Braunschweig, 21.08.2026 – Ein doppeltes Highlight für Montez: Der Rapper und Sänger feiert in diesem Jahr nicht nur sein 15-jähriges Bühnenjubiläum, sondern am Tag der Show auch noch das Release seines neuen Albums „So ist das mit dem Glück“. Im Rahmen seiner groß angelegten „15 Jahre Montez – Die Jubiläumstour“ machte er Halt beim BRAWO Open Air an den Raffteichen. Als fünfte von insgesamt sieben Shows der diesjährigen Open-Air-Reihe, die unter anderem auch Acts wie Wincent Weiss und SDP auf dem Programm hat, lockte er rund 7.500 Besucher an. Das Gelände vor der BRAWO Bühne war gut gefüllt und bot eine stimmungsvolle Kulisse unter freiem Himmel.
Perfekt eingestimmt: Christoph Sakwerda eröffnet den Abend
Für den passenden musikalischen Auftakt sorgte der Artist Christoph Sakwerda. Mit seinem sympathischen Auftreten und seinen ehrlichen Texten gelang es dem Newcomer mühelos, das Braunschweiger Publikum ab der ersten Minute abzuholen und die Menge auf Betriebstemperatur zu bringen.
Besonders emotional wurde es, als er seinen erst am Freitag frisch erschienenen Song „Mut und Leichtsinn“ präsentierte, der vom Publikum wärmstens aufgenommen wurde. Sakwerda verstand es hervorragend, die Menge einzubinden: Spätestens bei seiner Single „5 Sekunden“, als hunderte Hände im Takt winkten, war das Eis vollends gebrochen.
Christoph Sakwerda © Nordevents
Auch bei „Herztausch“ zeigte sich das Publikum textsicher und sang motiviert mit. Nach rund 30 Minuten voller Energie, eingängiger Melodien und reichlich Applaus entließ Sakwerda eine bestens gelaunte Menge in den Abend. Wer nicht genug bekommen konnte, durfte sich freuen: Der Musiker kündigte für das kommende Jahr seine eigene Tour an, deren Auftakt am 20. Mai 2027 im Musikzentrum Hannover steigen wird.
15 Jahre Montez: Konfetti, Nahbarkeit und ein Überraschungsgast
Als schließlich Montez die Bühne betrat, gab es für die 7.500 Fans kein Halten mehr. Wummernde Bässe setzten ein und Konfettikanonen schossen hunderte blaue Bänder über das Publikum, während der Rapper und Sänger die Show direkt energiegeladen mit „erste/letzte“ eröffnete. Von der ersten Sekunde an wurde getanzt und lautstark mitgesungen. Montez stellte einmal mehr unter Beweis, warum er für seine enorme Nahbarkeit geschätzt wird: Immer wieder suchte er das direkte Gespräch mit der Menge. Er las selbstgebastelte Plakate vor, verteilte Autogramme, zeichnete Skizzen für Tattoos und schoss Erinnerungsfotos. Besonders den jüngeren Gästen erfüllte er geduldig jeden Wunsch und winkte ins Publikum.
Montez © Nordevents
Musikalisch gaben die Fans jede Zeile zurück und übernahmen auf ein kurzes Signal des Künstlers hin komplette Refrains. Nach „Geisterstadt“ folgte ein absoluter Höhepunkt des Abends: Beim Track „Das Leben ruft“ betrat Nico Santos als Überraschungsgast die Bühne. Die Menge tobte, während unzählige Smartphones in die Höhe schnellten. Montez scherzte ungläubig, er habe selten so viele Handys auf einmal gesehen, und fragte das Publikum schmunzelnd, ob Nico nicht gleich für die restliche Show auf der Bühne bleiben solle.
Zeitreise durch die Karriere und emotionale Höhepunkte
Da das Event ganz im Zeichen seines 15-jährigen Bühnenjubiläums stand, nahm Montez die Zuschauer mit auf eine emotionale Reise durch seine Musikgeschichte. Über große LED-Screens liefen frühe Interview-Ausschnitte, bevor er kurze Passagen seiner allerersten Songs performte. Die Nostalgie war ihm deutlich anzumerken. Ebenso wie die Dankbarkeit dafür, wie sehr er als Mensch und Künstler über die Jahre gewachsen ist. Gewohnt selbstreflektiert und humorvoll erzählte er zwischen den Titeln aus seinen Anfangstagen, als er froh gewesen sei, wenn überhaupt 20 Leute zu seinen Auftritten kamen. Auch heute noch begleite ihn vor Shows manchmal der Gedanke, ob überhaupt jemand auftaucht. Dass heute alle freiwillig da seien – „bis auf ein paar Männer, die von ihren Freundinnen gezwungen wurden“, wie er witzelnd ergänzte – bedeute ihm unglaublich viel.
Auch bei „Auf & Ab“, dem Track, der seinen endgültigen Durchbruch markierte und den er an diesem Abend in zwei unterschiedlichen Versionen präsentierte, saß jedes Wort im Publikum. Bei melancholischeren Songs wie „Herzensmensch“ und „Mit dir ist es anders“ lagen sich Paare und Freunde in den Armen, während ein Meer aus Handy-Lichtern das das Gelände in ein ganz besonderes Licht tauchte. Bei „Panzer“ wiederum überließ Montez das Mikrofon fast vollständig der Menge, die den Song lautstark sang. Mit seinen Interpretationen von Johannes Oerdings „K.O.“ und Leas „Wenn du mich lässt“, zwei Songs aus seiner Zeit bei Sing meinen Song, brachte er gewaltiges Gefühl auf die Bühne.
Als schließlich leichter Regen einsetzte, tat das der Stimmung keinerlei Abbruch. Bei „4 Life“, verwandelte sich der gesamte Platz in einen riesigen Chor. Gegen 22:00 Uhr läutete Montez das finale Set ein und gab seinen Fans noch eine Botschaft mit auf den Weg: „Ich hoffe, dass alle ein Stück weit geheilter nach Hause gehen, als sie gekommen sind.“
Tanzen bis zur letzten Sekunde
Nach dem scheinbar letzten Ton erlosch das Licht und Montez verließ unter lautstarken Zugabe-Rufen die Bühne. Für einige Sekunden hüllte sich das Areal an den Raffteichen in Dunkelheit, ehe die Scheinwerfer erneut aufleuchteten und erst gelbe und später blaue Konfettibänder durch die Luft flogen. Für das große Finale packte Montez noch einmal „Auf & Ab“ sowie den passenden Titel „Wir tanzen den Regen weg“ aus. Das Publikum sprang, tanzte und streckte die Arme gen Himmel. Wie aufs Stichwort hörte der Regen kurz vor den letzten Akkorden auf und entließ tausende glückliche Gesichter in die Braunschweiger Sommernacht.












































































