FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE: „Changes”

Gregor Eder

Seit 1987 ist die aus Hannover stammende Band Fury In The Slaughterhouse unterwegs und sozusagen aus der Welt der deutschen Rockbands nicht mehr wegzudenken. Am 26.6.2026 hat sich die Band mit ihrem neuesten Album, welches den Namen „Changes” trägt, zurückgemeldet und ich war gespannt, ob die Truppe es, wie mit „Hope”, wieder auf Platz 1 der deutschen Charts schafft. Nachdem die Veröffentlichung schon etwas zurückliegt, kann ich verraten, dass es leider nur Platz 2 wurde, aber immerhin Silber, wenn schon nicht Gold!

„Changes” wird mit dem gleichnamigen Titeltrack eröffnet, welcher etwas ruhiger als erwartet ausfällt. Mit einem sehr einfühlsamen Text, welcher auch eine gewisse Melancholie mit sich bringt, wird hier eher etwas entschleunigt, bevor es mit „9 Lives” bewegter weitergeht. Nicht nur musikalisch wird hier etwas mehr aufs Gaspedal getreten, sondern auch inhaltlich geht es wesentlich zuversichtlicher weiter. Nachdem die 9 Leben ausgeschöpft sind, wird mit „Youth Is Wasted On The Young” ein nett paradoxer Track angetreten, welcher wiederum mehr Dampf hat und sogar einen dezenten Punk-Vibe bringt.

Bewertung:8 von 10 Punkten
GENRE: Rock
VÖ: 26.06.2026
Format: CD / Vinyl / Digital
Label: Starwatch Entertainment
Vertrieb: Sony
Rezensent: Gregor


„Lost And Found” wartete darauf mit stampfendem Beat und interessanten 90er-Jahre-Einflüssen auf, welche sich speziell durch den schön treibenden Keyboard-Sound und den leicht funkigen Einschlag zeigen. Bei einem Titel wie „Viva La Revolucion” erwartet man eigentlich einen doch fetzigen Song der zur Revolution aufruft, doch Fury In The Slaughterhouse haben sich doch für einen doch ruhigeren Aufruf zur Rebellion entschieden. Mitunter erinnert der Song vom Sound und den Effekten her etwas an Soundgarden, oder auch softere Stone Sour. „Believe” überrascht im Anschluss mit einem Intro, welches wieder etwas entschleunigt und mit guter stimmlicher Dynamik gut ins Ohr geht.

„Fix This Crack” geht dann eher wieder in Richtung 2000er Punk-Rock, bevor „When We Were Young” mit eher Pop-Rock-Attitüde und einem mitsingbaren Refrain dahin meandert. „Years Of Thunder” behält das Mitsingelement bei und erinnert schon fast etwas an Mumford and Sons inkl. Konsorten. „Sister Moon“ überrascht darauf mit einer sehr ruhigen Soundlandschaft und zärtlichen Vocals, bevor „Dream About You” wieder eher in die Richtung des vorherigen Songs rudert. Seinen Abschluss findet das Album mit einer Mischung aus balladeskem und motivierendem Rock-Sound in „Sorrowland”.

Fazit:

Aus meiner Sicht lassen sich Fury In The Slaughterhouse als deutsche Antwort auf Kings Of Leon und Mumford and Sons, mit dezentem Foo Fighters-Touch beschreiben. Natürlich kann man eine derartig langer Karriere einer Band nicht mit solch kurzen Vergleichen abtun. Fury In The Slaughterhouse sind sozusagen eine eigene Institution, welche schon seit mittlerweile Jahrzehnten ihre Fans mit grundsolider Rock-Musik versorgt.

Das diese Art von Rock nicht zu 100 % meinen Geschmack trifft werde ich nicht verschweigen, doch „Change” hat schon seine guten Seiten, welche sogar mir gefallen. Solider Rock mit interessanten Facetten, so sehe ich die Band und vergebe daher 8 von 10 Punkten.

Tracklist
  1. Changes
  2. 9 Lives
  3. Youth Is Wasted
  4. Lost And Found
  5. Viva La Revolution
  6. Believe
  7. Fix This Crack
  8. When We Were Young
  9. Years Of Thunder
  10. Sister Moon
  11. Dream About You
  12. Sorrowland

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