Hamburg; 20. August 2026 – Der Hamburger Kultursommer 2026 ist eröffnet. Vom 20. bis zum 29. August verwandelt sich die Trabrennbahn Bahrenfeld an sieben Abenden in eine Open-Air-Bühne für nationale und internationale Acts – neben AnnenMayKantereit treten in den Folgetagen unter anderem Nina Chuba, BUNT., Zaz, Die Toten Hosen, Montez und Kraftklub auf. Den Auftakt der Reihe übernahm die Kölner Band mit einer Zusatzshow, einen Tag vor ihrem bereits regulär geplanten zweiten Konzert am selben Ort.
Eine Rennbahn wird zur Konzertbühne
Die Trabrennbahn Bahrenfeld liegt im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld im Bezirk Altona, im Westen der Stadt, und wird seit 1867 für Pferdesport genutzt. In den vergangenen Jahren hat sich das weitläufige Gelände zunehmend zu einem zweiten großen Standort für Open-Air-Konzerte in Hamburg entwickelt, neben den etablierten Locations wie dem Stadtpark. Für Konzerte ist das Areal auf deutlich mehr Publikum ausgelegt als für den eigentlichen Renn-Betrieb. Der Kultursommer nutzt genau diese Kapazität, um über zehn Tage verteilt hochkarätige Konzerte an einem einzigen, gut erreichbaren Ort zu bündeln – inklusive eigener Gastronomie auf dem Gelände, wobei das Mitbringen eigener Speisen und Getränke laut Veranstalter nicht gestattet ist. Kostenloses Trinkwasser steht dafür an mehreren Stellen zur Verfügung.
AnnenMayKantereit © Nordevents
VOM STRASSENMUSIK-TRIO ZUM GEFRAGTEN LIVE-ACT
Dass ausgerechnet AnnenMayKantereit den Kultursommer eröffnen durften, hat auch eine gewisse symbolische Note. Christopher Annen, Henning May und Severin Kantereit lernten sich als Schüler am Kölner Schiller-Gymnasium kennen und traten zunächst gemeinsam als Straßenmusiker auf, lange bevor an Auftritte vor Zehntausenden zu denken war. Ihr erstes, selbst produziertes Album trug 2016 den programmatischen Titel “Alles nix Konkretes” und ist längst nicht mehr erhältlich.
Aus dem einstigen Kölner Geheimtipp wurde über die Jahre eine der erfolgreichsten deutschen Bands der Gegenwart: Mit mittlerweile mehreren Alben, Gold- und Platinauszeichnungen und über 400 gespielten Shows füllen AnnenMayKantereit inzwischen auch internationale Bühnen und haben sich Fangemeinden bis nach Mexiko, in die Ukraine und in die Türkei erspielt. Auch ihre gemeinsam mit Giant Rooks eingespielte Version von Suzanne Vegas “Tom’s Diner” wurde in den USA mit Gold ausgezeichnet. Vor dem Hamburg-Termin hatte die Band bereits mehrere Abende auf der Parkbühne Wuhlheide in Berlin gespielt, bevor die Tour weiter Richtung Norddeutschland zog.
Regen als ungeplantes Vorprogramm
Ganz reibungslos verlief der Abend nicht: Kurze, aber kräftige Regenschauer sorgten am frühen Abend für eine Verzögerung im Zeitplan. Statt zur ursprünglich vorgesehenen Uhrzeit betrat die Band erst gegen 20:15 Uhr die Bühne. Für das Publikum bedeutete das zusätzliche Wartezeit bei wechselhaftem Wetter, bevor der eigentliche musikalische Teil des Abends beginnen konnte.
GROSSE BESETZUNG, GROSSE WIRKUNG
Musikalisch traten AnnenMayKantereit an diesem Abend nicht nur als Kerntrio auf. Seit einigen Jahren tourt die Band regelmäßig mit einer festen erweiterten Live-Besetzung, zu der unter anderem eine Bassistin sowie Musikerinnen an Trompete, Posaune, Saxofon, Cello, Bratsche und Violine gehören. Diese größere Besetzung wird als Grund für die zusätzliche Wucht und Dynamik des Auftritts an diesem Abend genannt und dürfte mit dafür gesorgt haben, dass der Sound auf dem weitläufigen Open-Air-Gelände auch in den hinteren Reihen trug.
Neben bekannten Stücken hatte die Band an diesem Abend auch neue, bislang unveröffentlichte Songs im Gepäck. Zudem wurden Teile des Konzerts für Videoaufnahmen mitgeschnitten, was auf zukünftiges Live-Material der Band schließen lässt. Eine vollständige, verifizierte Setlist des Abends liegt nicht vor.
Textsicheres Publikum bei den Klassikern
Zu den emotionalen Höhepunkten des Abends zählten die Songs “Pocahontas” und “Tommi”, bei denen große Teile der rund 30.000 Zuschauer:innen lautstark und textsicher mitsangen. Solche Momente zeigen, wie tief die Songs der Band mittlerweile im kollektiven Gedächtnis ihres Publikums verankert sind – unabhängig davon, ob man sie zuletzt in einem Club oder eben auf einer Fläche für 30.000 Menschen gehört hat.





































