Vor 20 Jahren startete die Reise von Blackout Problems in München. 2012 wurde „Life“ vorgelegt, 2016 folgte „Holy“, 2018 „Kaos“, 2021 „Dark“, 2024 „Riot“ und schlussendlich präsentierte die Band am 28.11.2025. mit ebenso kurzen Namen das Album „Songs“. Satte 12 Tracks wurden vorgelegt und gestartet wird mit „Frontrow“.
Der Opener bringt textlich eine etwas melancholische Story, liefert dafür aber schon recht deftig ab. Man merkt der Band direkt an, dass sie es die letzten Jahre perfektioniert hat, etwas traurigen Inhalt in dazu passender Rock-Musik zu verpacken. Mit einem recht poppigen Intro geht es dann in „Palermo“ weiter.
Hier trügt der freundliche Sound, denn über die zuckersüße Soundkulisse zieht ein doch eher nachdenklich stimmender Text. Der Song „On A Train“ hält entspannte Atmosphäre, bringt aber einen Text, welcher mit dem ansteigenden Beat wirklich motivierend wirkt. Der Refrain regt zum Mitsingen an und irgendwie kommt ein dezenter 30 Seconds To Mars Vibe auf.

Mit „Quicker Than Death“ präsentieren Blackout Problems ihre Kooperationsnummer mit Lake Malice und der Track beeindruckt mit interessantem Hang zum Metalcore. Mit einem leichten Linkin Park-Vibe geht es dann in „Amilya“ weiter. Hier kommen dann nette Shouts ins Spiel. „Saying Sorry“ ändert dann die Richtung und bringt einen interessanten Mix aus Lo-Fi und Indie-Rock.
Der Song regt trotz seines atmosphärischen Sounds zum Moshen an und hat etwas von poppigem Post-Hardcore. „Rome“ liefert im Anschluss so richtig schön punkig ab, bis „Off/On“ wieder entschleunigt, aber trotzdem mit einer netten Rhythmik aufwartet. Der Song „On“ fährt einem dann schon fast auf Billy Talent artige Weise um die Ohren, wobei der Vers und auch Refrain nach klassischem 2010er-Emo-Rock klingen.
Mit der von Christian Löffler überarbeiteten Version von„Hauk“ geht es dann etwas entspannter weiter, bis„Poli`s Song“, vor dem Ende mit der klaren Botschaft „SLOW LIFE DOWN“, nochmal etwas Indie Rock durchblitzen lässt.
Fazit:
Wo waren Blackout Problems als ich meine Emo-Phase hatte? Diese Band ist absolut perfekt für Fans von emotionalem Rock, welche es gerne textlich düster, aber instrumental eher ruhig haben. Grundsätzlich können die Songs schon wirklich gut Gas geben, aber es wird immer noch Rock und kein Metal abgeliefert.
Das Featuring und das Rework sind wirklich gut gelungen und im Generellen beeindruckt das Album mit einer sozusagen „zärtlichen Härte“. Auch wenn ich gerne noch etwas deftigere Musik höre, hat mir„Songs“ sehr gut gefallen und daher vergebe ich 9 von 10 Punkten.
Tracklist
- Frontrow
- Palermo
- On A Train
- Quicker Than Death (ft. Lake Malice)
- Amilya
- Saying Sorry
- Rome
- OFF/ON
- ON
- Hauk (Christian Löffler rework)
- Poli`s Song
- SLOW LIFE DOWN













