Hannover, 2. Juni 2026 | Das einzige Deutschland-Stadionkonzert der „Run For Your Lives“-Welttournee fand am Dienstagabend in Hannover statt – und es war ein Abend, der trotz ungemütlicher Wetterbedingungen in Erinnerung bleiben wird.
Megadeth wärmen auf
Die Stadionpforten öffneten bereits um 16 Uhr. Bei zunächst bedecktem Himmel und noch gutem Wetter eröffneten Dave Mustaine und Megadeth den Abend. Mit dem Opener ihres wohl letzten Albums „Tipping Point“ legte das Quartett direkt los und kam beim bereits gut gefüllten Stadion gut an. Die Höhepunkte setzten erwartungsgemäß die Klassiker – allen voran „Peace Sells“ und „Symphony of Destruction“. Der Sound ließ zwar zu wünschen übrig, störte aber keinen der zahlreichen Crowdsurfer. „Holy Wars… The Punishment Due“ beschloss das Set, das laut Beobachtern noch etwas mehr Spielzeit hätte vertragen können.
Megadeth © Nordevents
Aufziehendes Unwetter, undurchdringliche Stimmung
Nach dem Megadeth-Set trat ein Sprecher des Veranstalters auf die Bühne und wies darauf hin, dass das Wetter sich verschlechtern könnte – man aber auf alle Eventualitäten vorbereitet sei. Tatsächlich goss es zwischenzeitlich in Strömen, das befürchtete Gewitter blieb jedoch aus. Im Freiluft-Stadion war ein Regenponcho deutlich von Vorteil. Die rund 45.000 Fans ließen sich davon nicht beeindrucken.
Setlist-Überraschung: 38 Jahre gewartet
Wer Iron Maiden im vergangenen Jahr live gesehen hatte, dem war die Setlist weitgehend vertraut – bis auf eine Ausnahme: „Infinite Dreams“ ersetzte an sechster Position „The Clairvoyant“. Der Song vom 1988er-Album „Seventh Son of a Seventh Son“ war zuletzt im Erscheinungsjahr des Albums live gespielt worden – die Hannoveraner Fans erlebten also eine Rückkehr nach sage und schreibe 38 Jahren.
Eingeleitet wurde der Iron-Maiden-Auftritt wie gewohnt durch „Doctor Doctor“ von UFO, bevor die Band mit „Murders in the Rue Morgue“, „Wrathchild„, „Killers“ und „Phantom of the Opera“ in die Show startete. Ein Klassiker folgte dem nächsten, begleitet vom obligatorischen Eddie-Auftritt, Fahnengeschwenke und Maskentanz.
Iron Maiden © Nordevents
Energie trotz fortgeschrittenem Alter
Trotz ihres fortgeschrittenen Alters lieferten Bruce Dickinson, Steve Harris und Janick Gers ordentlich Energie auf der Bühne ab. Die Stimmung im weiten Rund war frenetisch, jeder Song wurde lautstark bejubelt. Als Zugabe erklang „Fear of the Dark“ – ein Abschluss, der die Fans aus 50 Jahren Bandgeschichte noch einmal gemeinsam gröhlen ließ.
Energie trotz fortgeschrittenem Alter
Es war das einzige Deutschland-Stadionkonzert der „Run For Your Lives“-Tour 2026 außerhalb von Rock am Ring und Rock im Park. Die Tour feiert das 50-jährige Bandjubiläum und fokussiert sich auf die ersten neun Studioalben – von „Iron Maiden“ (1980) bis „Fear of the Dark“ (1992). Nach dem Abschluss der Welttournee Ende 2026 plant die Band für 2027 eine Tournee-Pause.


















































































