Drei Abende, ein Höhepunkt: Donots feiern wilden Jahresabschluss in Osnabrück

Beeke Fitschen

Osnabrück, 29.12.2025 (BF) – Die Donots gehören seit Jahrzehnten zu den konstantesten und beliebtesten Punkrock-Bands Deutschlands. 1994 im nordrhein-westfälischen Ibbenbüren gegründet, hat sich die Band um Frontmann Ingo Knollmann vom englischsprachigen Funpunk der Anfangsjahre zu einer festen Größe im deutschsprachigen Rock entwickelt. Spätestens seit dem Album „Karacho“ (2015) singen die Donots überwiegend auf Deutsch und treffen damit den Nerv eines generationsübergreifenden Publikums. Ihre Songs stehen für Haltung, Optimismus, Freundschaft und Zusammenhalt – Werte, die sie nicht nur textlich, sondern vor allem live transportieren. Die Donots gelten als herausragende Liveband, bekannt für schweißtreibende Konzerte, Publikumsnähe und eine Energie, die vom ersten bis zum letzten Ton anhält.

Donots © Nordevents

All das zeigte sich auch beim Jahresabschlusskonzert im ausverkauften Rosenhof Osnabrück, dem dritten Abend einer jährlichen Konzerttrilogie. Nachdem der erste Abend unplugged und der zweite „fully plugged“ stattfanden, folgte nun ein weiterer elektrischer Abriss – und laut Ingo Knollmann der wildeste der drei Abende. Vom ersten Song an lag eine spürbare Euphorie in der Luft. Die Band wirkte bestens aufgelegt, das Publikum hoch motiviert, und schnell war klar: Dieser Abend sollte keine Verschnaufpause kennen.

Die Setlist bot eine gelungene Mischung aus bekannten Donots-Klassikern, Songs vom aktuellen Album „Schwert aus Holz“, und Songs, die sie selten bis gar nicht live spielen. Die Mischung funktionierte: Immer wieder kochte der Rosenhof förmlich über: Moshpits entstanden, Stagediver kamen in Serie über die Köpfe, und trotzdem oder gerade deswegen, herrschte durchgehend eine euphorische, ausgelassene Stimmung. Band und Publikum heizten sich gegenseitig immer weiter ein.

Band und Publikum heizten einander immer weiter ein

Als laute Rufe aus dem Publikum nach dem Song „Scheißmatratze“ erklangen, war Knollmann kurz nicht sicher, was sie tun sollten – Die Band erfüllte den Wunsch – zitierte aber Jonas aus dem Publikum auf die Bühne, der den Song gemeinsam mit Ingo performte und beide die Hütte endgültig abrissen: kollektiver Gesang, springende Massen und pure Ekstase. Ebenso typisch für den Abend war ein spontan improvisierter Song über Holzenten, der einmal mehr zeigte, wie sehr die Donots Spontaneität und Humor in ihre Shows integrieren.

Auch das Ende des Konzerts folgte nicht dem üblichen Ritual. Statt klassischer „Zugabe“-Rufe sang das Publikum geschlossen „Eisgekühlter Bommerlunder“ von den befreundeten Toten Hosen, was die Band zurück auf die Bühne holte. Passend dazu hatten die Donots im Laufe des Abends bereits „Wünsch dir was“ gecovert.

Am Ende blieb das Gefühl eines Abends von endloser Power, Schweiß, Euphorie und Gemeinschaft. Ein Konzert, das nicht nur musikalisch überzeugte, sondern vor allem emotional nachwirkte – und eindrucksvoll bestätigte, warum die Donots seit Jahrzehnten eine feste Bank der deutschen Rockszene sind.


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