Es ist Zeit für eine Reise in die Welt des Avant-Metal! Die Band Blindead hat sich am 25.05.2026 unter dem Namen Blindead 23, mit einem frischen Album zurückgemeldet und jenes trägt den Namen „Deuterium”.
Hinter dem Band Namen verstecken sich Mateusz Smierzchalski (Ex-Behemoth), Roger Öjersson (Ex-Katatonia) und Pawel Jaroszewicz (Vltimas, Ex-Vader, Ex-Decapitated). Mit einem derartigen Aufgebot an Death-Metal-Veteranen ist klar, dass „Deuterium” mit einem gewaltig deftigen Sound aufwartet.
Leichte Kost sind die Songs dann aber wiederum nicht, denn schon der Opener „Immersion I“ wartet mit knappen 8 Minuten auf. Vorerst geht es noch eher ruhig zu, denn in den ersten 2 Minuten wird man in eine atmosphärische Klangwolke eingebettet, welche anschließend von kräftigen Gitarren und einem mitreißenden Drumbeat zerrissen wird. Irgendwie kommt direkt ein dezenter Dream Theater Vibe auf, auch wenn hier das Keyboard fehlt.
Um Minute 3 wird es dann mit einem Rhythmuswechsel und den ersten Vocals spannend. Hier erinnert die Band etwas an Meshuggah, wenn auch der folgende Klargesang die Stimmung wieder etwas ändert.
Mit einem Rauschen und geht der Song zu Ende, doch „Immersion II” folgt direkt mit einem zum Ende passenden Aufbau. Mit bösen Growls und absolut heftigen Drums geht es in Teil 2 weiter und die Rhythmik erinnert wiederum an die vorhin erwähnten Djent-Helden.

Kaum hat man sich an das Gedresche gewöhnt, wird eine Passage serviert, welche schon eher in Richtung Tool geht, bevor wieder in Dream Theater Gefilde gewechselt wird. So langsam versteht man beim Hören, warum die Band ihre Musik ins Genre Avant-Metal einordnet, da alleine in den ersten 2 Songs schon unglaublich komplex abgeliefert wird.
Nach dem 11 Minuten langen Brecher geht es mit dem kürzesten Song des Albums namens „Wither” weiter. Hier wird man von ruhig atmosphärischen Klängen verwöhnt, bevor es schon fast etwas jazzig wird. Zum Ende wird man wieder ausgerauscht, sodass man dem nächsten Monster-Song „Worst Laid Plans” mit frischen Ohren lauschen kann.
Hier gestaltet sich der Einstieg eher Gojira-artig, bevor dann mit Double-Bass gewaltig losgelegt wird. Kurzzeitig entwickelt sich der Song in Richtung Mr. Bungle, bevor eine doch recht melodische Passage losgetreten wird.
Natürlich wird daraufhin wieder gemartert, doch in der Mitte des Songs setzt man dann auf Entschleunigung und zärtliche Vocals. Bis zum Ende wird dann eher das Hauptthema in den Vordergrund gestellt, wenn auch die Drums nur etwas weniger hart durch den Gehörgang ziehen.
„Deuterium” lockert dann mit einem ruhigen Intro auf, bringt dann aber auch schön hart dahin stampfende Riffs, welche sich nur so für eine Wall of Death eignen. „Towards The Dark” treibt langsam vor sich hin und wartet mit einer speziellen Mystik auf, welche bedrohlich wirkt und einen in ihren Bann zieht. Mit „You Are The Universe” wird diese Mystik aufrecht gehalten, aber auch durch ein abwechslungsreiches instrumentales Arrangement ausgebaut.
Fazit:
„Deuterium” ist definitiv ein Werk, welches dem Hörer einiges an Aufmerksamkeit abverlangt. Was ich interessant finde ist, dass das Album von Song zu Song eigentlich softer wird. Die letzten 3 Songs sind zwar auch kräftig, doch auf ganz andere Art und Weise als seine Vorgänger.
Mir hat das Album schlussendlich sehr gut gefallen, wenn auch Songs wie „Immersion II” mit 11 Minuten, oder „Worst Laid Plans” mit ebenso knappen 11 Minuten, für meinen Geschmack einfach zu lang sind. Sonst habe ich eigentlich nichts zu bekritteln und vergebe satte 9 von 10 Punkten. Ausgefallener progressiver Metal, der nur so zum Headbangen aber auch zum Genießen einlädt.
Tracklist
- Immersion I
- Immersion II
- Wither
- Worst Laid Plans
- Deuterium
- Towards The Dark
- You Are The Universe













