Bad Segeberg, 27.06.2026 – Bereits beim Betreten des Karl-May-Geländes fühlte sich der Premierenabend ein wenig nach einer Reise nach Mexiko an. Nicht nur die diesjährige Geschichte führt Winnetou und Old Shatterhand in das Land, auch die hochsommerlichen Temperaturen von deutlich über dreißig Grad sorgten dafür, dass sich das Publikum auf den Rängen fast wie in Mexiko fühlen konnte. Doch die Hitze konnte der Begeisterung der Zuschauer nichts anhaben.
Im Tal des Todes © Nordevents
Traditionell eröffnete Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther den Premierenabend mit dem Startschuss in die neue Spielsaison. Zahlreiche Gäste aus Politik, Kultur und Fernsehen waren an diesem Abend an den Kalkberg gereist um die Premiere von „Im Tal des Todes” live mitzuerleben.
Action, Emotionen und Humor
Anschließend gehörte die Bühne ganz den Darstellern. Alexander Klaws überzeugt inzwischen schon zum sechsten Mal als Apachenhäuptling Winnetou. Gemeinsam mit Bastian Semm als Old Shatterhand führt er das Publikum durch ein spannendes Abenteuer voller Gefahren, überraschender Wendungen und emotionaler Momente.
Die diesjährige Inszenierung setzt erneut auf alles, was die Karl-May-Spiele seit jähren auszeichnet. Eindrucksvolle Reit- und Stuntszenen, laute Explosionen, mitreißende Tänze und temporeiche Verfolgungsjagden. Immer wieder sorgt das aufwendig gestaltete Bühnenbild für neue Überraschungen und schafft eindrucksvolle Bilder, die das Publikum tief in die Welt eintauchen lässt.
Neben den vielen Actionszenen kommt auch der Humor nicht zu kurz. Verantwortlich dafür ist dieses Mal Heinrich Schafmeister, der als britischer Sir John Raffley mit allerlei kuriosen Bemerkungen und Auftritten begeistert und für zahlreiche Lacher sorgt. Auch in diesem Jahr wurden wieder zahlreiche Anspielungen auf berühmte Filme und ihre Helden eingebaut. So werden kurzerhand die „Purschen zu Poden” geschleudert und Sir John Raffley findet sich als „Doppel-Null“ im Tal des Todes wieder. Wer genau aufpasst entdeckt während der gesamten Vorstellung immer wieder kleine Easter Eggs.
Doch zwischen all den humorvollen und spektakulären Szenen, findet die Inszenierung auch in diesem Jahr wieder Platz für ernstere Töne und greift gesellschaftliche Themen auf. Es geht um Macht, Gier, Sucht, Vorurteile und Menschlichkeit im allgemeinen, doch auch brandaktuelle Diskussionen des Weltgeschehens sind mal offensiver, mal diskreter in den Dialogen eingebaut.
Kein feuerwerk und trotzdem eine Überraschung
Auf das sonst übliche Feuerwerk musste in diesem aufgrund der anhaltenden Trockenheit und hohen Temperaturen verzichtet werden. Doch die Verantwortlichen bewiesen einmal mehr Kreativität und sorgten mit einer stimmungsvollen Alternative für einen würdigen Abschluss der Premiere. Völlig überraschend erschien der Sänger Sascha in der Arena und sang eines seiner bekanntesten Lieder.
Nach dem großen Finale und der gelungenen Überraschung wartete auf die Besucher noch die traditionelle Abklatschrunde. Die Darsteller gaben High-Fives, schüttelten Hände und nahmen sich Zeit für ihre Fans. Ein Abschluss, der auf beiden Seiten für strahlende Gesichter sorgte und den Abend perfekt abrundete.
Mit „Im Tal des Todes” ist den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg wieder einmal eine abwechslungsreiche Inszenierung gelungen, die alles was die Spiele ausmacht gekonnt miteinander vereint. Spannung, Abenteuer, Humor Emotionen. Wer in diesem Sommer den Kalkberg besucht, darf sich auf einen unterhaltsamen Abend freuen und auf viele Kleinigkeiten, dich sich vielleicht erst beim zweiten Hinsehen entdecken lassen.






































































































































