Hannover, 28.04.2026 – Lonely Spring aus Passau gehören zu den spannendsten Acts, die die deutsche Alternative-Szene derzeit zu bieten hat. Gegründet von den Zwillingen Jules (Gesang und Gitarre) und Simon (Gesang und Bass) und Manuel (Gitarre), hat sich die Band einem Sound verschrieben, der eine hochenergetische Mischung aus Pop-Punk der 2000er und modernem Indie-Rock ist. Mit Texten über Selbstzweifel, Liebe und das Außenseitertum haben sie sich über die Jahre eine treue Fangemeinde erspielt.
Dass das Konzert überhaupt im LUX in Hannover stattfand, war einer kleinen Umplanung geschuldet: Ursprünglich war ein anderer Rahmen angedacht, doch aufgrund der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage und finanzieller Hürden im Tour-Alltag wurde die Show in das gemütliche LUX verlegt. Eine Entscheidung, die der Stimmung keinen Abbruch tat. Das LUX war zwar nicht restlos ausverkauft, aber ordentlich gefüllt. Auffällig war vor allem das bunte, gemischte Publikum.
Lonely Spring © Nordevents
Von der ersten Minute an, als die ersten Töne von „21 Demons“ und „Change the Waters“ erklangen, punkteten Jules und Simon mit ihrer unglaublich sympathischen, lustigen und vor allem selbstironischen Art. Die Brüder nahmen sich zwischen den Songs immer wieder selbst auf die Schippe, was die Distanz zwischen Bühne und Zuschauerraum sofort schmelzen ließ. Es fühlte sich weniger als ein steifes Konzert an, sondern eher wie ein Abend unter Freunden.
Sympathisch und authentisch: Die unverkennbare Art der Band
Besonders interaktiv wurde es bei dem Song „Who Am I„. Die Band nutzte die Nummer für eine charmante Vorstellungsrunde, und zwar in beide Richtungen. Nachdem sich die Musiker vorgestellt hatten, forderten sie das Publikum auf, dass jeder Fan auf drei seinen eigenen Namen rufen solle. Ein chaotischer, aber herzlicher Moment, der die Verbindung zur Crowd perfekt untermauerte und die letzten Hürden abbaute.
Die Stimmung blieb bei Songs wie „Changing“ oder „Wait for Me“ durchgehend ausgelassen. Es wurde getanzt, mitgevibed und im Takt geklatscht. Besonders textsicher zeigte sich Hannover bei den Songs „La La La Low“ und „Second Hand Heart„.
Energie trifft auf Intimität: Wenn die ganze Crowd zur Band wird
Für die letzten drei Lieder verließ Frontmann Jules die Bühne und begab sich mitten in die Menge. Ein optisches Highlight bot sich bei „ILY More Than Myself„, als das LUX in ein Meer aus Handylichtern getaucht wurde, die sanft im Takt der Musik schwangen. Für eine ordentliche Portion Nostalgie und Augenzwinkern sorgten sie zudem mit ihrer ganz eigenen Interpretation von Justin Biebers „Baby„. Ein Cover, das im LUX für begeisterte Lacher und lautstarkes Mitsingen sorgte. Den krönenden Abschluss bildete „Misfit“, das von Jules im Publikum in einer Akustikversion gestartet wurde und auf der Bühne mit der Band gebührend beendet wurde.
Lonely Spring haben gestern bewiesen, dass sie trotz aller Widrigkeiten im Musikbusiness ihre Leidenschaft nicht verloren haben. Ein Abend voller Herz, Humor und verdammt guten Songs.
Weitere Konzertbeiträge
Schon geteilt?
Hier kommt die Bildergalerie des 1. Supports rein
© Nordevents
Zwischenüberschrift
2. Textabsatz
Hier kommt die Bildergalerie des 2. Supports rein
© Nordevents
Zwischenüberschrift
3. Textabsatz
Hier kommt die Bildergalerie des Hauptacts rein
© Nordevents
4. Textabsatz














































