Feuerschwanz waren seit ihrer Beteiligung am Vorentscheid zum ESC 2025 in aller Munde. Die Mittelalter Metal Band mit großem Hang zur Partystimmung konnte zwar nicht zum ESC fahren, setzte aber unbeeindruckt ihre Karriere fort und präsentierte am 22.08.2025 ihr neues Album. Das von Peter Sallai (Powerwolf, Sabaton, Saxon, Hammerfall) stammende Cover stimmt schon einmal gut auf den Inhalt ein.
Der Titel „Knightclub“ war ja vorab schon sehr absehbar, doch die darauf enthaltenen Songs bringen etwas mehr als der schon vorab veröffentlichte Hit. Gestartet wird jedoch trotzdem mit eben jenem, aber nicht in der ESC-Version, sondern mit Unterstützung von DAG von SDP. Der Einstieg ist also nicht unbedingt überraschend, aber grundsätzlich gelungen.
Mit einer weiteren Kooperation wird dann direkt nachgelegt, denn in „Valhalla“ bekommt man niemand anderen als unsere Metal Queen Doro zu Gehör! Ein wirklich epischer Song, welcher nur so zum Schubsetanz anregt. Feuerschwanz sind ja mitunter auch für ihre feinen Cover-Songs bekannt und mit „Gangnam Style“ hat die Band hier einmal wieder absolut genial abgeliefert.

Das Album macht also schon von Beginn an Spaß und erst mit „Name der Rose“ kommt man dann langsam zur eher klassischen Ladung an Feuerschwanz Sound. „Testament“ wartet mit einem deftigen Double-Bass-Gewitter auf, bis man zu „The Tale of Sam“ kommt. Der Song lässt das Herz jedes Tolkien-Fans höher schlagen und „Sam The Brave“ wirkt auf die 1:46 Minuten lange Erzählung schon direkt wie eine Belohnung.
„Drunken Dragon“ und „Eisenfaust“ kann man als brauchbare „Mitsing-Tracks“ bezeichnen. „Avalon“ reiht sich darauf gut ein, wenn auch etwas zärtlicher als die zwei vorherigen Songs. „Tanz der Teufel“ tritt dann wieder aufs Gaspedal und taucht etwas in satanistische Gefilde ein. Viele von euch werden wohl schon wissen, mit welchem Song das Album endet, da jener eigentlich schon auf dem neuesten Lord Of The Lost Album zu hören war.
„Lords of Fyre“ ist eine wirklich gelungene Kooperation und vereint die Stile beider Bands auf interessante Art und Weise. Abschließend sei noch erwähnt, dass das Album von Simon Michael (Subway to Sally) produziert und von Jacob Hansen (Arch Enemy, Volbeat, Evergrey) gemastert wurde, was den deftigen Sound erklärt.
Fazit:
Was soll ich noch groß zu Feuerschwanz sagen? Ich verfolge die Band nun schon seit einigen Jahren und bin einfach nur von dem massiven Erfolg beeindruckt. Dass die letzten zwei Alben durch die Decke gegangen sind, war für mich nicht verwunderlich, doch ich war skeptisch, ob „Knightclub“ den Höhenflug fortsetzen würde.
Schlussendlich ist Album so eingeschlagen, dass Platz 2 in den Charts geholt werden konnte und „Knightclub“ obendrein das meistverkaufte Album von Feuerschwanz überhaupt ist.
Ich ziehe einmal wieder meinen Hut vor der Band und vergebe 10 von 10 Punkten, nicht nur wegen des Albums an sich, sondern auch wegen des Vorgehens der Truppe. Gute Musik zu liefern ist eine Sache, aber dann auch noch mit einer „Ladies Knight“ seine „Frau“ zu stehen und Klischees aufzubrechen ist wirklich beeindruckend.
Tracklist
- Knightclub ft. Dag von SDP
- Valhalla ft. Doro
- Gangnam Style
- Name der Rose
- Testament
- The Tale of Sam
- Sam the brave
- Drunken dragon
- Eisenfaust
- Avalon
- Tanz der Teufel
- Lords of Fyre ft. Lord of the Lost
Unser Interview mit –> Hauptmann Feuerschwanz













