Nun habe ich einen absoluten Leckerbissen für die Freunde des Symphonic Metals! EDENBRIDGE meldeten sich am 16.01.2025 mit ihrem 12. Studioalbum zurück, das den Namen „Set The Dark On Fire“ trägt.
Die 1998 in Linz entstandene Band hat sich über die Jahre mit ihren ausschweifend melodischen Kompositionen einen beachtlichen Ruf in der internationalen Szene erarbeitet. Bekannt ist die Truppe, bestehend aus Sabine Edelsbacher (Vocals), Arne „Lanvall“ Stockhammer (Guitars/Keys/u.v.m.), Johannes Gral (Drums), Steve Hall (Bass) und Sven Sevens (Lead Guitar), für ihre mitreißenden Melodien, breiten orchestralen Klänge und dynamischen Wechsel zwischen epischen und deftigen Riffs.
Das neue Album ist laut Band das bisher härteste Werk, und losgelegt wird mit dem Song „Ghostship Diaries“. Schon hier merkt man, dass bezüglich der Härte nicht gelogen wurde. Nachdem wir mit dem Geisterschiff durch etwas raue Wellen geschippert sind, wird es mit „Cosmic Embrace“ etwas spaciger.
Mit eher stampfendem Rhythmus und beeindruckendem Spannungsaufbau wird man immer mehr in den Kosmos von EDENBRIDGE hineingesogen. Der Gesamtsound ist wirklich beeindruckend, da jede Passage – egal ob ruhig oder laut – so druckvoll klingt, wie sie es soll, und somit die Dynamik der Komposition perfekt zur Geltung kommt.
Nach dem wilden Ritt wird man dann dorthin entführt „Where The Wild Things Are“. Hier geht es schon wesentlich folkiger zu, was speziell durch den Einsatz der dafür typischen Instrumente gut hervorgehoben wird.

Mit „Tears Of The Prophets“ wird kurz entschleunigt, bevor mit dem Midtempo-Track „Our Place Among The Stars“ die Aufmerksamkeit des Hörers für satte sieben Minuten beansprucht wird. Der Song wirkt vorerst etwas düster, öffnet sich dann aber gegen Ende und verwöhnt einen – neben den massiven Vocals – mit einem feinen Gitarrensolo.
Kaum ist der letzte Ton verklungen, ist man beim Titeltrack der Scheibe angekommen. „Set The Dark On Fire“ tritt gewaltig aufs Gaspedal und lässt die Gitarren schön dahin martern, bevor mit der Ballade „Bonded By The Light“ eine Komposition zu Gehör gebracht wird, die schon fast wie für die Kinoleinwand geschrieben wirkt.
Bevor es mit „Lighthouse“ auf etwas orientalische Art weitergeht, wird mit „Divine Dawn Reveal“ kurz davor noch klargestellt, in welche Richtung es nun gehen wird.
Abgeschlossen wird das Album mit einem längeren Werk, das in vier Teile aufgeteilt ist. „Spark Of The Everflame“ ist satte 13 Minuten lang und wird mit dem Instrumental-Track „Let Time Begin“ gestartet. Darauf folgt „The Winding Road To Evermore“ mit überraschender Härte.
Der Song zeigt einmal mehr, wie facettenreich EDENBRIDGE sind, und liefert sowohl für Fans atmosphärischer Klänge als auch für jene harte Rhythmik gekonnt ab. Teil drei ,„Per Aspera Ad Astra“, zeigt sich kurz und ohne Gesang, überzeugt jedoch mit epischer Schlagkraft. Schlussendlich wird das Album mit Teil vier „Where It Ends, Is Where It Starts“, und somit einer klaren Message abgeschlossen.
Fazit:
Ich muss ehrlich sagen, dass ich selten in die Welt des Symphonic Metals eintauche, doch diesmal hat es sich absolut gelohnt. Nachdem ich etwas in die vorherigen Alben hineingehört hatte, konnte ich vollends bestätigen, dass EDENBRIDGE mit diesem Werk deutlich deftiger geworden sind.
Die härteren Gitarrenriffs sorgen für Überraschungen, doch das wirklich Beeindruckende an den Kompositionen ist die interessante Dynamik. Wenn man mit Orchestrierung und so vielen Elementen arbeitet, kann es schnell passieren, dass man einen Song überlädt. EDENBRIDGE haben mit „Set The Dark On Fire“ jedoch eine wirklich schöne Balance bewiesen.
Die Instrumentalsektion liefert einen perfekten Klangteppich für die flexible Stimme von Sabine, besitzt aber auch bei Instrumentaltracks oder Passagen ohne Gesang eine enorme Schlagkraft. Aus meiner Sicht ist das Album wirklich sehr gelungen, weshalb ich satte 9 von 10 Punkten vergebe.
Tracklist
- The Ghostship Diaries
- Cosmic Embrace
- Where The Wild Things Are
- Tears Of The Prophets
- Our Place Among The Stars
- Set The Dark On Fire
- Bonded By The Light
- Divine Dawn Reveal
- Lighthouse
- Spark Of The Everflame – Let Time Begin
- Spark Of The Everflame – The Winding Road To Evermore
- Spark Of The Everflame – Per Aspera Ad Astra
- Spark Of The Everflame – Where It Ends, Is Where It Starts













