarzem Lidstrich und originalgetreuen Tattoos die Bühne betritt und zu singen beginnt, könnte man meinen, Amy leibhaftig auf der Bühne zu sehen und zu hören. Mit ihrem Idol teilt sich Hiew nicht nur die verblüffende optische Ähnlichkeit und die stimmliche Nähe.

Es ist keine Kostümierung, keine Imitation auf der Suche nach Aufmerksamkeit, es ist die echte Bewunderung einer Frau für eine andere Frau, die zu früh gegangen ist. Mit spürbarer Leidenschaft verkörpert Rachel Hiew die Ikone von Kopf bis Fuß.

Flankiert wird Hiew von einem Ensemble, das seinesgleichen sucht: der renommierten, siebenköpfigen Berliner Kultband Disco Inferno mit internationalen Top-Musikern aus England, USA, Brasilien und Deutschland sowie zwei Background-Sängern aus London. Diese Band ist kein bloßes Begleitensemble – sie ist der pulsierende Herzschlag des Abends, der retrosouligen Klangkörper, der Hiews Stimme trägt und hebt.Die Show ist in zwei Häften geteilt, dazwischen eine 20-minütige Pause.

Von München bis Hamburg– eine Tournee, die begeistert

Bevor die Tour Hamburg erreicht, hat sie bereits tiefe Spuren hinterlassen. Die erfolgreichste Amy-Tribute-Show hat bei über hundert Shows bereits tausende Besucher im deutschsprachigen Raum begeistert, und die Begeisterung wächst immer weiter.

Die Show ist weit mehr als ein Konzertabend – sie ist eine Hommage an eine der größten Soul-Sängerinnen in der Musikgeschichte. Für eingefleischte Fans, Interessierte und jede Generation. Das Publikum, das sich an diesen Abenden versammelte, war so divers wie Amy Winehouses Musik selbst: Menschen in ihren Zwanzigern, die „Back to Black“ durch Streaming entdeckten; Vierzigjährige, die noch den Schock ihres Todes im Körper tragen; und solche, die einfach nur Sehnsucht nach einer Stimme haben, die so nicht wiederkehrt.

Fazit: Hamburg, du hast es verdient

Der Kaiserkeller war die richtige Bühne für das Tourfinale. Klein genug, um jeden Ton zu spüren. Groß genug, um eine Legende zu fassen. Amy Winehouse hat einmal als Zwölfjährige gesagt: „Ich möchte, dass die Leute meine Stimme hören und ihren Ärger einfach für fünf Minuten vergessen.“ An diesem Abend in Hamburg wurde dieses Vermächtnis wieder lebendig. Nicht als Nostalgie, nicht als Spektakel – sondern als das, was Musik im Kern sein sollte: ein Ort, an dem man sich für einen Moment vollständig verlieren durfte.

Als man den Kaiserkeller verließ, drang durch die geöffnete Tür der Karaokebar „Thai Oase“ gegenüber zufällig der Song „Valery“. Ein weiterer Beweis dafür, dass Amy wirklich weiterlebt.


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