Laura Cox im Knust Hamburg: Blues-Rock mit Biss und Herz

Sascha Beckmann

Hamburg, 15.03.2026 – Pünktlich um 21:45 Uhr begann gestern Abend im Knust Hamburg der Auftritt von Laura Cox, der französischen Gitarrenvirtuosin, Sängerin und Songwriterin, im Rahmen ihrer „Troubled Tour 2026″. Die Niederländer Subterranean Street Society hatten zuvor als Supportband den Saal aufgeheizt – mit erdigen Blues-Riffs, groovigen Beats und einer Energie, die die Besucher sofort mitriss. Die Venue war schnell erfüllt von gespannter Erwartung, als Cox und ihre Band die Scheinwerfer eroberten.

Supportband: Subterranean Street Society

Laura Cox, geboren 1990 in Frankreich, begann ihre Karriere auf ungewöhnlichem Wege: Während viele Musiker ihre ersten Schritte auf klassischen Konzertbühnen machten, wurde sie durch ihre YouTube-Covers bekannt, die nicht nur ihre technische Virtuosität auf der Gitarre, sondern auch ihre dynamische Bühnenpräsenz in die Wohnzimmer weltweit trugen. Ihre Mischung aus Blues, Southern-Rock und Hard Rock machte sie schnell zu einer der spannendsten europäischen Gitarristinnen ihrer Generation.

Von YouTube zur internationalen Bühne

Mit Alben wie „Hard Blues Shot“ (2017) und „Trouble Coming“ (2025) hat Cox ihre musikalische Sprache verfeinert: rau, emotional, technisch brillant. Die Texte behandeln oft persönliche Konflikte, Selbstbestimmung und die Kraft der Musik als Ausdrucksmittel – Themen, die auch live spürbar werden.

Laura Cox © Nordevents

Das Konzert: Energie, Präzision und Emotion

Als Laura Cox die Bühne betrat, herrschte gespannte Stille, die sofort in frenetischen Applaus überging. Ihr Spiel war von der ersten Note an elektrisierend: Slide-Riffs, verzerrte Leads und rhythmische Breaks verschmolzen zu einem Klangteppich, der zwischen klassischem Blues und kraftvollem Rock oszillierte. Songs wie „Do I Have Your Attention“ und „The Broken“ entfalteten live eine Intensität, die die ohnehin schon aufgeladene Stimmung im Knust noch verstärkte. Doch Cox beschränkte sich nicht auf kraftvolle Rocknummern. Mit „Out of the Blue“ schuf sie einen melancholischen Moment, der das Publikum still werden ließ – die Slide-Gitarre führte hier eine emotionale Linie, die das persönliche Storytelling der Künstlerin spürbar machte.

Ein Abend voller Energie und Leidenschaft

Publikum und Atmosphäre: Das Knust war an diesem Abend bis auf den letzten Platz gefüllt. Eine Mischung aus eingefleischten Fans, neugierigen Rockliebhabern und internationalen Konzertgängern erlebte, wie Cox’ Musik sowohl technische Brillanz als auch emotionale Tiefe transportiert. Immer wieder schallten Zugaben-Rufe durch den Raum, als Cox nach gut 90 Minuten Spielzeit ihre Setlist abrundete.

Fazit: Ein Abend voller Energie und Leidenschaft

Laura Cox’ Konzert im Knust war nicht nur ein weiteres Kapitel ihrer „Troubled Tour 2026″, sondern ein Statement: Blues-Rock lebt, pulsiert und kann auch heute noch überraschen. Mit technischer Virtuosität, emotionaler Direktheit und einer Bühnenpräsenz, die gleichermaßen charmant und kompromisslos ist, bewies Cox erneut, dass sie zu den aufregendsten Gitarristinnen Europas zählt.

Unser –> Interview mit Laura Cox.

Unsere –> Album- Rezension von „Trouble Coming“

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