BEYOND THE BLACK: „Break The Silence“

Gregor Eder

Werfen wir einen Blick nach Mannheim! Die 2014 gegründete Band Beyond The Black legte einen gewaltig steilen Start hin. Das erste Album „Songs Of Love And Death“ schaffte es in den Deutschen Charts unter die Top 15 und in Österreich konnte Platz 21 erreicht werden. Kein Wunder, denn Sängerin Jennifer Haben hat schon eine einzigartige Stimme.

2016 machte die Band einen etwas harten Wandel durch, da abgesehen von Frau Haben alle Bandmitglieder ausgewechselt wurden. Mit Chris Hermsdörfer (Lead Guitar/Backin Vocals), Tobi Lodes (Rhythm Guitar/Backing Vocals) und Kai Tschierschky (Drums) ging es dann weiter.

Das im selben Jahr, noch mit den ehemaligen Kollegen aufgenommene Album „Lost In Forever“ erreicht Platz 4 in den Deutschen Charts und natürlich waren nach dem großen Wechsel alle gespannt, was folgen würde. Mit „Heart Of The Hurricane“ wirkte es kurzzeitig so, als müsste sich die Band noch etwas zusammenfinden, doch mit „Horizons“ und „Beyond The Black“ arbeite sich die Truppe sogar bis auf Platz 2 der Charts hinauf.

Nun wurde am 09.01.2026 das Album „Breaik The Silence“ vorgelegt und ich war gespannt, ob die Band mit dem nun 6. Studio endlich einmal Platz 1 erreichen würden. Losgelegt wird mit dem Song „Rising High“ und hier bekommt man direkt eine Gelegenheit zum Mitsingen serviert. Der treibende Beat des Songs macht direkt Lust auf Mehr und gesanglich liefert Frau Haben gewohnt solide ab.

Bewertung: 8 von 10 Punkten
GENRE: Symphonic Metal
VÖ: 09.01.2026
Format: CD / Vinyl / Digital
Label: Nuclear Blast Records
Vertrieb: Warner
Rezensent: Gregor

„Break The Silence“ folgt mit einem spannenden Bass Intro und zelebriert darauf den Melodic Metal auf gekonnte Art und Weise, inklusive Chor im „Background“. Natürlich hat es sich die Band nicht nehmen lassen einige Freunde ins Studio einzuladen und so bekommt man auf Platz 3 am Album eine Kooperation mit Lord Of The Lost namens „The Art Of Being Alone“ vorgelegt.

Die Stile der Bands harmonieren sehr gut und auch die Kombination der Stimmen ist sehr gelungen. Mit den Stimmen des The Mystery Of the Bulgarian Voices wird dann in „Let There Be Rain“ mit einem interessant folkigem Touch weitergemartert. „Ravens“ entschleunigt dann bevor mit „The Flood“ eine interessant elektronische Flut über einem hereinbricht, welche sich anschließend gut mit den melodischen Riffs vereinigt. Alle guten Dinge sind drei und daher bekommt man mit „Can You Hear Me „ noch eine fulminante Zusammenarbeit mit Asami von Lovebites serviert.

„(La Vie Est Un) Cinema“ ist eine interessante Mischung aus Synthie-Sounds die man den 90ern zuschreiben würde und deftigem Metal. Mit „Hologram“ wird der Vibe noch etwas aufrecht gehalten, bevor das Album im „Weltschmerz“ auf sehr andächtige Weise beendet wird. Überraschend ist das Ende trotzdem, da der Song der einzig Deutschsprachige im Album ist.

Fazit:

Beyond The Black haben sich deutlich weiterentwickelt. Schon beim letzten Album hat man gemerkt, dass die Band sich gut zusammengefunden hat und auch weiß wie sie eine gute Produktion raushauen kann. Für meinen Geschmack könnten die Riffs noch etwas deftiger sein, damit die Balance zu den eher melodischen Passagen besser gegeben ist.

Andererseits sind die dargebotenen Melodien schön eingängig und verleiten einen direkt zum Mitsummen. Ob das Album endlich Platz 1 erreicht wage ich zu bezweifeln, aber unter den Top 5 sehe ich die Scheibe dann schon. Insgesamt vergebe ich für „Songs Of Love And Death“ 8 von 10 Punkten.

Tracklist
  1. Rising High
  2. Break The Silence
  3. The Art Of Being Alone ft. Lord Of The Lost
  4. Let There Be Rain ft. The Mystery Of The Bulgarian Voices
  5. Ravens
  6. The Flood
  7. Can You Hear Me ft. Asami from Lovebites
  8. (La Vie est Un) Cinema
  9. Hologram
  10. Weltschmerz

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