Endlich wieder einmal eine Runde Metal! Ihr wisst, dass ich bei Genrebegriffen wie „Modern Metal“ immer sehr neugierig werde. Vor Kurzem schlug bei mir dann ein Album namens „Sunder“ auf, welches am 20.02.2026 von der aus Finnland stammenden Band Atlas veröffentlicht wurde. Natürlich habe ich einmal in das nun dritte Werk der Band für euch hineingehört, um etwas herauszufinden, was man 2026 unter modernem Metal versteht.
Die von Mythologie und Poesie geprägten Patrik Nuorteva (Vocals), Leevi Louto (Guitar/Vocals), Kevin Apostol (Bass), Tuomas Kurikka (Guitar), Aleksi Viinikka (Guitar) und Aku Karjalainen (Drums), haben sich bei ihrem dritten Werk nicht weniger mit Metaphern verausgabt, als auf den vorherigen Alben. „Mit Sermon Of The Dying Light„, einem spannenden Intro, wird für eine Minute eingeleitet. Mit einem stampfendem Riff, welches etwas an Northlane erinnert, wird man dann in „Tower“ begrüßt.

Der Song martert gewaltig hart dahin und bringt Vocals, welche von bösem Hardcore-, wenn nicht schon Deathcore-, Stil, bis hin zu hypnotisierendem Cleangesang gehen. Der Opener liefert einen gewaltigen Deathcore-Vibe, speziell mit der gekonnten Blast-Beat-Passage. Mit „Salt And Sulfur“ geht es dann in eine komplett andere Richtung weiter, denn hier bekommt man neben einer Ladung Nu-Metal auch klassisch cleane Metalcore-Passagen vorgelegt. „I Whisper Your Name Like A Curse“ reizt den Metalcore darauf vollends aus. Mit einer trägen emotionalen Stimmung startend, baut sich der Song immer mehr auf, hält aber auch irgendwo die Melancholie der Träge bis zum Ende.
Mit einem interessant „scheppernden“ Intro wird man dann in „Coven Of Two“ begrüßt. Der Bass-Sound ist hier wirklich speziell und die Vocals etwas lasziv, aber auch brachial. Stampfen können die Herren sehr gut. „Altar Of Your Love“ entschleunigt und bringt einen dezenten Type-O-Negative-Vibe. „Anodyne“ überrascht mit einem gewaltigen Groove, welcher neben den Metalcore-typischen Clean-Passagen wirklich gut einheizt. Mit dem Titeltrack findet die Scheibe dann ein doch extrem atmosphärisch kryptisches Ende.
Fazit:
Atlas liefern schon gewaltig ab! Die Mischung aus Metalcore, Deathcore und auch etwas Djent macht schon ganz schön Lust auf mehr. Das neue Album ist wirklich gelungen und hat aus meiner Sicht auf jeden Fall den Begriff Modern Metal verdient, denn hier werden schon so einige Elemente vermengt, welche den Metal frisch machen. Insgesamt bekommen Atlas von mir für ihr neue Werk satte 8 von 10 Punkten.
Tracklist
- Sermon to the dying light
- Tower
- Salt and sulfur
- I whisper your name like a curse
- Coven of two
- Altar of your love
- Anodyne
- Sunder













