Die aus Kalifornien stammende Band Atreyu hat schon so einige turbulente Zeiten hinter sich. 1998 begann die musikalische Reise der Truppe, welche 2011 dann aber kurzzeitig zu Ende ging, bis sie sich 2014 wieder zusammen raffte. Seither hat die Band die Alben „Long Live“ (2015), „In Our Wake (2018), „Baptize“ (2023) und nun am 24.04.2026 „The End Is Not The End“. Der Titel des neuesten Albums wirkt etwas lustig in Anbetracht der Bandgeschichte, doch was dahinter steckt und vor allem was es darauf zu hören gibt, soll jetzt Thema sein.
Brandon Saller (Lead Vocals), Dan Jacobs (Guitar), Travis Miguel (Guitar), Porter McKnight (Bass/Vocals) und Kyle Rosa (Drums) starten das Album mit dem Titeltrack „The End Is Not The End“. Der Opener schlägt einem gleich doppelt ins Gesicht. Zuerst bekommt jeder Techniker einen Herzinfarkt, da man hört wie eine Gitarre an einen schon aufgedrehten Verstärker angeschlossen wird und direkt darauf wird man richtig schön angeschrien.
Der 55 Sekunden lange Eröffnungssong liefert direkt viele für die Band typische Elemente. Mit „Dead“ geht es dann kurzzeitig etwas verhaltener weiter, doch schlussendlich entpuppt sich der Song als schön direkter Metalcore-Track. „Break Me“ biegt dann mit einer gewissen Nu-Metal-Attitüde um die Ecke, bevor „All For You“ eher die melodische Seite der Band zeigt.

„Ghost In Me“ lässt im Anschluss nicht locker und überzeugt mit schön rohen Vocals und deftiger Rhythmisierung. Speziell fein sind hier die Ride-Akzente des Schlagzeugs und der schön eingängige Refrain. „Glass Eater“ beeindruckt mit gekonnten Wechseln zwischen Klargesang und Geschrei. Mit „Wait My Love, I`ll Be Home“ wird es kurzzeitig ruhiger, bis mit „Ego Death“ dann wieder absolut abgerissen wird.
Hier kommt ein gewaltiger Hardcore-Vibe auf und man sieht förmlich vor dem geistigen Auge wie sich der Moshpit vor der Bühne bildet. „Death Rattle“ martert nicht minder weiter und auch „Children Of Light“, bei welchem sogar Max Cavalera mitgearbeitet hat, geht sehr gut ins Ohr.
Anschließend taucht man mit „In The Dark“ in die Dunkelheit ein, welche sich vorerst hart, dann zärtlich und abschließend sogar episch zeigt. „Afterglow“ bringt noch kurz akustische Gitarren zu Gehör, bevor „Break The Glass“ das Album mit gewaltigem Druck abschließt.
Fazit:
Ich hatte Atreyu zwar schon lange am Radar, aber wirklich selten in meiner Playlist. Mit „The End Is Not The End“ könnte sich das aber wieder ändern, denn darauf verstecken sich schon einige Überraschungen. Vom Sound her ist das Album wirklich gut gelungen, speziell, wenn es um die abrupten Wechsel zwischen rhythmischen und melodischen Passagen geht.
Die Band hat mit diesem Album wieder einmal gezeigt wie facettenreich sie ist und man kann sagen, dass hier kein Song dem Anderen ähnelt. Insgesamt hat mich das Album zufriedenstellend abgeholt und somit vergebe ich 8 von 10 Punkten.
Tracklist
- The End Is Not The End
- Dead
- Break Me
- All For You
- Ghost In Me
- Glass Eater
- Wait My Love, I`ll Be Home
- Ego Death
- Death Rattle
- Children Of Light ft. Max Cavalera
- In The Dark
- Afterglow
- Break The Glass













