ELEGANT WEAPONS: „Evolution“

Gregor Eder

Mein lieber Herr Gesangsverein! Ich finde es ja immer wieder schön, wenn sich Supergroups bilden, doch diesmal hat sich da etwas zusammengebraut was spezieller Aufmerksamkeit bedarf. 2022 formierte sich eine Truppe namens ELEGANT WEAPONS, damals noch mit Rex Brown (Pantera) am Bass und Scott Travis (Judas Priest) an den Drums.

2023 wurde „Horns For A Halo“ serviert und nun ab es am 24.04.2026 mit „Evolution“ einen Nachschlag. Eine gewisse Evolution fand auch innerhalb der Band statt, da sich Brown und Travis verabschiedeten. Somit lautet die aktuelle Besetzung wie folgt: Richie Faulkner (Judas Priest) an der Gitarre, Ronnie Romero (Rainbow/MSG) an den Vocals, Dave Rimmer (Uriah Heep) am Bass und Christopher Wiliams (Accept) an den Drums.

Mit einem derartigen Aufgebot an Musikern der Spitzenklasse sind die Erwartungen das neue Album betreffend schon einmal hoch. Eröffnet wird das neue Werk mit „Evil Eyes“ und schon hier merkt man, dass die Herren schon genau wissen, was sie tun. Mit einem mitreißenden Gitarrenintro wird losgelegt, bis die Drums schön stampfend mit einsteigen und uns Romero mit seinen markanten Vocals verwöhnt.

Bewertung: 10 von 10 Punkten
GENRE: Hard Rock / Heavy Metal
VÖ: 24.04.2026
Format: CD / Vinyl / Digital
Label: Exciter Records
Vertrieb: Cargo
Rezensent: Gregor

Nach dem gelungenen Einstieg wird es mit „Generation Me“ richtig schön groovig, bis „Bridges Burn“ mit eher melodischem Hard Rock aufwartet. „Holy Roller“ rollt nur so förmlich über einen drüber und liefert eine Melodie, welche einen nicht so schnell aus dem Kopf geht. Natürlich erinnern die Songs etwas an die Hauptbands der Beteiligten, doch ELEGANT WEAPONS schaffen es frisch, aber auch oldschool zugleich zu klingen.

Natürlich darf auf einem klassischen Hard Rock Album eine Ballade nicht fehlen und jene bekommt man mit „Come Back To Me“ serviert. Mit „The Devil Calls“ wird dann ein interessanter Synthie-Sound eingebaut und etwas klassischer kantiger Heavy Metal zu Gehör gebracht. „Thrown To The Wolves“ stampft eher gediegen durch den Gehörgang und „Shooting Star“ bringt eine Mischung aus eingängiger Melodie und hartem Rhythmus.

Mit dem Instrumentalstück „Rupture“ wird kurz etwas entschleunigt und dem Gitarrenspiel von Faulkner etwas mehr Raum gegeben, bevor das Album mit dem fetzigen Song „Mercy Of The Fallen“ und dem satte 7 Minuten langen „Keeper Of The Keys“ sein Ende findet.

Fazit:

Wenn man guten frischen Hard Rock mit Hang zum Heavy Metal sucht, dann ist man mit ELEGANT WEAPONS bestens beraten. Was mich besonders beeindruckt ist, dass die jeweiligen Musiker überhaupt die Zeit gefunden haben dieses Projekt durchzuführen. Die Hauptbands der Beteiligten nehmen sicherlich einiges an Zeit in Anspruch, doch anscheinend sind sie noch nicht vollends ausgelastet.

Als großer Judas Priest Fan war mir klar, dass die Songs aus der Hand von Faulkner und Tommy McWilliams schon solide sein würden, doch dass jene derartig deftig abliefern hat mich dann nochmal positiv überrascht. Keine Frage, hier kann ich nur 10 von 10 Punkten geben. Songwriting = Top, Produktion = Top, Sound = Top!

Tracklist
  1. Evil Eyes
  2. Generation Me
  3. Bridges Burn
  4. Holy Roller
  5. Come Back To Me
  6. The Devil Calls
  7. Thrown To The Wolves
  8. Shooting Shadows
  9. Rupture
  10. Mercy Of The Fallen
  11. Keeper Of The Keys

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