GODSNAKE: „Inhale The Noise“

Gregor Eder


Am 17.04.2026 wartet die Hamburger Melodic-Thrash-Metal-Band GODSNAKE mit ihrem dritten Studioalbum auf. Torger (Vocals), Stevo (Guitar), The Walt (Bass) und Sidney (Schlagzeug) haben 10 frische Songs vorgelegt und die Scheibe „Inhale The Noise“ getauft. Welchen Lärm man hier inhalieren darf wird mit dem Opener „Scream For A Bullet“ direkt klargestellt.

Der Song stampft mit einem mächtigen Rhythmus durch den Gehörgang und verwöhnt mit einem schön melodischen Refrain. Stimmlich hält sich Torger eher im mittigen Klargesang auf, welcher schon gewaltig Biss hat. „Lost & Forgotten“ verhält sich ähnlich wieder der Opener und erst mit dem Titeltrack „Inhale The Noise“ wird es dann wieder etwas deftiger. Der Track passt sehr gut zum Albumcover, welches einen wirklich interessanten Lautsprecher zeigt. Eine wirklich feine visuelle Darstellung der enthaltenen Songs, welche im Zeitalter von KI-Cover eine gute Abwechslung bietet.

Bewertung: 8 von 10 Punkten
GENRE: Melodic Thrash Metal
VÖ: 17.04.2026
Format: CD / Vinyl / Digital
Label: Massacre Records
Vertrieb: Soulfood/Believe
Rezensent: Gregor


Mit „Enemy Of Great“ wird es dann zwar etwas ruhiger und der gesamte Sound erinnert etwas an Killswitch Engage. Nach der Entschleunigung wird dann mit „Rotten To The Core“ wieder gut Spannung aufgebaut und weitergemartert bis „Place To Call Home“ gekonnt die Thrash-Keule schwingt. Der Song „Digital Dumbass“ legt nochmal einen Zahn zu und bringt mit knappen 3 Minuten gute Abwechslung, bevor „Fear Is The Key“ erneut entschleunigt und mit einer gewissen Mystik aufwartet.

Der längste Song des Albums verlangt dem Hörer etwas mehr Aufmerksamkeit ab als die Vorgänger, zeigt dadurch aber auch die Vielseitigkeit der Band. Bevor das Album mit „The Price We Have To Pay“ noch einmal richtig schön dahin martert, gibt es noch mit „Creator Of Shame“ eine fein groovige Ladung auf die Ohren.

Fazit:

Godsnake hatte ich noch nicht so stark am Radar, daher war ich schon gespannt was hier geliefert werden würde. Schlussendlich kann man „Inhale The Noise“ als sehr solides Metalalbum beschreiben, welches recht stark auf Melodie fokussiert. Aus meiner Sicht werden zwar gut thrashige Riffs geliefert, welche aber durch die melodische Seite, oder besser gesagt die „catchy“ Refrains, etwas in den Hintergrund treten.

Es handelt sich also nicht um klassischen Thrash-Metal, sondern eher Melodic-Metal mit einem gewissen Touch von Thrash, wenn auch 1–2 reine Thrash-Songs wie z.B. „Digital Dumbass“ zu finden sind. Insgesamt geht das Album sehr gut ins Ohr und regt speziell durch die Refrains zum Mitsingen an. Inhaltlich werden Themen behandelt, welche genügend Interpretationsraum geben, um ich damit gut zu identifizieren.

„Inhale The Noise“ ist ein feines Werk für zwischendurch und daher vergebe ich 8 von 10 Punkten. Dankenswerterweise durfte ich Torger ein paar Fragen zum Album und zur Band stellen. Was dabei herauskam, könnt ihr –> hier nachlesen:

Tracklist
  1. Scream For A Bullet
  2. Lost & Forgotten
  3. Inhale The Noise
  4. Enemy Of Great
  5. Rotten To The Core
  6. Place To Call Home
  7. Digital Dumbass
  8. Fear Is The Key
  9. Creator Of Shame
  10. The Price We Have To Pay

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