IFA Berlin 2026: Zwei Highlights, die die Messe geprägt haben

Marten Ronneburg

Kampfroboter T800 von EngineAI in Boxhaltung

Berlin – Die IFA Berlin 2026 (4.–8. September, Messe Berlin am Funkturm) hat unter dem Motto „The future is now“ wieder gezeigt, wohin sich Consumer Tech entwickelt. Zwei Themen stachen besonders heraus – und ich war mit der Kamera mittendrin. Wie sich das zum Vorjahr verhält, zeigt unser Bericht von der IFA Berlin 2025.

IFA Berlin 2026 © Nordevents

Weltpremiere von Meta und CUPRA auf der IFA Berlin 2026

Einer der größten Aufreger der Messe: Meta und CUPRA zeigten gemeinsam mit der 1SP Agency und dem XR Creator Con eine Weltpremiere zur Mensch-Produkt-Interaktion. Über die Meta AI Glasses ließ sich der neue CUPRA Raval per Sprache und Blick erklären – inklusive Foto- und Filmfunktion direkt aus der Brille. Schon 2025 war die Brillen-Technik ein Schwerpunkt. Gleich in der Nähe zeigte Unifly (Halle 5.2, Stand H5.2-316) smarte Brillen, die per Zuruf die Farbe wechseln und Musik abspielen.

Der Robotik- und Humanoid-Boom auf der IFA Next

Kein Thema zog sich so konsequent durch die gesamte Messe wie humanoide Robotik. Die IFA Next in Halle 25 wurde 2026 zur bislang größten Robotik-Bühne der Messe ausgebaut, mit rund 300 Ausstellern im Future-Tech-Bereich. Vertreten waren unter anderem NEURA Robotics (Physical AI, Gründer David Reger), Dögel/AGIBOT (Stand 371), Dobot Europe (H25-151), Hengbot (H25-397), sowie Unitree, EngineAI, DEEP Robotics, Cozio Robotics, Galbot, MagicLab und Pudu Robotics.

Ein paar Eindrücke direkt vom Stand:

  • Dobot zeigte spielerische Robotik zum Anfassen – darunter ein Dinosaurier-Modell und einen Roboter-Panda.
  • Hengbot hatte seinen 1-kg-Roboterhund im Gepäck, klein, wendig und ein Publikumsmagnet.
  • UniX AI (Halle 25, Stand H25-345) ließ ihren Haushaltsroboter Panther Betten machen, Wäsche in die Waschmaschine legen und weitere Hausarbeiten erledigen – laut Hersteller ganz ohne Skript, in echten Wohnumgebungen erprobt (R&D World).
  • EngineAI brachte mit dem T800 einen „Kampfroboter“ auf die Bühne: Posen, Sprünge, Boxbewegungen und Tritte gehörten zur Vorführung – ein bewusst actionfilmreifer Auftritt, der auch international für Diskussionen sorgte (WebProNews).
  • Dögel / AGIBOT zeigte an Stand 371 seine humanoiden Plattformen im Live-Betrieb.

Nicht alles lief dabei perfekt: Mehrfach fielen Roboter während der Vorführungen einfach hin und mussten von den Teams vor Ort wieder aufgebaut und repariert werden. Genau das machte die Sache greifbar – man sah live, was heute schon möglich ist, aber auch, wo die Technik noch an ihre Grenzen stößt. Der Grundtenor an den Ständen war dabei durchgängig derselbe: Die Roboter sollen den Menschen nicht ersetzen, sondern ihn unterstützen – bei Hausarbeit, in der Industrie oder als Show-Act.

Weitere Berichte von Messen im Norden und darüber hinaus sammeln wir in unserer Messen-Übersicht.


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