ZDF-Silvester-Show 2026 – Premiere in Hamburg 

Marie-Sophie Peter

Hamburg, 31.12.205 – Mit einer gelungenen Premiere verabschiedete sich das ZDF am Silvesterabend von 2025 und begrüßte das neue Jahr 2026 erstmals nicht in Berlin, sondern in der Hansestadt Hamburg. Die ZDF-Silvester-Show „Willkommen 2026“ wurde diesmal vor maritimer Kulisse im Hafen inszeniert, ein mutiger Ortswechsel, der dem traditionsreichen Format frischen Glanz verlieh. Moderiert wurde der Abend von Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner, die das Publikum gewohnt souverän durch das Programm führten. Andrea Kiewel, von allen liebevoll „Kiwi“ genannt – sorgte gleich zu Beginn für Staunen, als sie die Bühne beschrieb: „Die größte Partybühne der Welt ist so groß wie ein Fußballfeld.“

Photo-Call © Nordevents

die besondere bühne

Tatsächlich fand die Show auf einem riesigen 90 m langen und 30 m breiten Ponton statt, der von drei Schleppern im Hafen gehalten wurde. Bereits Stunden vor Beginn gingen alle Künstler am O’Swaldkai, gegenüber dem Westfield Hamburg Überseequartier, an Bord. Anschließend wurde der Ponton vor das Westfield-Areal verlegt und rund 30 Meter vom Anleger entfernt am Chicago Kai positioniert – ein beeindruckendes Bild aus Licht, Wasser und Technik.

Die laut Guinness-Buch größte schwimmende Open-Air-Bühne der Welt stand im Mittelpunkt des Geschehens und verlieh dem neuen Silvesterformat einen deutlich erkennbaren, innovativen Charakter.

Die Show © Nordevents/ Morgenwelten

die live show

Pünktlich um 20:15 Uhr begann die Live-Show. Auf dem Ponton selbst war von der Musik vergleichsweise wenig zu hören, denn der Sound wurde gezielt über große Lautsprecheranlagen direkt an Land übertragen.

Neben den Bühnenauftritten gab es zahlreiche Live-Schaltungen zu Hamburger Hotspots, unter anderem zur Reeperbahn, Landungsbrücken und dem Miniatur-Wunderland präsentiert von Co-Host Oli P.

Unter dem Titel Silvester in Concert standen zahlreiche nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne. Zu den Acts zählten unter anderem „MJ – Das Michael Jackson Musical“, Sarah Engels, Johannes Oerding, Michael Patrick Kelly, Kerstin Ott, FAYAN, die britische Boygroup Blue, die österreichische Band Wanda, Anna-Maria Zivkov, der Rapper Das Bo, DJFelix Jaehn, T Seven (Mr. President), Dennis van Aarssen („The Voice of Holland“-Gewinner) sowie ATC. Ergänzt wurde das Line-up durch Jenny Berggren von Ace of Base sowie die Hamburger Lokalmatadoren Lotto King Karl und den Shantychor De Tampentrekker, bekannt aus der Sendung „Inas Nacht“.

Zu den Gästen zählte auch Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher, der sich beeindruckt von der Silvester-Show im Hamburger Hafen zeigte. „Wir haben Silvester in Concert gerne ermöglicht, und ich würde mich freuen, wenn daraus eine neue Tradition entsteht“, blickte Tschentscher optimistisch in die Zukunft. Das gesamte Programm wurde tänzerisch eingerahmt von Tänzerinnen und Tänzern unter der Leitung von id.entertainment (India Rischko), die mit ihren Choreografien für durchgehende Bewegung und visuelle Dynamik auf der Bühne sorgte. 

Im Laufe des Abends hob sich die schwimmende Bühne um rund zwei Meter an. Ursache dafür war die einsetzende Flut, die den Wasserstand der Elbe spürbar ansteigen ließ – ein weiteres maritimes Detail, das den besonderen Charakter der Veranstaltung unterstrich.

Das Feuerwerk © Nordevents

feuerwerk

Das Mitternachtsfeuerwerk dauerte rund vier Minuten und wurde direkt hinter der Bühne gezündet. Abgefeuert von vier Schleppern auf der Elbe, bildete es den kompakten, aber eindrucksvollen Höhepunkt des Jahreswechsels.

Nach dem Feuerwerk setzte sich das musikalische Programm fort: Felix Jaehn sorgte mit seinem Set für Club-Atmosphäre, bevor Oli. P mit den Klassikern „Nur mit dir“ und „Flugzeuge im Bauch“ nostalgische Momente schuf. Den internationalen Akzent setzte anschließend die britische Band Blue mit ihrem Song Beautiful Spiritual, der das Publikum noch einmal mitnahm ins neue Jahr.

Premiere mit ungewohntem Besucherbild

Trotz der spektakulären Kulisse und der größten schwimmenden Partybühne der Welt blieb die Resonanz vor Ort deutlich hinter den Erwartungen zurück. Rund 9.000 Besucherinnen und Besucher versammelten sich am Kai – spürbar weniger als bei den bisherigen Silvester-Shows in Berlin, wo regelmäßig ein Vielfaches an Zuschauern gezählt wurde. Die großzügigen Flächen wirkten dadurch stellenweise ungewohnt leer. Anders als bisher in Berlin kostete die Party in Hamburg Eintritt.

Kein Verkehrschaos rund um das Westfield

Entgegen vieler Befürchtungen blieb das im Vorfeld geahnte Verkehrschaos rund um das Westfield Hamburg-Überseequartier aus. Trotz umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen, Straßensperrungen und des erhöhten Besucheraufkommens kam es weder zu größeren Staus noch zu nennenswerten Verzögerungen im öffentlichen Nahverkehr.

Die An- und Abreise verlief insgesamt ruhig und geordnet. Offenbar trug auch die geringere Besucherzahl im Vergleich zu den Berliner Silvester-Shows dazu bei, dass sich die Verkehrslage rund um die HafenCity entspannt darstellte.

Einschaltquote

Auch in den Einschaltquoten zeigte sich der Erfolg der Sendung – insbesondere beim jungen TV-Publikum. Bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauerinnen und Zuschauern erzielte das ZDF mit der Show Silvester in Concert – Willkommen 2026 einen starken Marktanteil von 21,8 Prozent und setzte sich damit in dieser Zielgruppe deutlich an die Spitze.


Weitere Konzertbeiträge
Schon geteilt?