Schwedischer Rock’n’Roll bringt die Sporthalle zum Kochen

Beeke Fitschen

Hamburg, 03.12.2025 (BF)- Die Kultrocker The Hives gaben im Rahmen ihrer „The Hives Forever Forever The Hives“- Tour ein Gastspiel in Hamburg. 32 Jahre nach ihrer Gründung ist die Band noch kein bisschen bühnenmüde. Der unverkennbare Style mit maßgeschneiderten Anzügen, an diesem Abend mit Beleuchtung, und der wunderbar schräge Humor lassen die Schweden in Erinnerung bleiben. Wer sie einmal live spielen sieht, vergisst sie so schnell nicht. Oder wie es neudeutsch heißt: Stimmung 12 von 10. 

Doch von vorne: die Vorbands Yard Act und Spiritual Cramp versprühten zwar schon gute Rock-Energie, doch so richtig sprang der Funke erst über, als The Hives um 21:30 Uhr die Bühne enterten.

Yard Act © Nordevents

Mit „Enough is Enough“ vom aktuellen Longplayer war das Tempo für den Abend gesetzt. Und so ging es munter weiter, Frontmann Howlin‘ Pelle Almqvist ging direkt auf Tuchfühlung mit den Fans. Wer in der ersten Reihe steht, sollte immer auch ein Auge auf das Mikrokabel haben, welches Almqvist fabelhaft als Stilmittel einsetzt. Sie könnten sicherlich ohne, aber mit Kabeln groß geworden, ist es etwas, das bleibt. Und das Kabel ist so lang, dass Almqvist damit problemlos bis in die Mitte der Halle durchs Publikum laufen kann. Die Abschaffung dessen steht also außer Frage.

Die Band sorgte für ordentlich Bewegung, nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Saal, so sah man hier im Laufe des Abends mehrere Stagediver und ordentlich Pogo. Der viel springende, mikrowerfende Pelle war bestens aufgelegt, und versicherte, dass dieser Abend der Beste der Tour sei. Und er spreche nicht vom Publikum, sondern den Hives selbst – Hamburg hatte also die beste Version der Band erwischt.

The Hives © Nordevents

Zwischen den Songs wandte er sich immer wieder in witzigen Ansprachen ans Publikum, kann durchaus einige, fast akzentfreie Sätze Deutsch vorweisen, und war bester Laune. Im Publikum konnte man gar nicht umhin, diese gute Laune anzunehmen und mit einem Lächeln auf den Lippen, noch die Songs pfeifend, aus der Halle zu gehen.

Hamburg hatte also die beste Version der Band erwischt

Spielfreude ist untertrieben, packend und emotional, so lässt sich der Abend wohl zusammenfassen. Die Bühne selbst war mit 5 Ballons auf denen H, I, V, E und S stand, so wie auf dem Schlagzeug selbst „THE“ nicht überladen, aber zeigte sehr wohl wer hier spielt.

Das Finale war nach 90 Minuten die an sich selbst gerichteten Hymne „The Hives Forever Forever The Hives“. Danach verabschiedeten sich die Rocker aus Schweden von der Bühne.


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