„How did I get here?“ – Louis Tomlinson findet beim Tourauftakt in Hamburg die perfekte Antwort

Annelen Ziaja

Hamburg, 23.03.2026 -Viele Fans haben sehnsüchtig auf diesen Moment gewartet: Louis Tomlinson ist zurück auf der Bühne. Nach seiner „Faith in the Future“-Tour 2024 gastiert er im Rahmen der neuen „How did I get here?“-Tour wieder in Hamburg. Die Antwort auf die Frage gaben die Fans in der Barclays Arena selbst, mit jeder Zeile, jedem Plakat und tausenden Lichtern: Louis Tomlinson ist genau dort, wo er hingehört. Zwischen Konfetti-Regen, Tränen der Rührung und einer Live-Energie feierte der Brite einen Tourauftakt, der weit über die Musik hinausging.

Der Abend beginnt: Alex Spencer & Pale Waves

Bevor Tomlinson das Rampenlicht betritt, eröffnet Alex Spencer den Abend. Gemeinsam mit seinem Keyboarder versetzt er das Publikum sofort in die richtige Stimmung. Es wird geklatscht, gejubelt und getanzt. Spencer verbreitet gute Laune und interagiert viel mit der Menge. Hier wird deutlich, dass er sein Handwerk bei der Straßenmusik in Manchester gelernt hat. Doch auch die leiseren Töne finden ihren Platz: Bei dem Song „Masks“ verwandelt sich die Arena in ein Lichtermeer. Während des noch unveröffentlichten Tracks „These were the days“ erinnert Alex das Publikum daran, im Moment zu leben – eine Botschaft, die die Fans mit in die Luft geformten Herzen quittieren.

Als zweiter Opener bringen Pale Waves den Saal zum Grooven. Das Trio aus Manchester spielt neben eigenen Hits wie „There’s a honey“ und „She’s my religion“ auch ein Cover von „Zombie“ (The Cranberries). Die Fans sind nun endgültig bereit für den Hauptact; die Stimmung erreicht mit La-Ola-Wellen und Handylichtern ihren ersten Höhepunkt.

„How did I get here?“ – Eine Reise durch alte Hits und neue Emotionen

Gegen kurz nach neun ist es so weit: Louis Tomlinson betritt die Bühne. Er eröffnet die Show mit „Lemonade“, der ersten Single seines neuen Albums „How did I get here?“. Und die Fans rasten aus: Schreie, tanzende Menschen und ein Konfetti-Regen erfüllen die Halle. Mit „On fire“ folgt direkt die nächste Up-tempo-Nummer.

© Nordevents

Anschließend spielt Tomlinson mit „Written all over your face“ und „Out of my system“ zwei energiegeladene Songs seines Vorgänger-Albums. Die textsicheren Fans singen jedes Wort mit. Die anfangs leicht spürbare Nervosität – schließlich ist es die Live-Premiere vieler neuer Songs – verfliegt zusehends. Louis und seine Band strahlen eine Energie aus, die vom Publikum unmittelbar zurückgespiegelt wird.

Von Akustik-Momenten bis zum Lichtermeer: Eine Nacht voller Verbundenheit

Mit „Bigger than me“, „Saturdays“ und „Angels Fly“ folgen ruhigere Momente. Die Halle verwandelt sich in ein Meer aus Lichtern. Besonders sympathisch: Louis sucht immer wieder den Blickkontakt zu einzelnen Fans, winkt und lächelt. Diese tiefe Verbundenheit zwischen Künstler und Publikum ist förmlich greifbar.

Ein Gänsehaut-Moment tritt ein, als es plötzlich ganz still wird. Louis performt gemeinsam mit seinem Gitarristen Isaac Anderson eine Akustik-Version von „Defenceless“. Währenddessen wird auf dem Steg der Bühne umgebaut. Dort präsentiert Tomlinson „Just hold on“ in einer reduzierten „stripped version“, die das Publikum komplett in ihren Bann zieht.

Es folgen die neuen Songs „Lazy“, „Sunflowers“ und „Lucid“. Bei der Textzeile „How did I get here“ schreit die Menge Tomlinson den Text fast schon entgegen, während Laser und Visuals auf der LED-Wand die Arena in Szene setzen. Zurück auf der Hauptbühne geht es mit den Favoriten „Jump the gun“, „Imposter“ und „Sanity“ weiter, gefolgt vom frenetisch gefeierten „Kill my mind“, „Face the music“, „Silver tongues“ und „The Observer“.

Nach lautstarken „Louis“-Rufen kehrt der Sänger für die Zugaben zurück. Die erste Überraschung: „The Answer“, ein bisher nur auf der Deluxe-Version erhältlicher Bonustrack, den er gemeinsam mit Michael Blackwell spielt. Danach folgt mit „Dark to Light“ der wohl emotionalste Moment: Viele Fans liegen sich weinend in den Armen, da das Lied oft mit dem verstorbenen Liam Payne assoziiert wird. Auch Louis wirkt sichtlich bewegt.

Den krönenden Abschluss bildet „Palaces“. Ein letztes Mal wird gesprungen, gesungen und jede Träne weggewischt und Tomlinson nimmt ein kurzes Bad in der Menge. Als die Lichter angehen, leert sich die Halle nur sehr langsam, denn niemand möchte diesen Abend wirklich beenden. Oder um es mit den Worten aus „Silver Tongues“ zu sagen:

„You smile at me and say, ‘It’s time to go’; But I don’t feel like goin‘ home.”


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