Ein magischer Abend mit Tors: Indie-Folk vom Feinsten

Annelen Ziaja

Hamburg, 19.11.2025 – Tors, das britische Indie-Folk-Trio um die Brüder Matt und Theo Weedon sowie Schlagzeuger Jack Bowden, begeistert seit Jahren mit eingängigen Hooks, emotionalen Texten und eindrucksvollen Harmoniegesängen. Die Drei stammen aus dem ländlichen Devon, dessen weite Moorlandschaften ihren warmen, atmosphärischen Sound hörbar prägen. Nach Tourneen mit Künstlern wie Tom Walker und Walking On Cars und erfolgreichen USA-Shows führte ihre Welttour sie nun in den Mojo Club Hamburg.

Den Abend eröffnete die britische Musikerin Jo Hill, begleitet von Gitarristin Kinga. Ihr Mix aus Indie-Pop, Rock, Soul und einer Spur Country traf sofort den Nerv des Publikums. Mit starker Stimme, lässigem Auftreten und ehrlichen Songs zog sie die Menge mühelos in ihren Bann. Besonders der letzte Song, „Zoom Out“, brachte den Saal zum Klatschen und Stampfen und sorgte für eine perfekte Einstimmung auf den Hauptact.

Jo Hill © Nordevents

Gegen 21 Uhr betraten Tors die Bühne und eröffneten ihr Set mit „Wilder Days“, das direkt für ausgelassene Stimmung sorgte. Das Publikum sang von der ersten Zeile an mit. Es folgten „Heavy Hearts“ und „Happy Enough“, bevor die Band Stücke ihrer im Februar erschienenen EP spielte, darunter das vielgeliebte „I Don’t Wanna Know“. Die Fans feierten jeden Song, egal ob Klassiker oder neues Material.

Ein besonderer Moment entstand, als Jo Hill erneut auf die Bühne kam, um bei „Does He Make You Happy“ mitzusingen. Kurz darauf präsentierten Tors zwei neue, bisher unveröffentlichte Songs: „Was It Love“ und „Must Confess“. Einer der berührendsten Augenblicke des Abends war „Dying Stars“, zu dem hunderte goldene Sterne im Publikum aufleuchteten.

© Nordevents

Unvergessen blieb auch „Anything Can Happen“, ein Song, der spürbar vielen Fans viel bedeutete. Die neuen Stücke der EP Never Give Up fügten sich nahtlos in das Set ein und zeigten die musikalische Weiterentwicklung der Band. Den Abschluss des regulären Sets bildeten „Never Give Up“, bei dem Matt mehrere Fans zum Tanzen auf die Bühne holte, und das kraftvolle „Miracle“.

Für die Zugaben verließen Tors kurz die Bühne, kehrten dann aber mit zwei besonderen Momenten zurück. „Only for You“ sangen sie mitten im Publikum – intim, nahbar und atmosphärisch. Mit „Empty Hands“ verabschiedeten sie sich schließlich stimmungsvoll aus dem Mojo Club.

Zwischen Melodien und Momenten: Tors berühren mit Authentizität

Neben der musikalischen Qualität überzeugten Tors durch ihre humorvolle und authentische Art. Die kleinen Neckereien zwischen den Brüdern sorgten regelmäßig für Lacher, ebenso wie die scherzhafte Analyse des Liebeslebens der Bandmitglieder oder die liebevolle Stichelei über das „typisch deutsche Publikum“.

Am Ende verließen die Besucher den Club mit warmem Herzen, erfüllt von starken Melodien, ehrlichen Texten und einer besonderen Nähe zur Band. Ein Konzert, das noch lange nachwirkt.


Weitere Konzertbeiträge
Schon geteilt?