Hannover, 25.09.2026 – Mit Extize, SynthAttack und Agnis treffen am 25. September 2026 drei Acts aufeinander, die elektronische Clubmusik mit der Ästhetik der schwarzen Szene verbinden. Die „Electro Evil Riots Tour“ verspricht einen Abend zwischen Dark Electro, Aggrotech, Industrial und düsterem Pop – laut, tanzbar und mit ausreichend schwarzem Humor.
In der SubKultur Hannover bleibt an diesem Freitagabend wenig Raum für musikalische Zurückhaltung. Drei Bands aus dem Umfeld der darkTunes Music Group bündeln ihre unterschiedlichen Spielarten elektronischer Dunkelheit zu einem gemeinsamen Konzertabend. Dabei reicht das Spektrum von brachialen Beats und harschen Vocals bis zu melodischem Witchpop.
Extize: Ein düsteres Spektakel mit Augenzwinkern
Extize lassen sich nur schwer auf ein einziges Genre festlegen. Die deutsch-französische Formation bewegt sich zwischen Electro-Industrial, Aggrotech, Futurepop und elektronischer Clubmusik. Die Band selbst bezeichnet ihren Stil inzwischen als „Dirt-E-Tronic“ – eine Mischung aus druckvollen Beats, bewusst überzeichneter Inszenierung und einem Humor, der auch vor den Klischees der schwarzen Szene nicht haltmacht.
Gegründet wurde Extize 2007. Seitdem hat die Band um Frontmann Rapha Hell eine eigene musikalische Welt aufgebaut, in der Horrorfilme, Cyberpunk, Popkultur und finstere Clubästhetik aufeinandertreffen. Statt sich besonders ernst oder unnahbar zu geben, verwandeln Extize die Dunkelheit in eine ausgelassene Show. Industrial und Gothic-Verzweiflung treffen dabei auf französischen Humor und die Energie einer elektronischen Partyband.
Für zusätzliche Spannung dürfte in Hannover auch die jüngste Zusammenarbeit mit Agnis sorgen. Gemeinsam veröffentlichten Extize und die polnische Künstlerin im Juli 2026 den Darkwave-Clubtrack „Swipe Me to Mars (I Want Your Ass)“. Damit bringen zwei der Acts bereits eine direkte musikalische Verbindung mit auf die Bühne.

Fotocredit: Offizielles Pressefoto
SynthAttack spielen vor heimischem Publikum
Für SynthAttack ist der Auftritt ein Heimspiel. Das Hannoveraner Projekt wurde 2015 mit dem Ziel gegründet, kompromisslose Musik für die Clubs zu produzieren. Harte Beats, treibende Synthesizer und kraftvolle Vocals verbinden sich zu einem Sound zwischen Dark Electro, Industrial, Aggrotech und Harsh EBM. Statt langer atmosphärischer Anläufe setzt SynthAttack auf unmittelbaren Druck – Musik, die vor allem über Bewegung und körperlich spürbare Bässe funktioniert.
Der Zeitpunkt des Konzerts könnte für die Band kaum besser gewählt sein. Nur zwei Wochen zuvor, am 11. September, erscheint das neue Album „Immortal in Hell“. Auf insgesamt 17 Titeln verbindet SynthAttack darauf aggressive Clubenergie mit eingängigen Melodien und Themen wie inneren Dämonen, Wut, Rebellion, Tod und dem Wunsch, etwas Bleibendes zu hinterlassen. Das Hannover-Konzert dürfte damit zu den ersten Gelegenheiten gehören, das neue Material unmittelbar nach der Veröffentlichung live zu erleben.
Agnis eröffnet die Welt des Witchpop
Agnis bringt eine andere Farbe in das Line-up. Hinter dem polnischen Soloprojekt steht Sängerin und Produzentin Agnieszka Leśna, die zuvor unter anderem bei Desdemona und Red Storm aktiv war. Als selbst ernannte „Modern Witch“ verbindet sie Darkpop, Synthpop, Darkwave und elektronische Clubbeats mit einer von Hexen, Ritualen und Okkultismus geprägten Bildsprache. Ihr eigener Begriff dafür lautet passenderweise „Witchpop“.
Musikalisch bildet Agnis den melodischsten Teil des Abends, ohne deshalb auf Druck zu verzichten. Songs wie „Monsters“ verbinden Darkwave und Synthpop mit EBM-Einflüssen und einer selbstbewussten Botschaft: Anderssein ist kein Makel, sondern etwas, das gefeiert werden darf. Gerade im Zusammenspiel mit den härteren Klängen von SynthAttack und der unberechenbaren Show von Extize erweitert Agnis das Konzert um eine atmosphärische und zugleich eingängige Komponente.
Drei Acts, ein gemeinsamer Angriff auf die Tanzfläche
Die „Electro Evil Riots Tour“ lebt weniger von einem klassischen Verhältnis zwischen Hauptband und Vorprogramm als von der Kombination dreier unterschiedlicher Charaktere. Agnis liefert dunkle Melodien und moderne Witchpop-Ästhetik, SynthAttack bringt die kompromisslose Aggrotech-Energie aus Hannover mit, während Extize das Ganze in ein überdrehtes Electro-Industrial-Spektakel verwandeln.
Die SubKultur bietet dafür den passenden Rahmen. In dem Szeneclub am Engelbosteler Damm stehen sich Bands und Publikum wesentlich unmittelbarer gegenüber als auf einer großen Festivalbühne. Wenn harte Bässe, schneidende Synthesizer und düstere Hooks auf einen kleinen Club treffen, dürfte aus dem angekündigten Konzert tatsächlich schnell ein „Electro Riot“ werden.
Veranstaltungsinformationen
Extize, SynthAttack und Agnis – Electro Evil Riots Tour 2026
Freitag, 25. September 2026
SubKultur, Engelbosteler Damm 87, Hannover
Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr
Tickets: 27,50 Euro
Einlass ab 18 Jahren
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