Hamburg, 13.02.2026 – Neun Jahre mussten Hamburger Fans warten, bis Amy Macdonald endlich wieder mit einer eigenen Tour in der Hansestadt Halt machte. Am Donnerstagabend war es dann so weit: In der ausverkauften Sporthalle Hamburg empfing die schottische Singer-Songwriterin rund 7000 begeisterte Zuschauer – und lieferte ein Konzert, das sowohl langjährige Anhänger als auch viele Erstbesucher restlos überzeugte.
Schon vor dem eigentlichen Hauptact herrschte eine spürbar gute Stimmung. Als Vorband sorgte die Newcomer-Formation Better Joy rund um Sängerin Bria Keely für einen gelungenen Auftakt. Mit energiegeladenem Indie-Pop gewann das Quartett schnell die Sympathien des Publikums und schuf die perfekte Grundlage für den Abend. Nach rund einer halben Stunde verabschiedeten sich die Musiker, und die Vorfreude im Saal stieg weiter.
Amy Macdonald © Nordevents
Mit voller Energie startete Amy Macdonald schließlich ins Konzert – und zwar ohne langes Vorgeplänkel. Der Opener und zugleich Titeltrack ihres aktuellen Albums „Is This What You’ve Been Waiting For?“ setzte sofort ein klares Zeichen: Hier wurde nicht aufgewärmt, sondern direkt durchgestartet. Das Publikum ging vom ersten Moment an mit, sang und klatschte begeistert. Nahtlos folgte „Dream On“, und spätestens da war klar, dass dieser Abend ein Hitfeuerwerk werden würde.
Nach den ersten Songs nahm sich die Schottin Zeit für eine Begrüßung – und die kam auf Deutsch. Mit einem charmanten „Danke schön! Guten Abend Hamburg – wie geht’s?“ sorgte sie für Jubelstürme. Überhaupt bemühte sich Macdonald den ganzen Abend über, immer wieder auf Deutsch mit den Fans zu sprechen und sich zu bedanken, was im Publikum sehr gut ankam. Sie zeigte sich sichtlich bewegt von der großen Resonanz, zumal sie im Vorfeld selbst unsicher gewesen war, ob die Sporthalle nicht eine Nummer zu groß für sie sein könnte. Doch die Sorgen waren unbegründet: Wochenlang waren die Tickets ausverkauft.
Musikalisch bot der Abend eine gelungene Mischung aus neuen Songs und Klassikern aus fast zwei Jahrzehnten Karriere. Titel des aktuellen Albums fügten sich nahtlos in die Setlist ein und wurden ebenso gefeiert wie die älteren Hits. Besonders energiegeladen präsentierte sich die Band bei „Poison Prince“, während „Barrowland Ballroom“ eindrucksvoll zeigte, wie eingespielt die Musiker miteinander sind. Auch „Don’t Tell Me It’s Over“ entfaltete live große Wirkung, unterstützt von starken Background-Vocals.
Die halle – ein grosser chor
Ein Höhepunkt war natürlich „This Is The Life“, jener Song, der einst Macdonalds internationalen Durchbruch markierte. Kaum erklangen die ersten Töne, verwandelte sich die Halle in einen großen Chor. Überhaupt zeigte sich das Publikum textsicher und aufmerksam – viele ließen ihre Handys in den Taschen und konzentrierten sich ganz auf das Live-Erlebnis. Nur bei ruhigeren Stücken wie „Run“ wurden die Smartphones gezückt und als leuchtende Punkte in die Höhe gehalten. Das resultierende Lichtermeer sorgte für einen der emotionalsten Momente des Abends.
Neben den musikalischen Darbietungen überzeugte auch die Bühnenproduktion. Moderne Lichttechnik und Videoprojektionen unterstrichen die Songs, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Trotz der Größe der Halle wirkte die Show erstaunlich nahbar. Macdonald erzählte zwischen den Songs immer wieder kleine Anekdoten, sprach über ihre lange Pause in Hamburg und stellte fest, dass viele im Publikum sie zum ersten Mal live erlebten – ihre „Newbies“, wie sie schmunzelnd sagte.
Nach rund 90 Minuten endete das reguläre Set, doch natürlich ließ das Publikum die Musiker nicht ohne Zugaben ziehen. Noch einmal kehrte Amy Macdonald auf die Bühne zurück, zunächst allein mit Gitarre. In dieser reduzierten Atmosphäre präsentierte sie „We Survive“, ein intimer Moment, der die Vielseitigkeit der Künstlerin unterstrich. Anschließend kam die Band zurück, und mit „Let’s Start A Band“ fand der Abend einen mitreißenden Abschluss.
Am Ende blieb der Eindruck eines rundum gelungenen Konzertabends: eine charismatische Künstlerin, eine hervorragend eingespielte Band und ein Publikum, das jeden Song feierte. Hamburg hatte lange gewartet – und wurde dafür mit einem Abend belohnt, der noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.











































