ERDLING: „Mana“

Gregor Eder

Kommen wir wieder einmal zu einer Band aus Deutschland. Die 2014 in Schwarzenberg gegründete Band Erdling hat sich in den vergangenen Jahren mit insgesamt 6 Alben einen guten Namen erarbeitet und am 17.10.2025 wurde mit „Mana“ das 7. Werk vorgelegt.

Die aus Neill Freiwald (Vocals/Programming), Ole Enders (Guitar), Christian Schäfer (Drums) und Robin Sem Vedrfölnir (Bass) bestehende Band bewegt sich seit Anbeginn ihrer Karriere am schmalen Grad zwischen Dark Rock/Metal und Industrial und die frischen 11 Songs zeigen sich durchwegs düster. Losgelegt wird mit „Aurora“ und so findet das Album einen recht starken Start.

Einerseits bekommt man eine Vorstellung davon wohin die musikalische Reise hingehen wird, andererseits beeindruckt die Band schon im Opener mit einem gewaltig satten Sound. „Dominus Omnium“ lässt darauf nicht locker, verwöhnt aber mit etwas mehr melodischen Passagen. Wirklich gelungen ist hier der Übergang von Pre-Solo zu Solo, denn jenen würde man so definitiv nicht erwarten.

Bewertung: 8 von 10 Punkten
GENRE: Dark Rock / Industrial Metal
VÖ: 11.10.2025
Format: CD / Vinyl / Digital
Label/Vertrieb: Out Of Line Music
Rezensent: Gregor

Textlich zeigt sich die Band zwar etwas mystisch, doch wiederum direkt genug um zum Mitsingen anzuregen. „Miasma“ wartet mit einem nett elektronischen Intro auf, reißt dann aber gewaltig die Hütte ab.

Steh den Sturm“ bringt inhaltlich einen klaren Aufruf dazu, stark zu bleiben, auch wenn es schwer ist und motiviert dadurch enorm.“Los Los Los“ legt auf die Motivation nochmal eins drauf und auch „Ohne Uns“ hält die Stimmung aufrecht.

Mit „Hinter dunklen Wolken“ dreht sich der Wind wieder etwas, wenn auch die Gitarren nicht minder hart abliefern. Zur Abwechslung bekommt man dann einen Kooperationstrack mit Hand Of Juno serviert, welcher schon fast in Richtung Deathcore geht. Darauf folgt „Zerspreng die Ketten“ mit einem Main-Riff, welchen schon fast etwas in das Nu-Metal-Genre schlägt.

Bevor das Album mit „Sternenschimmer“ ein doch ruhig melodisches Ende findet, gibt es mit dem Titeltrack „Mana“ noch einmal so richtig auf die Ohren.

Fazit:

Erdling ist eine Band, die ich zwar immer wieder auf Line-Ups gelesen habe, aber schlussendlich bin ich nie so richtig tief in die Musik der Truppe eingetaucht.“Mana“ war sozusagen eine nette Erinnerung daran, dass es neben Mono Inc., Rammstein und Eisbrecher noch einige gute Industrial-Metal Bands aus Deutschland gibt. Ehrlich gesagt hat mir „Mana“ besser gefallen als viele Kompositionen der vorhin genannten Bands.

Trotz klarem Industrial-Sound schafft es die Band nicht zu generisch zu klingen und ihren ganz eigenen Sound darzubieten. Ich bin zwar kein großer Fan von deutschen Lyrics im Metal, aber Herr Freiwald überzeugt gewaltig mit seinen Stimmbändern. Irgendwie klingen seine Vocals etwas wie Chris Harms, nur mit wesentlich mehr Dampf und leichtem Fry in harten Passagen, wie beispielsweise bei der Zeile „Wach auf“ in „Miasma“.

Kein Wunder, dass die Band schon mit Lord Of The Lost auf Tour war. Schlussendlich hat mich das Album wieder motiviert etwas mehr Erdling zu hören und daher vergebe ich satte 8 von 10 Punkten.

Tracklist
  1. Aurora
  2. Dominus Omnium
  3. Miasma
  4. Steh den Sturm
  5. Los Los Los
  6. Ohne Uns
  7. Hinter dunklen Wolken
  8. Alles dreht sich (ft. Hand of Juno)
  9. Zerspreng die Ketten
  10. Mana
  11. Sternenschimmer

Weitere Rezensionen
Schon geteilt?