DEFTONES: „private music“

Gregor Eder

Wenn es eine Band gibt, die neben all den Alternative-Metal Bands einen Einfluss auf mich gehabt hat, dann ist das DEFTONES. Die 1988 gegründete Band hat am 22.08.2025 nach satten 5 Jahren endlich wieder ein Album veröffentlicht und natürlich waren viele Fans seit der Ankündigung schon verdammt scharf auf die neuen Nummern.

Bevor sich noch jemand wundert, sei vorab gesagt, dass die Songtitel mit Absicht kleingeschrieben sind, da dies von der Band so gewollt ist. „private music“ brachte schlussendlich 11 Songs und genau jene sollen nun Thema sein.

Der Opener „my mind is a mountain“ liefert direkt derartig fett ab, dass man einerseits nostalgisch wird, andererseits sich über die mächtigen neuen Riffs freut. „locked club“ legt relativ ähnlich nach, bringt dann aber von den Vocals her etwas mehr Variation.

Bewertung: 8 von 10 Punkten
GENRE: Alternative Metal
VÖ: 22.08.2025
Format: CD / Vinyl / Digital
Label: Reprise
Vertrieb: Warner
Rezensent: Gregor

Die Abwechslung zwischen moderatem Sprechgesang und lang gezogenem Klargesang könnte nicht besser zur mitreißenden Rhythmik der Instrumentalsektion passen. Mitunter erinnert der Gesamtsound auch etwas an Mastodon. Mit „ecdysis“ bekommt man dann eine Ladung an eher klassischem Deftones-Sound serviert, wenn auch der Gesang etwas zurückhaltend wirkt. Bei den doch etwas deftigen Riffs hätte man sich doch etwas mehr „Geschrei“ erwartet.

Irgendwie wirkt das Album bis zu diesem Punkt recht grungelastig. „infinite Source“ bringt dann etwas mehr Nu-Metal Elemente mit sich, aber auch schön zärtliche Vocals. Der Song „souvenir“ treibt hypnotisierend vor sich hin, bis „cXz“ wieder etwas mehr Gas gibt. „i think about you all the time“ entschleunigt dann vollends und bringt eine unglaublich melancholische Stimmung mit sich.

Jene wird dann aber direkt wieder von „milk of the madonna“ verblasen, denn hier bekommt man endlich die gewohnte Härte von Deftones geliefert. Mit einer gewaltigen Nu-Metal-Ladung geht es dann in „cut hands“ weiter und auch „~metal dreams“ liefert gekonnt in diese Richtung ab. Mit „departing the body“ findet das Album ein eher moderates Ende.

Fazit:

Ich bin hinsichtlich des neuen Albums etwas zwiegespalten. Einerseits gefällt mir das Album mit seiner stimmigen Dynamik sehr gut, doch andererseits hätte ich mir doch etwas mehr Härte erwartet. Man treibt irgendwie durch das Album, aber bekommt nun nicht unbedingt das Bedürfnis in einen Moshpit zu springen, abgesehen bei der Nummer „milk of the madonna“.

Klingt komisch, doch die letzten Alben hatten da noch etwas mehr Material für derartige Vorhaben. Insgesamt wird hier aber wirklich mächtig abgeliefert und als langjähriger Fan der Band bin ich schlussendlich halbwegs befriedigt von den 11 Songs. Somit vergebe ich 8 von 10 Punkten.

Tracklist
  1. my mind is a mountain
  2. locked club
  3. ecdysis
  4. infinite source
  5. souvenir
  6. cXz
  7. i think about you all the time
  8. milk of the madonna
  9. cut hands
  10. ~metal dream
  11. departing the body

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