Deutschland gewinnt den Basketball-Supercup in Hamburg

Jonas

Zwei Tage internationaler Spitzenbasketball

Hamburg – Am 21. und 22. August 2026 wurde der Basketball-Supercup in der Hamburger Barclays Arena ausgetragen. Deutschland, Kroatien, die Türkei und Tschechien traten bei dem Turnier gegeneinander an. Für die deutsche Nationalmannschaft war der Wettbewerb gleichzeitig eine wichtige Vorbereitung auf die bevorstehenden Spiele der WM-Qualifikation.

An zwei Turniertagen wurden insgesamt vier Partien ausgetragen. Am Freitag standen die beiden Halbfinals auf dem Programm, am Samstag folgten das Spiel um Platz drei und das Finale. Deutschland konnte sich am Ende vor heimischem Publikum den Turniersieg sichern.

Basketball-Supercup © Nordevents

Kroatien gewinnt knapp gegen die Türkei

Den Auftakt des Turniers bildete das Halbfinale zwischen Kroatien und der Türkei. Die Partie entwickelte sich zu einem engen Duell, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte.

Bis zum Ende blieb das Spiel offen. Kroatien hatte schließlich knapp die Nase vorn und gewann mit 95:94. Damit zog die kroatische Mannschaft ins Finale ein. Für die Türkei ging es am zweiten Turniertag im Spiel um Platz drei weiter.

Deutschland setzt sich gegen Tschechien durch

Im zweiten Halbfinale traf die deutsche Nationalmannschaft auf Tschechien. Die deutsche Mannschaft hatte zunächst Schwierigkeiten, sich vom Gegner abzusetzen. Tschechien hielt gut dagegen und machte Deutschland das Leben schwer.

Nach der ersten Halbzeit lag Deutschland nur mit 50:49 vorne. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich jedoch ein deutlich anderes Bild. Deutschland erhöhte das Tempo, verteidigte konzentrierter und kam auch offensiv besser ins Spiel.

Vor allem im dritten Viertel konnte sich die deutsche Mannschaft entscheidend absetzen. Tschechien konnte mit dem Tempo der Deutschen nicht mehr mithalten. Deutschland gewann das Halbfinale schließlich deutlich mit 115:82 und qualifizierte sich damit für das Finale.

Thiemann überzeugt im Halbfinale

Eine starke Leistung zeigte Johannes Thiemann. Er erzielte 20 Punkte und gehörte damit zu den erfolgreichsten deutschen Spielern der Partie. Insgesamt kamen fünf deutsche Spieler auf eine zweistellige Punktausbeute.

Auch Kapitän Dennis Schröder war ein wichtiger Bestandteil der deutschen Mannschaft. Er erzielte 17 Punkte und kam zudem auf zehn Assists.

Trotz des klaren Erfolgs sah Bundestrainer Álex Mumbrú noch Verbesserungspotenzial. Vor allem die erste Halbzeit hatte gezeigt, dass Deutschland nicht von Beginn an die gewünschte Intensität auf das Parkett gebracht hatte. Für das Finale gegen Kroatien war deshalb eine weitere Steigerung notwendig.

Die Türkei holt Platz drei

Am Samstag wurde zunächst das Spiel um den dritten Platz ausgetragen. Dabei traf die Türkei auf Tschechien.

Die türkische Mannschaft erwischte den besseren Start und ging mit einer knappen 54:52-Führung in die Halbzeitpause. Tschechien blieb zunächst in Schlagdistanz, konnte das Spiel im weiteren Verlauf aber nicht mehr drehen.

Die Türkei baute ihren Vorsprung nach der Pause weiter aus und gewann die Partie schließlich mit 99:84. Damit belegte die Türkei beim Supercup den dritten Platz. Tschechien beendete das Turnier auf Rang vier.

Deutschland und Kroatien kämpfen um den Titel

Im Finale trafen Deutschland und Kroatien aufeinander. Beide Mannschaften hatten sich am Vortag in engen bzw. deutlichen Halbfinals durchgesetzt und wollten den Supercup nun mit dem Titelgewinn abschließen.

Das erste Viertel verlief ausgeglichen. Nach zehn Minuten stand es 24:24. Keine der beiden Mannschaften konnte sich zunächst entscheidend absetzen.

Im zweiten Viertel gelang es Deutschland jedoch, das Spiel zunehmend zu kontrollieren. Die deutsche Mannschaft spielte konzentrierter und fand bessere Lösungen im Angriff. Kurz vor der Halbzeit konnte Deutschland seinen Vorsprung noch einmal deutlich vergrößern.

Zur Pause führte Deutschland mit 50:39.

Kroatien macht das Finale noch einmal spannend

Nach dem Seitenwechsel kam Kroatien wieder besser ins Spiel. Deutschland hatte Schwierigkeiten, die starke Phase der Kroaten sofort zu stoppen. Der Vorsprung schrumpfte zeitweise und das Finale wurde wieder enger.

Deutschland musste jetzt dagegenhalten und verhindern, dass Kroatien das Spiel vollständig drehen konnte. In dieser Phase übernahm unter anderem Maodo Lo Verantwortung und half der Mannschaft dabei, wieder mehr Kontrolle zu gewinnen.

Auch im Schlussviertel blieb die Begegnung intensiv. Kroatien gab nicht auf und kam erneut näher heran. Deutschland konnte jedoch die entscheidenden Situationen für sich entscheiden und den Vorsprung bis zum Ende verteidigen.

Nach 40 Minuten stand es 96:87 für Deutschland.

Oscar da Silva ist bester deutscher Werfer

Im Finale war Oscar da Silva mit 22 Punkten der erfolgreichste deutsche Werfer. Damit hatte er einen großen Anteil am deutschen Erfolg.

Dennis Schröder erzielte im Endspiel zehn Punkte. Seine Aufgabe bestand jedoch nicht nur darin, selbst Punkte zu erzielen. Als Kapitän war er auch für die Organisation des deutschen Spiels und die Führung der Mannschaft auf dem Feld wichtig.

Deutschland konnte sich insgesamt auf mehrere Spieler verlassen. Dadurch war die Mannschaft auch dann gefährlich, wenn einzelne Akteure zeitweise weniger erfolgreich waren.

Ein erfolgreicher Test für die kommenden Aufgaben

Der Supercup war für Deutschland gleichzeitig eine wichtige Vorbereitung auf die anstehenden Spiele der WM-Qualifikation. Die Mannschaft konnte sich unter Wettkampfbedingungen mit verschiedenen Gegnern messen und weitere Erfahrungen sammeln.

Dabei zeigte das Turnier sowohl Stärken als auch Bereiche, an denen die deutsche Mannschaft noch arbeiten kann. Im Halbfinale gegen Tschechien benötigte Deutschland zunächst Zeit, um seinen Rhythmus zu finden. Nach der Pause steigerte sich das Team jedoch deutlich.

Im Finale präsentierte sich Deutschland insgesamt stabiler und konnte sich bereits vor der Halbzeit einen größeren Vorsprung erarbeiten. Auch als Kroatien nach der Pause zurückkam, behielt die Mannschaft die nötige Ruhe und brachte den Sieg letztlich über die Zeit.

Deutschland holt den Supercup

Mit dem 96:87 gegen Kroatien sicherte sich Deutschland den Turniersieg in Hamburg. Kroatien belegte den zweiten Platz, die Türkei wurde Dritter und Tschechien Vierter.

Für die deutsche Nationalmannschaft war der Supercup damit ein erfolgreicher Abschluss der beiden Turniertage. Neben dem Gewinn des Titels konnte die Mannschaft wichtige Erfahrungen sammeln und sich auf die nächsten internationalen Aufgaben vorbereiten.

Platzierungen

1. Deutschland
2. Kroatien
3. Türkei
4. Tschechien


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