Hamburg, 07.02.2026 – In der ausverkauften Markthalle Hamburg gastierten Paradise Lost am Samstagabend im Rahmen ihrer aktuellen „Ascension of Europe Tour – Part II“ und präsentierten einen Querschnitt durch ihr düsteres Repertoire. Mit Cwfen und Saturnus als Support war der Abend klar stilistisch ausgerichtet und stand durchgehend im Zeichen von Schwere und Melancholie.
Den Abend eröffneten Cwfen ungewöhnlich früh und betraten bereits gegen 19.30 Uhr, noch vor dem offiziell angekündigten Beginn um 20 Uhr, die Bühne. Entsprechend war die Markthalle zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig gefüllt. Sängerin Agnes Alder prägte den Auftritt mit ihrer eindringlichen Präsenz und facettenreicher Stimme, die sich über die schweren, schleppenden Riffs legte.
Saturnus © Nordevents
Paradise Lost: Klassiker und neue Hymnen
Mit Saturnus verdichtete sich die Atmosphäre spürbar. Die dänischen Doom-Metal-Veteranen tauchten die Halle in tiefe Melancholie und spielten sich mit langsamen, schweren Riffs und getragenem Gesang direkt in die Herzen der Fans. Ihr Auftritt wirkte wie eine bewusste Entschleunigung – jeder Song war wie ein in sich geschlossenes, intensives Kapitel.
Paradise Lost © Nordevents
Nach einer kurzen Umbaupause betraten schließlich Paradise Lost die Bühne – und wurden vom Publikum mit lautstarkem Jubel empfangen. Die Band startete ihr Set nahtlos und präsentierte einen gelungenen Mix aus Klassikern und Songs des aktuellen Albums „Ascension“ (–> unsere Rezension). Besonders „Tyrants Serenade“ wurde mit sichtbarer Begeisterung aufgenommen, während „Mouth“ und „Say Just Words“ zu wahren Hymnen des Abends wurden: Das Publikum sang jede Zeile lautstark mit, hob die Fäuste und verwandelte die Markthalle in einen gemeinsamen Chor aus Fans und Band.
Nick Holmes präsentierte sich stimmlich in hervorragender Verfassung: mal tief grollend, mal melancholisch klar, immer präsent und durchdringend. Die Lichtshow unterstrich die dunkle, melancholische Grundstimmung, ohne die Musik in den Hintergrund zu drängen. Die Stimmung im ausverkauften Saal war durchgehend konzentriert, aber keineswegs verhalten. Bei den neuen Songs wurden die Refrains lauter und lauter mitgesungen, bei den Klassikern brandete tosender Applaus auf.
Der Abend mit Paradise Lost, eingerahmt von Cwfen und Saturnus, zeigte einmal mehr, warum die Band seit Jahrzehnten eine feste Größe der Szene ist. Die Tour geht in den kommenden Wochen weiter und führt die Band noch in mehrere europäische Städte.











































